Rohstoffe

Eskalation im Mittleren Osten führt zu kräftig steigenden Ölpreisen

Energie: Eskalation im Mittleren Osten führt zu kräftig steigenden Ölpreisen

Die zunehmenden Spannungen im Mittleren Osten lassen die Ölpreise kräftig steigen. Seit der gezielten Tötung eines hochrangigen iranischen Generals durch einen US-Luftangriff am Flughafen von Bagdad am Freitagmorgen verteuerte sich Brent um ca. 5 USD. Heute Morgen kostet das Barrel Brent mehr als 70 USD, so viel wie zuletzt Mitte September nach den Angriffen auf saudi-arabische Öleinrichtungen. WTI hat das September-Hoch bereits überschritten und erreichte mit knapp 65 USD den höchsten Stand seit April 2019. Die Nachrichten vom Wochenende deuten auf eine weitere Eskalation hin. Der Iran hat gestern den vollständigen Rückzug aus dem Atomabkommen verkündet und will ab sofort wieder unbegrenzt Uran anreichern. Das irakische Parlament hat beschlossen, dass alle ausländischen Truppen das Land verlassen sollen, woraufhin US-Präsident Trump dem Irak Sanktionen angedroht hat. Im Falle einer iranischen Vergeltung für den US-Luftschlag hat Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht. Angesichts dieser Nachrichtenlage ist der Weg für einen weiteren Anstieg der Ölpreise vorgezeichnet, auch wenn es bislang noch nicht zu Angebotsausfällen gekommen ist. Zu den Vergeltungsmaßnahmen des Iran könnten auch Angriffe auf Öleinrichtungen in der Region oder die Störung des Tankerverkehrs zählen. Sollte der Irak ins Chaos stürzen, könnten bis zu 4 Mio. Barrel pro Tag gefährdet sein. Eine derart große Menge könnte auch von Saudi-Arabien nicht aufgefangen werden. Eine Risikoprämie auf den Ölpreis ist daher gerechtfertigt, die wir aktuell auf mindestens 5 USD beziffern. Zusätzlichen Auftrieb gab den Preisen am Freitag ein überraschend deutlicher Rückgang der US-Rohöllagerbestände, wozu rekordhohe Ölexporte und ein Steuereffekt zum Jahresende beitrugen. Die US-Netto-Rohölimporte fielen in der letzten Woche erstmals unter 2 Mio. Barrel pro Tag. Unter Einbeziehung der Ölprodukte waren die USA sogar nennenswerter Netto-Ölexporteur.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3THV Long Brent Oil Future Faktor: 5
CU54XX Short Brent Oil Future Faktor: -5
CU3THU Long WTI Oil Future Faktor: 5
CU54X3 Short WTI Oil Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold legt als sicherer Hafen stark zu

Die Eskalation der Lage im Mittleren Osten (siehe Energie oben) hat zu einer Flucht der Anleger in Gold geführt. Denn Gold wird in Krisenzeiten als sicherer Hafen angesehen. Entsprechend hat der Goldpreis seit Jahresbeginn deutlich zugelegt und ist heute Morgen auf 1.580 USD je Feinunze gestiegen. Dies ist der höchste Stand seit April 2013. Auch Gold in Euro gerechnet legt zu: Es verteuert sich auf 1.415 EUR je Feinunze, was sogar ein Rekordhoch darstellt. Es ist in den letzten Tagen etwas stärker gestiegen als Gold in US-Dollar, da die US-Währung aufgewertet hat. Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass in Krisenzeiten auch der US-Dollar als sicherer Hafen gefragt war. Der Großteil des Preisanstiegs von Gold dürfte über den Futures-Markt erfolgt sein, da sich die ETF-Anleger in den ersten Tagen des neuen Jahres mit Käufen noch zurückgehalten haben. Im Fahrwasser von Gold wird Silber mit nach oben gezogen: Es steigt um gut 2% und damit sogar stärker als Gold auf fast 18,5 USD je Feinunze. Auch Palladium zieht mit: Mit rund 2.020 USD je Feinunze erreicht es ein neues Rekordhoch. Platin legt dagegen nur leicht zu und bleibt noch unter der Marke von 1.000 USD je Feinunze. Warum die industriellen Edelmetalle im aktuellen, von hoher Risikoaversion geprägten Marktumfeld steigen, erschließt sich uns auf den ersten Blick jedoch nicht. Die hohen Goldpreise fordern mancherorts allerdings ihren Tribut, so zum Beispiel in Indien. Laut Regierungskreisen sind die indischen Goldimporte 2019 auf ein 3-Jahrestief von 831 Tonnen gefallen. Und die Goldnachfrage dort dürfte nicht so schnell anziehen, da der Goldpreis in Indischer Rupie seit Mitte Dezember stark gestiegen ist und heute ein neues Allzeithoch erreicht hat.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CU3THG Short Gold Future Faktor: -10
CU0E62 Long Silver Future Faktor: 8
CU3THF Short Silver Future Faktor: -8
CU0E6Y Long Palladium Future Faktor: 5
CU3THB Short Palladium Future Faktor: -5
CU0E6X Long Platinum Future Faktor: 5
CJ7RL7 Short Platinum Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Metallpreise trotz Krisenstimmung erstaunlich robust

Trotz der hohen Risikoaversion der Marktteilnehmer, die sich in teilweise stark fallenden Aktienmärkten und steigenden Goldpreisen widerspiegelt, halten sich die Metallpreise unseres Erachtens erstaunlich gut. Kupfer kostet trotz leichter Verluste noch mehr als 6.100 USD je Tonne. Zink legt heute Morgen sogar um 1% auf 2.330 USD je Tonne zu. Einzig Nickel hat merklich Federn lassen müssen und ist am Freitag um 3,5% klar unter 14.000 USD je Tonne gefallen. Offenbar geben die deutlich gestiegenen Ölpreise den Metallpreisen Unterstützung. Anderweitig sind die robusten Preise unserer Meinung nach kaum zu erklären. Verhaltene Konjunkturdaten aus China und den USA wurden in den letzten Tagen von den Marktteilnehmern ignoriert. In China hat sich der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Dezember immerhin über der Marke von 50 gehalten und damit eine gewisse Stabilisierung der Wirtschaft angedeutet. In den USA ist der ISM-Index allerdings entgegen den Erwartungen auf den tiefsten Stand seit Mitte 2009 gefallen. Dass es wie von US-Präsident Trump bereits angekündigt am 15. Januar wohl zur Unterzeichnung des „Phase-1-Abkommens“ im Handelsstreit zwischen den USA und China kommt, ist unseres Erachtens nicht ausreichend, den Metallpreisen Auftrieb zu geben. Die dann folgenden Verhandlungen über weitere Teilabkommen werden ungleich schwieriger, da sie sensible Themen wie den Schutz geistigen Eigentums umfassen, die bislang außen vor geblieben sind. Wir denken nicht, dass sich die Metallpreise dauerhaft gegen die aktuelle Krisenstimmung an den Märkten stemmen können.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU6XLF Long Copper Future Faktor: 8
CL1Y53 Short Copper Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.