Rohstoffe

EU-Kommission will Ölembargo in sechs Monaten

Energie: EU-Kommission will Ölembargo in sechs Monaten

Der Brentölpreis steigt heute um fast 3% auf knapp 108 USD je Barrel. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat heute den Vorschlag der Kommission für ein Ölembargo gegen Russland vorgestellt. Demnach soll die Einfuhr von russischem Rohöl nach einer Übergangsfrist von sechs Monaten und die von Ölprodukten nach acht Monaten beendet werden. Ungarn und die Slowakei sollen für die Umsetzung Zeit bis Ende 2023 bekommen. Beide Länder sind besonders stark von russischem Öl abhängig und daher nicht in der Lage, in kürzerer Zeit alternative Anbieter zu finden. Ungarn hatte deswegen bis zuletzt mit einem Veto gedroht. Der Vorschlag der EU-Kommission soll heute von den Mitgliedsländern diskutiert und möglicherweise auch darüber abgestimmt werden. Im vierten Quartal 2021 importierten die EU-Länder laut Angaben der IEA tagesdurchschnittlich 3,5 Mio. Barrel Rohöl und Ölprodukte aus Russland. Diese Menge muss nun anderweitig am Markt gefunden werden, was das Angebot ceteris paribus verknappen dürfte, was wiederum für höhere Preise spricht. Dagegen muss sich Russland nach anderen Abnehmern umschauen. Infrage kommt hier insbesondere Indien, das seit der russischen Invasion der Ukraine Bloomberg-Angaben zufolge bereits 20% mehr Rohöl aus Russland importiert hat als im gesamten Vorjahr. Laut informierten Quellen verlangt Indien allerdings einen so starken Preisabschlag, dass der zu zahlende Rohölpreis weniger als 70 USD beträgt. Staatliche Raffinerien könnten dann 15 Mio. Barrel pro Monat abnehmen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SH2HFPShortOil Brent FutureFaktor: -3
SD2S7RLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 3
SH1YFNShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -3
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Energie: US-Gaspreis auf 13-Jahreshoch

Es hat fast den Anschein, als würden die US-Gaspreise zur Zeit mehr als die europäischen auf das Risiko eines Lieferstopps von russischem Gas reagieren: Während letztere seit Mitte März eher seitwärts tendieren, kletterte der US-Gaspreis im gestrigen Handel zwischenzeitlich um 8% auf ein neues 13-Jahreshoch von knapp 8,2 USD je mmBtu. Hintergrund dafür ist der schwache Start in die Auffüllphase der Speicher jenseits des Atlantiks. Die US-Gasvorräte sind seit Anfang April kaum gestiegen und inzwischen fast 20% niedriger als üblich. Zuzuschreiben ist dies u.a. den hohen Exporten. Seit 1. März wird LNG nun auch aus dem siebten LNG-Terminal Calcasieu Pass verschifft. Im April dürften dies laut Schätzungen rund 0,7 Mrd. Kubikfuß pro Tag gewesen sein und bereits im dritten Quartal könnte laut EIA die volle Grundlast-Kapazität von 1,3 Mrd. Kubikfuß pro Tag erreicht werden. Die USA würden damit zum größten LNG-Exporteur der Welt aufsteigen. Doch trotz des immensen LNG-Exportwachstums in den USA darf nicht vergessen werden, dass (brutto) per Pipeline oder LNG nur rund ein Fünftel der US-Produktion exportiert wird. So erklärt sich auch, dass im internationalen Vergleich US-Gas weiterhin günstig ist: In Europa kostet Gas mit 100 EUR je MWh (beim aktuellen EUR-USD-Wechselkurs) viermal so viel wie in den USA.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SH0CH6LongNatural Gas FutureFaktor: 6
SH2HE9ShortNatural Gas FutureFaktor: -6
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Edelmetalle: Goldpreis vor Fed-Zinsentscheidung in Lauerstellung

Der zwischenzeitlich schwächere US-Dollar und zeitweise gefallene Anleiherenditen haben gestern dazu geführt, dass sich der Goldpreis von seinem Tief bei 1.850 USD je Feinunze um knapp 30 USD erholt hat. Die Hauptbelastungsfaktoren der letzten Tage hatten sich also vorübergehend ins Gegenteil verkehrt. Vorübergehend, da sich die Lage heute bereits wieder geändert hat: Der US-Dollar wertet wieder auf und die Anleiherenditen sind ebenfalls auf ihr Ausgangsniveau zurückgeklettert. Dies bedeutet also wieder Gegenwind für den Goldpreis, so dass er am Morgen auf 1.865 USD fällt. Heute Abend gibt die US-Notenbank Fed bekannt, ob bzw. wie stark sie die Zinsen anhebt. Eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte wird allgemein erwartet und ist gemessen an den Fed Fund Futures vollständig eingepreist. Daher wird es fast spannender, wie sich der Fed-Vorsitzende Powell auf der Pressekonferenz zur weiteren Geldpolitik äußert. Gibt er sich sehr falkenhaft und deutet weitere große Zinsschritte auf den nachfolgenden Fed-Sitzungen an, könnte dies den US-Dollar weiter aufwerten und die Anleiherenditen weiter steigen lassen, wodurch der Goldpreis wohl unter Druck käme. Äußert sich Powell dagegen zurückhaltender, würde der Goldpreis davon wohl profitieren und könnte einen Teil seiner Verluste der letzten Tage aufholen. Neben der Zinsentscheidung wartet der Markt auf Details zur geplanten Bilanzreduzierung. Auch diese geben Hinweise, wie eilig es die Fed hat, den geldpolitischen Stimulus zurückzunehmen. Vor der Fed-Zinsentscheidung wird heute Nachmittag in den USA der ADP-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Der Bloomberg-Konsensus rechnet mit einem weiteren starken Stellenaufbau. Dies könnte dem Goldpreis am Nachmittag zusetzen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T69LongGold FutureFaktor: 7
SF5DDAShortGold FutureFaktor: -7
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Industriemetalle: Kupfermarkt in diesem und im nächsten Jahr überversorgt

Im Nachgang zu ihrer Frühjahrstagung letzte Woche hat die International Copper Study Group (ICSG) gestern aktualisierte Prognosen zu Angebot und Nachfrage am globalen Kupfermarkt veröffentlicht. Demnach war der Markt im letzten Jahr erneut stark unterversorgt (Angebotsdefizit von 439 Tsd. Tonnen). Ursprünglich sollte der Markt mindestens ausgeglichen sein. Die Situation wird sich nach Einschätzung der ICSG dieses Jahr aber ändern: Das Angebot soll die Nachfrage um gut 140 Tsd. Tonnen übertreffen, wobei dies bereits wieder eine Abwärtsrevision der Prognose von vor einem halben Jahr darstellt. Das Raffinadeangebot soll in diesem Jahr um über 4% ausgeweitet werden. Es kann sich auf eine deutlich höhere Minenproduktion stützen (+5%), zum Beispiel in der DR Kongo, Peru, Chile. Neben der Inbetriebnahme neuer Schmelzkapazitäten unter anderem in China soll auch mehr Kupferschrott zur Verarbeitung zur Verfügung stehen. Die Kupfernachfrage soll in diesem Jahr „nur“ um knapp 2% zulegen. Sie wird in Schach gehalten durch ein erwartetes schwächeres Wirtschaftswachstum im Zuge des Ukraine-Krieges und der negativen Effekte der coronabedingten Lockdown-Maßnahmenin China. Die ICSG hat auch bereits einen Blick auf 2023 gewagt: Angetrieben durch eine Erholung der Industrieaktivitäten in China und des fortgesetzten Wachstums der wichtigsten Verbrauchssektoren soll die Kupfernachfrage stärker anziehen (+2,8%). Sie wird allerdings weiterhin von der Angebotsausweitung übertroffen (+3,6%), so dass der Angebotsüberschuss im nächsten Jahr auf gut 350 Tsd. Tonnen wachsen soll. Die Prognosen der ICSG sprechen eigentlich gegen einen starken Anstieg des Kupferpreises. Die ICSG hat sich in der Vergangenheit aber oftmals als zu optimistisch erwiesen und musste ihre anfänglichen Einschätzungen revidieren. Nach dem Ende der aktuellen Korrektur – gestern hat der Kupferpreis den Handel bei gut 9.400 USD je Tonne auf dem niedrigsten Stand seit Mitte Dezember beendet – erwarten wir höhere Kupferpreise.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T66LongCopper FutureFaktor: 7
SD335ZShortCopper FutureFaktor: -7
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Gold glänzt als sicherer Hafen und Inflationsschutz

Gold verzeichnete einen ausgesprochen guten Start in das Jahr 2022. Der Preis stieg im ersten Quartal um 6 Prozent, was dem stärksten Zuwachs seit dem zweiten Quartal 2020 und dem besten Jahresauftakt seit fünf Jahren entspricht.

Wie die weiteren Aussichten für das gelbe Edelmetall sind, lesen Sie in der Analyse.