Währung

EUR/USD: Handelskonflikt ist noch nicht vorbei

Es ist nicht vorbei

Es ist nicht vorbei, sondern nur in den Hintergrund gerutscht: das Thema Handelskonflikt zwischen den USA und der EU. Die USA haben ihre Liste der Produkte aus der EU, die wegen der “Flugzeugaffaire” (Subvention von Airbus) mit Einfuhrzöllen belegt sind, aktualisiert. Einige Produkte fliegen von der Liste, andere kommen neu drauf. So wird ab erstem September beispielsweise deutsche und französische Fruchtmarmelade mit Zöllen versehen. Selbst wenn die Änderungen marginal sind und aus makroökonomischer Sicht nicht ins Gewicht fallen, weshalb sie für EUR-USD irrelevant sind, haben sie einen süßsauren Beigeschmack. Denn sie zeigen, dass die EU nach wie vor auf der Negativliste der USA in Sachen Handelsbeziehungen steht, selbst wenn die USA diesmal nicht die Zölle anhoben (von derzeit 15% und 25% auf 100%) oder die Liste deutlich verlängerten. Der US Präsident hat momentan sicherlich noch genügend andere Probleme, die er zuerst angehen möchte oder muss. Aber nur, weil sein Fokus in Sachen Handelsstreit derzeit auf China und Kanada liegt, heißt das nicht, dass Europa nicht wieder ins Augenmerk geraten kann. Und sei es nur, um über große Worte im Wahlkampf wieder um Wählerstimmen zu buhlen. Aber ich denke, dass angesichts der vielen anderen innen- und außenpolitischen Themen in den USA die EU diesbezüglich bis nach den Präsidentschaftswahlen noch Ruhe haben wird.

Derweil befindet sich der Devisenmarkt sowieso im Ferienmodus. Die großen Konjunkturzahlen sind verdaut, von der Geldpolitik kommen keine neuen Impulse, sodass in erster Linie die Infektionszahlen und kleinere Datenveröffentlichungen Beachtung finden. Also nichts Weltbewegendes. Und dass sich die beiden Parteien in den USA schlussendlich doch auf ein Fiskalpaket einigen werden, dürfte zum Großteil im Dollar schon eingepreist sein. Das spricht dafür, dass sich EUR-USD in den kommenden Tagen weiter im Seitwärtsmodus befinden wird.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB2ENACallEUR/USDHebel: 7,6
CJ4U2RPutEUR/USDHebel: 7,5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Absage an Interventionen im AUD

Der Chef der Reserve Bank of Australia (RBA), Philip Lowe, gab in der halbjährigen Anhörung vor dem Parlament zu, er sähe auch gerne einen schwächeren australischen Dollar, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen, aber angesichts der im Vergleich zu anderen Ländern oft besseren Konjunkturdaten und den hohen Rohstoffpreisen sei der AUD fair bewertet. Er verwarf auch den Vorschlag, am Devisenmarkt gegen den AUD zu intervenieren, um ihn zu schwächen, denn er bezweifelte, die RBA sei damit erfolgreich, schließlich würden Interventionen tendenziell nur wirken, wenn die Märkte dysfunktional seien und die Währung deutlich über oder unter ihrem fairen Wert läge. Dies ist eine klare und meines Erachtens auch vernünftige Absage an Interventionen. Die Chance für Negativzinsen erachtet Lowe als sehr gering, zumal deren Wirkungsweise nach wie vor zweifelhaft ist, möchte sie aber nicht grundsätzlich ausschließen. Die RBA setzt aber lieber auf ihr Renditeziel der 3-jährigen Staatsanleihen, um die Kreditzinsen niedrig zu halten und damit der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Die neuen Lockdowns im Staat Victoria werden laut Lowe die wirtschaftliche Erholung in anderen Landesteilen vermutlich wieder zunichtemachen und die Arbeitslosenquote erst noch weiter ansteigen lassen, bevor sie langsam wieder zu sinken beginnt, weshalb Lowe auch der Ansicht ist, dass der Leitzins die nächsten drei Jahre im Einklang mit dem Renditeziel erst einmal bei 0,25% bleiben wird. Der AUD dürfte angesichts der hohen Rohstoffpreise kaum starke Verluste verzeichnen, aber die wirtschaftlichen Aussichten sprechen auch nicht für eine Outperformance, weshalb ich erst einmal mit Seitwärtshandel rechne. Die Impulse für eine stärkere Bewegung müssten wohl schon von außen kommen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CL9BMSCallAUD/USDHebel: 8,1
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CJ4VCNCallEUR/AUDHebel: 8,2
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CNY: Glas halb voll oder halb leer?

Wenn ein Chef in einem Mitarbeitergespräch sagt, dass die meisten Kriterien erfüllt sind, es aber noch Verbesserungsbedarf in einigen Bereichen gibt, bedeutet das normalerweise, dass man die Hürde nur knapp genommen hat. Wahrscheinlich gilt das auch für die anstehende Überprüfung der Umsetzung des Phase-1-Abkommens durch China. Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, sagte in einem Interview, dass der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer bisher mit Chinas Zusicherungen zum Handelsabkommen „zufrieden“ sei und fügte hinzu: „Ich sage aber nicht, dass sie alle Vereinbarungen des Abkommens erfüllt haben.“ Ein Teil des Marktes hält das Glas für halb voll, während es andere Marktteilnehmer als halb leer bezeichnen. Es hängt also von Ihrer Perspektive ab, wie Sie diese Aussage interpretieren.

Derweil lagen die Zahlen zur chinesischen Wirtschaftstätigkeit für den Juli größtenteils unter den Schätzungen, was andeutet, dass sich die Wachstumsdynamik abschwächt. Insbesondere der Konsum bleibt schwach und die Arbeitslosenquote ist weiterhin erhöht, sodass die Erholung holprig verlaufen dürfte.

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CU97XBCallUSD/CNHHebel: 6,5
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