Währung

EUR-USD im Niemandsland

USD: Ich muss ja zugeben: Als meine Kollegin am Mittwoch (nach dem grottenschlechten ISM vom Dienstag) Optimismus bezüglich der noch ausstehenden US-Zahlen verbreitete, war ich skeptisch. Doch in der Tat fielen gestern die US-Zahlen durch die Bank besser aus als erwartet. Die Marktreaktion war deutlich. Kein Wunder. Schließlich war nach dem ISM-Index jedermann auf US-Zahlen fixiert. Die Story, die die Daten dieser Woche über die USA erzählen, ist ziemlich konsistent mit dem, was wir anderswo sehen: Das verarbeitende Gewerbe hat Probleme, aber (noch) nicht die Gesamtwirtschaft. Über die Gründe sollten Sie jemand anderen als Ihren FX-Analysten befragen. Mein laienhaftes Gefühl sagt mir, dass “Industrie 4.0” nicht damit getan ist, Maschinen miteinander zu vernetzen. Vielleicht ist es auch nötig, Organisations-Kulturen zu verändern. Das fällt deutlich schwerer. Und es sind halt eher Industrieunternehmen, die immer noch organisiert sind wie Grenadier-Regimenter.

Wie dem auch sei, solange sich US-Dienstleister gut halten, wird die Fed nicht auch noch von Seiten der realwirtschaftlichen Daten zu expansiver Politik gedrängt. Das wird sie vom Markt und vom US-Präsidenten allerdings schon genug. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass EUR-USD nicht wieder unter die 1,10-Marke fiel. Zumal heute mit dem US-Arbeitsmarktbericht die eigentlich wichtigste Datenveröffentlichung der Woche ansteht. Der Devisenmarkt würde bei einer schlechten Zahl heftiger als bei einer guten reagieren, denke ich. Warum? Die USD-Erholung ist noch “frisch”; solche Positionen werden typischerweise schneller wieder geschlossen. Freilich erwarten unsere Analysten eine moderat gute Zahl (+175 Tsd., die Masse der Analysten liegt zwischen +140 und +180 Tsd.). Dass die dem Greenback nach gestern nochmal viel Schwung gibt, darf folglich bezweifelt werden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CD910E Short EUR/USD Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

SEK: Dass die Krone gestern so an Boden gewann, lag daran, dass einige einen Richtungsschwenk der Riksbank auf eine neutrale Haltung erwartet hatten. Pustekuchen. Die Riksbank blieb auch im September bei ihrer restriktiven Haltung. Nach wie vor rechnet sie mit einer Zinserhöhung Ende 2019 oder Anfang 2020. Schließlich bezeichnet sie das Wachstum als robust und sieht die Inflation im Einklang mit dem Inflationsziel. Allerdings senkte sie den Zinspfad. Der Leitzins wird auf längere Sicht weniger schnell und weniger stark ansteigen. Sie trägt damit den niedrigeren Zinsen weltweit sowie der generell eingetrübten Stimmung im Zuge des Handelskonflikts und der Brexit-Unsicherheit Rechnung. Im Gegensatz zur Riksbank wird die EZB nächste Woche noch einmal expansiver werden, was zu weiteren Gewinnen der SEK führen sollte. Da die Riksbank generell restriktiver als die EZB bleibt, sollte die Krone in den kommenden Quartalen auch moderat gegenüber dem Euro aufwerten. Allerdings wird sich auch die Riskbank mittelfristig nicht dem globalen Trend in Richtung expansiverer Geldpolitik abkoppeln können und ihre Zinserhöhungspläne im kommenden Jahr wohl aufgeben.

 

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XMM Long EUR/SEK Faktor: 5
CV0V4F Short EUR/SEK Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

HUF: Bei der ungarischen Währung gab es gestern eine Reihe kleinerer Entwicklungen, die sich jedoch (vorerst) kaum auf den EUR-HUF-Wechselkurs auswirkten: 1. Der Chef der ungarischen Zentralbank (MNB), György Matolcsy, forderte in einer Präsentation breit angelegte Konjunkturmaßnahmen. Dabei sprach er von fiskal- und geldpolitischen Anreizen sowie der Qualität von EU-finanzierten Projekten. Es handelte sich also eher um eine breitere akademische Diskussion als ein klares geldpolitisches Signal. Matolcsy wies dennoch auf die sich verändernde globale Konjunkturlage hin. Da sich der Abschwung im verarbeitenden Gewerbe im gesamten Euroraums fortsetzt, drängt sich der Eindruck auf, dass die MNB verglichen mit anderen osteuropäischen Notenbanken erneut den expansivsten Kurs verfolgen wird. Dies dürfte einen gewissen Abwertungsdruck auf den Forint ausüben. 2. Eine weitere für den Forint leicht negative Nachricht stellt die Ankündigung der finnischen EU-Ratspräsidentschaft dar, das Verfahren nach Artikel 7 des EU-Vertrags gegen Ungarn voranzutreiben. Der EU-Rat für Allgemeine Angelegenheiten hält am 16. September eine formelle Anhörung ab, in der auch die ungarische Regierung ihren Standpunkt verteidigen wird. Unter der bisher amtierenden rumänischen EU-Ratspräsidentschaft wurde das Verfahren nur schleppend vorangebracht, weshalb diese neue Entwicklung bedeutend sein könnte. Es lohnt sich, sie im Auge zu behalten, auch wenn tatsächliche Sanktionen im Zuge des Verfahrens unwahrscheinlich bleiben.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ6DF8 Call EUR/HUF Hebel: 5,3
CU9ZRQ Put EUR/HUF Hebel: 5,0
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