Rohstoffe

EU erwägt Verbot für Transport und Versicherung von russischen Öllieferungen

Energie: EU erwägt Verbot für Transport und Versicherung von russischen Öllieferungen

Die Ölpreise steigen seit gestern kräftig. Brent legte gestern um 5% auf gut 110 USD je Barrel zu, WTI noch etwas stärker auf knapp 108 USD je Barrel. Heute setzte sich der Preisanstieg zunächst fort. In den Marktberichten wird als Begründung auf den gestrigen Vorschlag der EU-Kommission zur Einführung eines Ölembargos gegen Russland verwiesen. In der Tat dürfte die stärkere Nachfrage nach nicht-russischem Öl die Preise tendenziell steigen lassen. Allerdings beinhaltet der Vorschlag eine Übergangsfrist von bis zu acht Monaten und geisterte schon mehrere Tage durch die Gazetten. Von daher ist nicht nachvollziehbar, warum deswegen die Preisreaktion gestern so kräftig war. Wir führen dies auf einen anderen Aspekt des neuen EU-Sanktionspaketes zurück. Demnach soll es in Europa ansässigen Unternehmen künftig verboten werden, Öllieferungen aus Russland über den Seeweg zu transportieren und diese zu versichern. Das soll nicht nur Öllieferungen nach Europa betreffen, sondern die Öllieferungen allgemein. Diese Sanktion hätte somit weitreichendere Folgen für den Ölmarkt als das sich abzeichnende EU-Ölembargo. Denn der Großteil der Versicherungen im Schiffsverkehr unterliegt europäischem Recht. Zudem dürften dann europäische Reedereien keine Ölladungen aus Russland mehr transportieren, vollkommen unabhängig vom Ziel. Die EU möchte, dass diese Sanktion schon Anfang Juni in Kraft tritt. Zuvor müssen die Details aber noch von den Mitgliedsländern diskutiert und darüber abgestimmt werden. Ob alle Mitgliedsländer dem zustimmen werden, was erforderlich ist, bleibt abzuwarten. Insbesondere Länder, in denen die Schifffahrt eine wichtige Rolle spielt, wie Griechenland, Zypern und Malta, zeigen sich reserviert. Im Schatten dieser Ereignisse findet heute das OPEC+-Treffen statt. Informierten Quellen zufolge dürfte sich die OPEC+ darauf verständigen, das Produktionsziel für Juni um weitere 430 Tsd. Barrel pro Tag zu erhöhen. In Realität dürfte die Produktion allerdings kaum steigen, da die Ölproduktion in Russland weiter zurückgehen dürfte. Auch ohne Russland ist die OPEC weiterhin nicht in der Lage, die Ölproduktion wie vereinbart zu erhöhen, wie jüngste Umfragen von Reuters und Bloomberg für April zeigten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SH2HFPShortOil Brent FutureFaktor: -3
SD2S7RLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 3
SH1YFNShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -3
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Fed hat geliefert, Gold steigt dennoch

Die US-Notenbank Fed hat gestern Abend wie erwartet die Leitzinsen um 50 Basispunkte auf jetzt 1,0% angehoben. Dies ist die erste Zinserhöhung um mehr als 25 Basispunkte seit dem Jahr 2000. Der Fed-Vorsitzende Powell stellte auf der Pressekonferenz auch für die nächsten beiden Sitzungen Zinsschritte von 50 Basispunkten in Aussicht, da die Inflation viel zu hoch sei und die Fed rasch handeln werde, um sie möglichst schnell wieder unter Kontrolle zu bekommen. Noch größeren Zinsschritten – also zum Beispiel 75 Basispunkte – erteilte Powell allerdings eine Absage. Mit Verweis auf den außerordentlich robusten Arbeitsmarkt sei die US-Wirtschaft laut Powell weiterhin stark und in einer guten Position, mit einer weniger expansiven Geldpolitik zurechtzukommen. Neben der Zinserhöhung hat die Fed den Startschuss für den Bilanzabbau gegeben: Ab 1. Juni sollen die Anleihebestände um bis zu 47,5 Mrd. USD pro Monat und ab 1. September um bis zu 95 Mrd. USD pro Monat reduziert werden. In Reaktion auf die Fed-Entscheidung und die Absage an stärkere Zinserhöhungen hat der US-Dollar gestern Abend merklich abgewertet und die Anleiherenditen sind etwas gefallen. Beides hat dem Goldpreis Auftrieb gegeben, so dass dieser gestern noch um 0,7% gestiegen ist und heute Morgen weiter zulegt auf rund 1.900 USD je Feinunze. Gold in Euro gerechnet hat sich auf gut 1.790 EUR je Feinunze verteuert. Nicht nur, dass Powell offenbar in den Ohren einiger Marktteilnehmer weniger falkenhaft klang als erwartet. Der Markt hat anscheinend auch noch einige Zweifel, dass es der Fed tatsächlich gelingt, trotz der Zinserhöhungen eine „harte“ Landung der US-Wirtschaft zu vermeiden. Die ADP-Arbeitsmarktdaten fielen gestern schlechter aus als erwartet, hatten vor dem Hintergrund der anstehenden Fed-Entscheidung aber keine Auswirkungen. Morgen wird der offizielle Arbeitsmarktbericht in den USA veröffentlicht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T69LongGold FutureFaktor: 7
SF5DDAShortGold FutureFaktor: -7
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Preise auf Erholungskurs

Nach den Feiertagen in China sind seit heute dort die Märkte wieder geöffnet. An der SHFE in Shanghai zeigen sich die Metallpreise großteils schwächer. Eisenerz an der DCE in Dalian legt immerhin etwas zu. An der LME in London erholen sich die Metallpreise dagegen von ihrem vorherigen Absturz. Aluminium handelte heute Morgen zeitweise wieder oberhalb der Marke von 3.000 USD je Tonne, Zink hat die Marke von 4.000 USD je Tonne zurückerobert, und Kupfer als größter Gewinner steigt um knapp 2% auf 9.650 USD je Tonne. Die Preise setzen damit ihren Anstieg von gestern fort und profitieren wohl in erster Linie vom schwächeren US-Dollar im Zuge der Fed-Sitzung (siehe Edelmetalle oben). Daneben unterstützen offenbar Medienberichte aus China, wonach die chinesische Führung versprochen hat, die Wachstumsziele zu erreichen, ohne die Null-Covid-Strategie aufzugeben. Es wird erwartet, dass in den nächsten Wochen konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Der Nachrichten- und Datenanbieter SMM geht darüber hinaus davon aus, dass der Corona-Ausbruch in Shanghai diesen Monat unter Kontrolle gebracht wird und sich das wichtige Wirtschaftszentrum vollständig erholt.

Die LME hat gestern bekannt gegeben, ab sofort kein Blei aus Russland mehr in ihren Lagerhäusern zu akzeptieren. Sie setzt damit EU-Regularien im Zuge der Sanktionen gegen Russland um. Dieser Schritt ist allerdings eher symbolischer Natur. Im LME-System befindet sich derzeit kein russisches Blei und es ist ohnehin nur eine russische Bleimarke zum Handel an der LME zugelassen. Der Bleipreis ist auf die Meldung hin gestern dennoch merklich gestiegen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T66LongCopper FutureFaktor: 7
SD335ZShortCopper FutureFaktor: -7
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Gold glänzt als sicherer Hafen und Inflationsschutz

Gold verzeichnete einen ausgesprochen guten Start in das Jahr 2022. Der Preis stieg im ersten Quartal um 6 Prozent, was dem stärksten Zuwachs seit dem zweiten Quartal 2020 und dem besten Jahresauftakt seit fünf Jahren entspricht.

Wie die weiteren Aussichten für das gelbe Edelmetall sind, lesen Sie in der Analyse.