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EUR-negative Argumente verblassen

EUR-negative Argumente verblassen

Die Erholung von EUR-USD seit Anfang November ist wohl zu einem Großteil einer USD-Korrektur zuzuschreiben. Aber auch die EUR-negativen Argumente verlieren zunehmend an Schlagkraft. So lieferte der Ifo-Index gestern einen weiteren Anhaltspunkt dafür, dass sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen langsam verbessern.

Eine Rezession in Deutschland und in der Eurozone ist zwar nach wie vor ziemlich wahrscheinlich, aber so schlimm, wie noch vor einigen Monaten befürchtet, dürfte es wohl nicht werden. Die Sorge, dass die EZB aufgrund der konjunkturellen Risiken den Leitzins möglicherweise nicht so stark anheben könnte, dürfte demnach weiter nachlassen.

Das Sitzungsprotokoll der EZB verdeutlichte gestern, dass die Währungshüter weiterhin besorgt über die Preisentwicklung im Euroraum sind. Eine tiefe Rezession, die die Inflation wahrscheinlich stärker dämpfen würde, könne allerdings eine Pause im aktuellen Zinszyklus notwendig machen, während eine leichte Rezession für eine Fortsetzung der Zinserhöhungen spräche.

Da die jüngsten Datenveröffentlichungen für letzteres sprechen, dürfte es im Moment für den Markt keinen Grund geben, seine Zinserhöhungserwartungen für die EZB zurückzuschrauben. Die Inflationsdaten nächste Woche könnten diese sogar noch befeuern. Die Geldpolitik scheint also mittlerweile kein Belastungsfaktor mehr für den Euro zu sein, sondern vielmehr sogar ein EUR-unterstützender Faktor.

Vor allzuviel EUR-Euphorie sei aber dennoch gewarnt, denn nach wie vor ist das Risiko einer Energiekrise nicht gebannt. Eine gewisse Risikoprämie scheint daher angebracht.

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SQ3D9MLongEUR/USDFaktor: 5
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Prognoseänderung EUR-USD

Wir haben unsere EUR-USD-Prognose angepasst. 2022 war das Jahr des US-Dollars. Mit der erwarteten Zinswende der Fed dürfte das 2023 nicht so bleiben. Wenn die EZB im kommenden Jahr – wie von uns erwartet – auf Zinssenkungen verzichtet, könnte der Euro weniger unattraktiv erscheinen als in diesem Jahr. Unser EUR-USD-Kursziel für 2023 lautet 1,10.

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Riksbank bleibt auf Kurs

Die Riksbank hat wie erwartet ihren Leitzins um 75 Bp auf nun 2,50% angehoben. Außerdem signalisiert sie noch knapp zwei weitere Zinsschritte um jeweils 25 Bp, denn sie rechnet Anfang 2023 jetzt mit einem Leitzins “knapp unter 3%”. Außerdem signalisiert die Riksbank auf ihren Prognosehorizont keine Zinssenkungen mehr.

Die Riksbank bleibt auf Kurs und kämpft entschieden gegen die Inflation an. Der Grund ist klar: “Die Inflation ist zu hoch“, so das Statement. Dabei ist sie sogar sehr vorsichtig, was die Wachstumsaussichten anbelangt: für 2023 revidierte sie ihre BIP-Prognose sogar von -0,7% auf -1,2%. Sollte sich andeuten, dass diese Erwartung zu pessimistisch ist und gleichzeitig die Inflation hartnäckig oben bleibt, könnte sie Anfang 2023 entscheiden, den Leitzins noch weiter anzuheben.

Ich bleibe bei meiner Meinung, dass die SEK zu Unrecht so stark unter der Risikoaversion der letzten Monate gelitten hatte. Sie sollte in den kommenden Quartalen langsam aufwerten, wobei jedoch angesichts der großen (politischen) Unsicherheit die Aufwertung langsamer erfolgen sollte, als wir zuvor angenommen haben.

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Zusammenarbeit mit der EU nicht so einfach

Nur eine kleine Ergänzung zu dem, was mein Chef Ulrich Leuchtmann am Montag und Mittwoch zum Pfund schrieb. Abgesehen davon, dass unter einer Tory-Regierung vermutlich sowieso keine Annäherung an die EU stattfinden wird, ist eine Zusammenarbeit mit der EU à la Schweiz nicht so einfach, wie sich das manche vorstellen.

Seit 1972 und basierend auf damals 100 bilateralen Verträgen bestehen viele einzelne Vereinbarungen der Schweiz mit der EU (mittlerweile über 120). Es handelt sich um maßgeschneiderte sektorielle Abkommen. Je nach Thematik wird alleine 2-10 Jahre verhandelt, bevor eine oft mehrjährige Genehmigungsphase beginnt. Erst nach dieser startet die Anwendung des Abkommens. Einige Themen, wie beispielsweise Strom, befinden sich seit Ende 2007 in Verhandlung. Bei anderen Themenbereichen kommt es manchmal trotz Vereinbarungen zu Unstimmigkeiten, sodass sie neu verhandelt werden müssen oder gar ausgesetzt werden.

Kurzum: selbst wenn irgendwann Großbritannien einen Vorstoß in diese Richtung planen sollte, heißt das nicht unbedingt, dass in kurzer Zeit „alles gut wird“, denn die Verhandlungen mit der EU würden sich zeitlich wohl lange hinziehen. Und je länger Großbritannien seinen eigenen Weg verfolgt, desto eher kann man davon ausgehen, dass es sich weiter von der EU entfernt (in Sachen gemeinsame Standards etc.), was eine spätere Annäherung dann zusätzlich wieder erschweren könnte. Insofern wäre auch die Meldung, dass Großbritannien wirklich faktisch eine Kooperation à la Schweizer Vorbild mit der EU anstrebt, für mich nicht sofort positiv für das Pfund. Vor allem auch im Hinblick darauf, wie kompliziert sich schon die Verhandlungen zum Exit gestalteten, würde ich davon ausgehen, dass Verhandlungen zur engen Kooperation kaum weniger kompliziert würden.

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SN2TK7CallEUR/GBPHebel: 14,4
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DAX-Tief erst im März 2023?

In der Vergangenheit markierte der DAX im März 2003, März 2009 und März 2020 jeweils Tiefpunkte infolge von Rezessionen. Zurzeit gibt es gemischte Signale: Ifo-Index, DAX-Kurs-Gewinn-Verhältnis und pessimistische Profi-Investoren sprechen für den Aktienkauf. Dagegen raten die immer restriktivere US-Geldpolitik und ambitionierte Gewinnmargen-Erwartungen, weiterhin abzuwarten. Der Bärenmarkt dürfte noch anhalten. Wiederholt sich also die Geschichte und Anleger sehen das DAX-Rezessionstief erneut im März?

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