Währung

Es könnte eine gute Woche am Devisenmarkt werden

Es könnte eine gute Woche für den Euro werden

Diese Woche könnte eine gute Woche für den Euro werden. Denn die Konjunkturdaten, die veröffentlicht werden, dürften mit teils kräftigen Pluszeichen aufwarten. Nachdem ein Großteil die Wirtschaft im März und vor allem April zum Stillstand kam, wurden die scharfen Beschränkungen im Mai zusehends gelockert, sodass die Wirtschaftsaktivität wieder zunahm. Diese Gegenbewegung, die die Stimmungsindikatoren schon angedeutet haben, spiegelt sich nun in den harten Zahlen wider. Zu sehen war sie bereits in den deutschen Einzelhandelsumsätzen letzte Woche oder den deutschen Auftragseingängen und europäischen Einzelhandelsumsätzen zu Wochenbeginn. Heute folgt die Industrieproduktion Deutschlands, Freitag die von Italien und Frankreich. Es wäre ein Fehler, anhand dieser Daten davon auszugehen, dass die Krise bald überstanden ist und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Denn nach dem Stillstand während der Lockdowns ist eine Zunahme der Wirtschaftsaktivität infolge der Lockerungen keine Überraschung. Der weitere Verlauf der Entwicklung kann hiervon jedoch nicht abgeleitet werden. Nach wie vor sind wir der Meinung, dass die Folgen der Krise länger auf der Wirtschaft lasten werden und deshalb nach einer ersten Gegenbewegung die weitere Entwicklung schleppend verlaufen wird. Die Durststrecke der Wirtschaft ist aller Voraussicht nach leider noch nicht vorüber.

Ungeachtet dieser Tatsache wird sich der nach frohen Botschaften lechzende Markt aber wohl freudig auf die positiven Zahlen stürzen. Endlich wieder Pluszeichen vor harten Konjunkturdaten aus der Eurozone! Gleichzeitig dürften die Neuigkeiten aus den USA zu den Neuinfektionen weiterhin mau bleiben. Solange aber keine dramatischen Nachrichten den Markt überraschen und ihn wieder risikoscheu werden lassen, könnte der Euro von der positiven Stimmung und den offenkundig freundlichen Makrodaten profitieren und sich in den nächsten Tagen sogar über der 1,13-Marke etablieren.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU2XLRLongEUR/USDFaktor: 5
CU54YQShortEUR/USDFaktor: -5
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

CNY: Die Rally

Die Erleichterungsrally an den chinesischen Märkten war recht intensiv und schnell. USD-CNY testet inzwischen die 7er-Marke. Das wiederum hat die Risikostimmung mit Blick auf asiatische Währungen beflügelt. Seitdem der Markt Ende Mai von der Causa Hongkong durchgeschüttelt und häufig befürchtet wurde, dass der Renminbi (CNY) rasch abwerten könnte, sind die tatsächlichen Bewegungen des CNY für den Markt inzwischen eine völlige Überraschung. Nach meiner Einschätzung ist der Höhenflug des CNY insbesondere einem Umstand geschuldet: Die allgemeinen Beziehungen zwischen den USA und China waren irgendwo weniger angespannt als von vielen befürchtet, obwohl das allgemeine Klima rau bleibt. Heute Vormittag sickerten einige Nachrichten durch, wonach Trump neue Erlasse zur Bestrafung chinesischer Unternehmen unterzeichnen wird. Dennoch ignorierte der Markt diese Negativschlagzeilen einfach. Das zeigt, dass nach jahrelangen Handelsspannungen ein gewisser Gewöhnungseffekt eingetreten ist. Doch noch einmal: Obwohl ich den jüngsten Höhenflug des CNY für nachvollziehbar halte, bleibt Vorsicht geboten. Der CNY ist eine Währung, die immer für Überraschungen gut ist.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ1NSLCallUSD/CNHHebel: 8,2
CJ1E4GPutUSD/CNHHebel: 8,0
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Die RBA macht’s richtig

Die Reserve Bank of Australia (RBA) ließ heute früh ihre Geldpolitik unverändert: Leitzins bei 0,25%, Renditeziel der 3-jährigen Anleihen bei 0,25%, Forward Guidance langfristig niedriger Zinsen, bis Beschäftigungs- und Inflationsziel erreicht sind. Bislang konnte die RBA es vermeiden, in großem Stil Anleihekäufe zu tätigen, um das Renditeziel zu erreichen. Abgesehen von den Renditen der kurzen Anleihen, die zuletzt etwas angezogen haben, hat ihr Renditeziel von 0,25% für die 3-jährigen Staatsanleihen gut gehalten. Die RBA macht es meines Erachtens richtig, wenn sie sich das Pulver trocken halten möchte. Denn die Gefahr einer zweiten Infektionswelle in Australien nicht ist gebannt, da die Zahlen im Staat Victoria wieder gestiegen sind, sodass die Grenze zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Staaten Victoria und New South Wales geschlossen wurde. Vor diesem Hintergrund ist es auch zweitrangig, dass sich die Wirtschaft des größten Handelspartners China weiter erholt und sich trotz des Beschäftigungseinbruchs laut RBA die “Bedingungen zuletzt stabilisiert haben” und der “Abschwung weniger ernst war als gedacht”. Allerdings bleiben die Art und das Tempo der wirtschaftlichen Erholung höchst unsicher, so die RBA. Die Arbeitslosenquote ist parallel zu denen anderer Industrienationen weiter gestiegen und unterzeichnet die Arbeitslosigkeit sogar noch, da viele Beschäftigte gar nicht erst auf Jobsuche gehen, wohl wissend, dass sie derzeit keinen finden, und damit aus der Statistik herausfallen (und sich nur in einer geringeren Partizipationsrate niederschlagen). Der Juni-Bericht nächste Woche dürfte kaum ein besseres Bild zeichnen.

Die RBA macht meines Erachtens deshalb alles richtig, wenn sie stillhält, die Entwicklung genau verfolgt und gegebenenfalls ihre Anleihekäufe ausweitet, gleichzeitig aber immer wieder die Regierung auffordert, ihre Stimulierungsmaßnahmen über den September hinaus beizubehalten. Die Entscheidung der RBA war eingepreist, sodass der AUD heute früh kaum reagiert. Solange das Risiko einer zweiten Infektionswelle nicht weiter zunimmt, sollte der AUD weiterhin in seiner 0,68-0,7050-Spanne gegenüber dem Dollar bleiben. Sofern der AUD nicht darüber hinaus aufwertet, dürfte die RBA sich mit Kommentaren zu seiner Entwicklung zurückhalten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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CU9UZXCallAUD/USDHebel: 8,0
CL9RE0PutAUD/USDHebel: 8,0
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