Rohstoffe

Erste Risse in der Ölpreisrally

Energie: Ölpreise trotz positiver US-Lagerdaten im Rückwärtsgang

Geht den Ölpreisen nach drei Wochen nahezu ununterbrochenem Anstieg allmählich die Puste aus? Zumindest fallen sie heute den zweiten Tag in Folge. Brent handelt am Morgen bei 63 USD je Barrel, WTI rutschte wieder unter die Marke von 60 USD. Zwischen dem gestern verzeichneten Hoch und dem Tief am frühen Morgen lagen bei beiden Preisen sogar mehr als 3 USD. Dass die Luft für die Preise dünn wird und eine Korrektur anstehen könnte, zeichnete sich bereits gestern Nachmittag ab, als die Preise nicht mehr auf die überaus positiven US-Lagerdaten reagierten. Diese wiesen einen unerwartet kräftigen Rückgang der US-Rohöllagerbestände um 7,3 Mio. Barrel aus, womit der bereits starke Lagerabbau des API nochmals übertroffen wurde. Begünstigt wurde dies durch deutlich gestiegene Exporte. Die US-Rohölvorräte fallen bereits seit Wochen gegen den saisonalen Trend. In der Folge sind sie erstmals seit März 2020 wieder auf den 5-Jahresdurchschnitt zurückgefallen. Damals begann mit der Corona-Pandemie der massive Lageraufbau. 11 Monate später ist dieser somit rückgängig gemacht. Die US-Benzinbestände sind letzte Woche deutlich weniger gestiegen als erwartet, da die Benzinnachfrage auf ein 3-Monatshoch stieg. Der deutliche Rückgang der Destillatebestände war auf eine robuste Destillatenachfrage zurückzuführen, die das höchste Niveau seit 15 Monaten erreichte. Hier könnte bereits die kalte Witterung eine Rolle gespielt haben. Möglicherweise ist deswegen letzte Woche bereits auch die US-Ölproduktion leicht zurückgegangen. Der Einfluss des Kälteeinbruchs dürfte so richtig aber erst in den nächsten Daten zu sehen sein. Einige Schätzungen gehen davon aus, dass 40% der US-Ölproduktion infolge der extremen Witterung ausgefallen sind. Während diese recht schnell wieder hochgefahren werden dürfte, scheint sich der Fokus nun stärker auf die Raffinerien zu richten, die möglicherweise länger brauchen werden, um ihre Produktion wieder aufzunehmen. Deswegen könnte es in den nächsten Wochen zu einem Anstieg der Rohölvorräte kommen. Auch dies könnte ein Grund dafür sein, weshalb die Euphorie am Ölmarkt spürbar nachlässt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold kurzfristig pfui, langfristig hui!

Der Goldpreis kann seine Schwäche nicht überwinden. Obwohl die Aktienmärkte nun doch etwas unter Druck kamen und der US-Dollar ebenfalls abwertete – beides sind unterstützende Argumente für Gold, das sowohl als sicherer Hafen als auch als Antipode zum US-Dollar agiert – ist der Goldpreis erstmals seit Anfang Juli kurzzeitig auf 1.760 USD je Feinunze gefallen. Offensichtlich sind die Anleger desillusioniert und steigen aus, weil sie kurzfristig kein weiteres Potenzial nach oben sehen. Deswegen vermelden die Gold-ETFs weiter stetige Mittelabflüsse; deren Bestände gingen gestern um über zwei Tonnen zurück. Möglicherweise schichten aber auch einige Anleger aus Gold in Bitcoin und andere Kryptowährungen um, die zuletzt eine fulminante Rally hingelegt haben. Mit einem Wert von über 50.000 USD und einer Marktkapitalisierung von annähernd 1 Bio. USD ist Bitcoin zu einer erst zu nehmenden Anlagealternative geworden, wobei mehr und mehr institutionelle Anleger Geld in Kryptowährungen anlegen. Das ist angesichts der aktuellen Liquiditätsflut weltweit nicht weiter verwunderlich und ist ein Zeichen der massiven Vermögenspreisinflation der letzten Monate. Kurzfristig kann das die spekulative Nachfrage nach Gold belasten. Langfristig jedoch sehen wir Gold als wertstabile(re) Anlage, die sich insbesondere in unsicheren, sprich volatilen, Zeiten eignet. Aktuell sind jedoch die Volatilität der Finanzmärkte und die Risikowahrnehmung der Anleger recht gering. Wir rechnen nun mit einer Rückkehr des Goldpreises auf 2.000 USD je Feinunze bis zum Jahresende. Bis Ende 2022 dürfte der Goldpreis angetrieben durch die Anlegernachfrage auf 2.300 USD je Feinunze steigen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB3T6ELongSilver FutureFaktor: 5
SD3ALZShortSilver FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Die Rally geht weiter

Die Rally der Metallpreise geht scheinbar unvermindert weiter. Sowohl an der SHFE in Shanghai als auch an der LME in London stürmen die Preise weiter nach oben. Kupfer erreicht heute Morgen ein neues Hoch bei über 8.700 USD je Tonne, Nickel kostet 19.500 USD je Tonne und Aluminium verteuert sich auf 2.150 USD je Tonne. Angetrieben durch Käufe an der SHFE verzeichnet Zinn im frühen LME-Handel den größten Gewinn. Eine Tonne kostet mittlerweile 25.500 USD. An diesem kleinen Markt scheint der „squeeze“ also weiterzugehen, die Terminkurve ist am vorderen Ende nach wie vor stark in Backwardation. Gestern ist der LME-Industriemetallindex auf ein 9-Jahreshoch gestiegen. Von seinem Corona-Tief letzten März hat er um fast 70% zugelegt. Allein im Februar beträgt das Plus mittlerweile 9%. Gestern wurden die Metallpreise durch die Rückkehr der chinesischen Händler angetrieben, die sich am Markt austobten. Zudem hat der schwächere US-Dollar unterstützt. Der Preisanstieg heute Morgen erfolgt entgegen verhaltener Aktienmärkte. Aktuell überschlagen sich viele Research-Häuser mit immer höheren Preisprognosen für Industriemetalle und hier allen voran Kupfer. Wir teilen diese Euphorie noch nicht. Unseres Erachtens ist der Preisanstieg stark spekulativ getrieben und steht daher auf wackeligen Beinen. Dies dürfte die CFTC-Statistik heute Abend zeigen. Wir gehen davon aus, dass die Wetten auf steigende Kupferpreise abermals deutlich ausgeweitet wurden. Nach der mittlerweile fast einem Jahr andauernden Rally, die die Preise in damals ungeahnte Höhen getrieben hat, halten wir eine Korrektur für längst überfällig. Unseres Erachtens sind viele Metallmärkte nicht so angespannt wie derzeit oftmals angeführt wird. Ähnlich wie am Ölmarkt ist die Wahrnehmung auch an den Metallmärkten aktuell selektiv. Es wird sich auf die durchaus positiven Nachfrageaussichten gestürzt, dabei aber außer Acht gelassen, dass das Angebot mit einer zunehmenden Normalisierung der Lage ebenfalls ausgeweitet wird.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!