Währung

Erdrutschgefahr im Euro

Konjunktursorgen lasten auf dem Euro

Der Tiefflug in EUR-USD seit Anfang des Monats ist einem stärkeren US-Dollar zuzuschreiben. Aber nicht nur. Wie unsere Währungsindizes zeigen, ist auch zu einem großen Teil ein schwächelnder Euro verantwortlich. Das ist an sich wenig überraschend, da die Gemeinschaftswährung von einer erhöhten Risikoaversion an den Märkten im Zuge des Coronavirus, bzw. neuerdings Covid-19-Virus genannt, profitiert hatte, wenn auch weniger als der Dollar. Nun, da die Ängste zurückgehen, wird diese Euro-Stärke wieder korrigiert.

Aber es finden sich auch andere Belastungsfaktoren für den Euro. So erlitt die Währung einen vergleichbaren Schwächeanfall zuletzt im Sommer letzten Jahres. Damals herrschte konjunkturelle Untergangsstimmung, Zinssenkungsspekulationen liefen auf Hochtouren und setzten dem Euro zu. Zum Teil dürfte die aktuelle Euro-Schwäche ähnlich begründet sein, wobei die Lage nicht ganz so schlimm ist wie im August. Es besteht zwar Einigkeit darüber, dass der Covid-19-Virus und dessen Folgen für die chinesische Wirtschaft auch die Wirtschaftsaktivität im Euroraum beeinträchtigen werden. Jegliche Rückgänge dürften jedoch größtenteils wieder aufgeholt werden, spätestens wenn sich die Lage in China wieder normalisiert hat. Grundsätzlich scheinen die Investoren auch durch diese Konjunkturdelle hindurchzuschauen, weshalb sich die Lage an den Märkten insgesamt beruhigt hat. Doch im Euroraum halten sich die Konjunktursorgen noch etwas hartnäckiger, wie sich auch an den Zinsmärkten ablesen lässt, die schon wieder die Chance auf eine Zinssenkung wittern.

Sollten die Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum kurzfristig enttäuschen, würde dies die Sorgen wohl stärken und den Euro weiter unter Druck setzen. Allerdings ist die Hürde zu einer weiteren geldpolitischen Lockerung hoch. Schon die Maßnahmen im letzten Jahr wurden offenbar nur mit Ach und Krach und entgegen vieler kritischer Stimmen durchgebracht. Dazu erscheint die neue EZB-Präsidenten Christine Lagarde weitaus mehr auf Harmonie im EZB-Rat bedacht als es ihr Vorgänger war. Konjunkturell müsste es also schon richtig bergab gehen, damit sich ein Konsens für weitere expansive Schritte findet. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Markterwartungen früher oder später enttäuscht werden.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Der Wille der SNB wird getestet

Besonders fatal ist die Euro-Schwäche für die Schweizerische Nationalbank. Denn Spekulanten dürften bei den aktuellen EUR-CHF-Kursen zunehmend Blut lecken und dazu verführt sein, den Willen der SNB zu testen, eine weitere Franken-Stärke zu begrenzen. Dies könnte den Druck auf den Kurs weiter erhöhen. Denn aktuell drückt noch in erster Linie der schwache Euro und nicht ein starker Franken auf das Währungspaar. Tendenziell schwächelt der Franken eher, was angesichts der zurückgehenden Virus-Ängste Sinn macht. Gegenüber dem japanischen Yen hat die Schweizer Währung seit Mitte Januar sogar abgewertet. Richtig kritisch für die SNB wird es, wenn sich zu der Euro-Schwäche auch noch Franken-Stärke mischt, was ein Indiz dafür wäre, dass Spekulationen gegen die Notenbanker Überhand nehmen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XL0 Long EUR/CHF Faktor: 5
CU54YZ Short EUR/CHF Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

ZAR: Wird es eine bewegende Rede des Präsidenten zur Lage der Nation?

Gut sechs Wochen vor Moody’s Ratingentscheid und knapp zwei Wochen vor der Budgetpräsentation des Finanzministers hält der südafrikanische Präsident heute zum dritten Mal die Rede zur Lage der Nation. Nach zwei Jahren im Amt haben sich die Herausforderungen des Landes mit Blick auf Wachstum, Beschäftigung, öffentliche Finanzen und die maroden staatlichen Unternehmen – Stichwort: Stromversorgung – verschärft. Denn bei der Lösung ist die Regierung kaum über den Ankündigungsmodus hinaus gekommen. Entsprechend deutlich hat sich die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern abgekühlt; die Geduld von Investoren – und Ratingagenturen – ist stark strapaziert. Die für heute erhoffte Ankündigung eines Paktes zwischen COSATU, dem größten Gewerkschaftsverband, und der Unternehmensvereinigung Südafrikas zur Lösung der Schuldenkrise beim staatlichen Stromversorger wurde mangels Einigung unter den verschiedenen Gewerkschaften vertagt. Es scheint eher ein Kamel durch ein Nadelöhr zu gehen, als dass sich die verschiedenen Interessengruppen auf einen Weg verständigen können. Was also kann die Rede heute in Bewegung bringen, auch mit Blick auf die ZAR-Wechselkurse, die aktuell eher von externen Faktoren dominiert werden? Sollte der Präsident einschneidende Reformschritte wie etwa eine Mehrwertsteuererhöhung in Aussicht stellen, dürfte der Rand hiervon zumindest kurzfristig profitieren. Wiederholte weniger konkrete Ankündigungen oder Appelle zur Einigung dürften hingegen kaum ausreichen, um Investoren zu überzeugen und den Rand nachhaltig zu stützen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU9NYX Call EUR/ZAR Hebel: 5,4
CJ5RE1 Put EUR/ZAR Hebel: 6,1
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Riksbank senkt Inflationsprognosen deutlich, na und?

Alles in allem war die Zinssitzung der Riksbank ein Non-Event für die SEK-Wechselkurse. Die Aufwertung der Krone gestern lässt sich vielmehr auf eine allgemein positive Marktstimmung zurückführen. Ein Detail löste allerdings kurzzeitig etwas Aufregung aus: Die Notenbank senkte ihre Prognose für das von ihr bevorzugte Inflationsmaß für dieses Jahr deutlich, genau genommen von 1,7% auf 1,3%, womit die Inflation weit unter ihrem Ziel liegen würde. Gleichzeitig behielt sie ihre Zinsprognosen, die einen auf absehbare Zeit unveränderten Zins bei 0% signalisieren, unverändert. Dies hätte man durchaus als falkenhaft interpretieren können, war es aber nicht. Denn der Grund für die Abwärtsrevision ist ein niedrigerer Ölpreis, nicht jedoch die Annahme eines schwächeren unterliegenden Inflationstrends. Insofern hat die Riksbank keinerlei neue Informationen geliefert und die Krone hat zurecht kaum reagiert.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU91AJ Call EUR/SEK Hebel: 5,0
CU956F Put EUR/SEK Hebel: 4,4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.