Währung

Es geht weiter im Brexit – weiter in die Verlängerung

GBP – Es geht weiter im Brexit – weiter in die Verlängerung

Eins muss man Boris Johnson lassen: er ist einen Schritt weiter gekommen als seine Vorgängerin Theresa May. Denn das britische Unterhaus stimmte gestern Abend mit 329 zu 299 Stimmen für die zweite Lesung der Gesetzesvorlage zum Austritt (Withdrawal Agreement Bill) und nahm damit die erste Hürde. Das heißt, das Parlament möchte mit dem Gesetzgebungsverfahren vorankommen. Allerdings wollten sich die Abgeordneten nicht zwingen lassen, innerhalb von 2 1/2 Tagen (bis Donnerstagabend) eine derart wichtige und umfangreiche Gesetzgebung durchdrücken zu müssen, damit ein Austritt mit Abkommen nächste Woche möglich ist, weshalb es den von Johnson beantragten Zeitplan zum Verfahren ablehnte. Ein Austritt bis zum 31. Oktober ist jetzt nahezu unmöglich, denn heute und morgen wird das Unterhaus nur über das Regierungsprogramm (Queen’s speech) debattieren, bspw. über das Gesundheitssystem, und Freitag tritt es nicht zusammen. Da auch noch das Oberhaus über die WAB abstimmen müsste (und hierfür ebenfalls mehrere Tage benötigt), bevor dann die EU ihr Go zum Austrittsabkommen gibt, wird die Zeit einfach zu knapp. Das Gesetzgebungsverfahren liegt jetzt erstmal auf Eis.

Jetzt liegt der Ball wieder im Spielfeld der EU, denn der Brexit geht höchstwahrscheinlich in die Verlängerung. Die Frage ist nur, wie lange wird verlängert? Wie von Johnson beantragt bis zum 31. Januar, kürzer oder länger? Um das WAB-Gesetz formal durchzubringen, würde eine Verlängerung von vier Wochen vermutlich reichen. Aber wer möchte dies Risiko schon eingehen, schließlich dürften zahlreiche Änderungsanträge zum WAB eingereicht werden. Insofern sieht es eher danach aus, als würde die EU den 31. Januar akzeptieren, was Ratspräsident Donald Tusk seinen Regierungskollegen angeblich auch vorschlagen möchte. Ein längerer Zeitraum birgt die Gefahr, dass eine Einigung in der britischen Politik mangels Zeitdruck wieder schwieriger wird. Allerdings gäbe es dann genügend Zeit für Neuwahlen, die möglicherweise ein klareres Votum für die eine oder andere Richtung im Brexit-Prozess liefern könnten. Wohlgemerkt: könnten. Sicher wäre das auch nicht. Außerdem ist hier das Problem, dass Johnson, der immer wieder gedroht hat, er wolle Neuwahlen anstreben, sollte sein Zeitplan nicht akzeptiert werden, keine Mehrheit im Parlament besitzt, und sich deshalb nicht sicher sein kann, dass eine Abstimmung zugunsten von Neuwahlen ausfällt.

Das Pfund gab einige seiner Gewinne gestern Abend wieder ab, nachdem viele Optimisten einsehen mussten, dass die Hoffnung auf ein Happy End nächste Woche gestorben ist. Da es mit der Verlängerung aber in die nächste Runde geht und ein harter Brexit unwahrscheinlich ist, dürften sich die Verluste kurzfristig erst einmal in Grenzen halten und das Pfund auf den aktuell vergleichsweise hohen Niveaus der weiteren Dinge harren, die da kommen.

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EUR – Wechsel im EZB-Direktorium Randnotiz für den Euro

Offensichtlich wird die Bundesregierung als Nachfolgerin von Sabine Lautenschläger im EZB-Direktorium die Bonner Wirtschaftsprofessorin Isabel Schnabel vorschlagen. Unseren Experten zufolge tendiert Schnabel gemessen an ihren Aussagen vermutlich nicht ganz so stark ins Falkenlager wie ihre Vorgängerin. Dennoch dürfte sie eher dem Falkenlager zugeneigt sein, da sie beispielsweise die jüngsten expansiven Maßnahmen der EZB nicht unterstützte. Insofern dürfte diese Entscheidung eher eine Randnotiz für den Euro sein, aber der Markt wird zukünftig natürlich Aussagen von Schnabel erst einmal kritisch unter die Lupe nehmen.

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SEK – Riksbank dürfte morgen nicht auf neutral schwenken

Die Aussichten für die exportlastige schwedische Konjunktur haben sich seit der letzten Sitzung der Riksbank im September eingetrübt. Damals senkte die Riksbank bereits den Zinspfad auf die längere Sicht, da die Wirtschaft in eine etwas ruhigere Phase überginge, weshalb sie ihre Wachstumsprognose auch leicht senkte, hielt aber daran fest, dass sie den Leitzins Ende dieses Jahres (also im Dezember) oder Anfang kommenden Jahres noch einmal anheben wird. Der Einkaufsmanagerindex ist seitdem deutlich unter die 50-Marke gefallen, die Inflationserwartungen sind gesunken und die Inflation liegt unter dem Inflationsziel von 2%. Außerdem war die Arbeitslosenquote im August und September ungewöhnlich hoch, was aber statistischen Gründen geschuldet sein könnte. Angesichts dieser Entwicklungen mehrten sich zuletzt Stimmen im Notenbankrat, die weitere Zinserhöhungen in Frage stellen. Der unterliegende Inflationstrend ist aber zuletzt wieder gestiegen, außerdem notiert die Krone auf schwachen Niveaus, was mittelfristig zu stärkerem Inflationsdruck führen könnte. Die Falken im Rat dürften hierin Argumente für ihre Sichtweise sehen und lieber noch die nächsten Datenrunden abwarten wollen. Deshalb dürfte es morgen noch zu früh sein, dass die Riksbank ihren Zinserhöhungsplänen endgültig eine Absage erteilt. Vorstellen kann ich mir, dass sie sich stärker darauf festlegt, dass eine Zinserhöhung erst im kommenden Jahr ansteht und dann unter Umständen auch später kommen könnte. Damit hätte sie dann auf ihrer letzten Sitzung dies Jahr im Dezember anlässlich der Veröffentlichung der neuen Prognosen im Geldpolitischen Bericht mehr Spielraum, um ihre weitere Vorgehensweise zu begründen. Der Markt rechnet derweil damit, dass die Riksbank in Richtung neutral umschwenken wird und sieht sogar eine geringe Chance für eine Zinssenkung im Dezember. Das dürfte sich als übertrieben herausstellen, weshalb die Krone bei einer anhaltend restriktiven Haltung der Riksbank morgen wieder etwas an Boden gut machen sollte.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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HUF – Zentralbank tastet Guidance nicht an, will aber Geldpolitik überdenken

Die ungarische Zentralbank (MNB) beließ gestern alle geldpolitischen Parameter unverändert. Zwar klang der geldpolitische Ausschuss (MPC) mit seiner Betonung der Abwärtsrisiken für den Inflationsausblick taubenhaft. Doch nach unserer Einschätzung werden die Währungshüter die Geldpolitik nicht kurzfristig lockern, sondern könnten bis zu den Dezember-Inflationszahlen am Status quo festhalten. Die Zentralbank hat gerade ihren geldpolitischen Werkzeugkasten überprüft und dabei bekannt gegeben, die unkonventionellen Instrumente, die auf die kurzfristigen Renditen abzielen, demnächst weiter zu vereinfachen. Ebenso werden Instrumente für die langfristigen Renditen einer Feinabstimmung unterzogen. Derartige Änderungen könnten zeitgleich mit dem Inflationsbericht für das 4. Quartal unter Dach und Fach sein. Im letzten Monat hatte die Zentralbank ihr QE-Volumen (Forint-Swaps) um 100 Mrd. HUF aufgestockt. Gestern jedoch hat sie dieses Volumen weder erweitert noch eine Ausdehnung ihres 300 Mrd. HUF schweren Programms zum Kauf von Unternehmensanleihen angekündigt. Dahinter könnte die Überprüfung der genannten Instrumente stecken. Ein weiterer Grund könnte darin bestehen, dass sich die Kerninflation entgegen den Erwartungen seit der letzten MPC-Sitzung beschleunigt hat. Doch die Inflationsbewertung der MNB hat sich dadurch nicht wesentlich geändert. Denn der MPC betonte gestern erneut die Abwärtsrisiken für die Inflationsprojektionen infolge der Schwäche in der Eurozone. Dementsprechend erwarten wir mittelfristig, dass die MNB weitere Maßnahmen zur geldpolitischen Lockerung einleiten wird. Ebenso schließen wir eine Senkung des Einlagensatzes nicht aus, weil auch die EZB diesen Zins senken dürfte. Kurzfristig gehen wir davon aus, dass EUR-HUF um die 330er-Marke herum seitwärts tendiert und im 1. Quartal 2020, wenn sich die Teuerung unseres Erachtens abschwächt, in Richtung 325,00 zurückfällt

 

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
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CJ6PS4 Call EUR/HUF Hebel: 5,0
CU9ZRQ Put EUR/HUF Hebel: 5,0
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