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Erdgas-Umlage treibt Inflation auf über 9%

Die ab Oktober fällige Erdgas-Umlage beläuft sich auf 2,419 Cent pro KWh, wie heute bekannt gegeben wurde. Damit dürfte die Inflationsrate bis Ende des Jahres auf deutlich über 9% steigen. Währenddessen füllen sich die Lager weiter schneller als in den Vorjahren.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Gasumlage: 2,419 Cent oben drauf

Heute hat der marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe (THE) die Höhe der Erdgas-Umlage bekannt gegeben. Diese soll 2,419 Cent pro KWh betragen.

Diese Umlage soll die Gasimporteure entschädigen, die für den Ersatz billigen russischen Gases am Markt sehr hohe Preise zahlen müssen. Dadurch soll eine finanzielle Schieflage der Importeure verhindert werden, die ein erhebliches Risiko für die Sicherung einer ausreichenden Gasversorgung bedeuten würde.

Die Umlage ist zeitlich befristet und gilt vom 1. Oktober 2022 bis zum 1. April 2024. Die Abrechnung der Umlage erfolgt monatlich, und sie kann alle drei Monate angepasst werden. Sollte Russland seine vertraglich zugesicherten Mengen wieder vollständig erfüllen, wird die Preisanpassung auf null gesetzt.

Diese Umlage wird Gas weiter verteuern und damit die Inflationsrate in Deutschland weiter nach oben treiben. Allerdings sind einige Punkte noch unklar:

  • Eigentlich müsste auf diese Umlage auch Mehrwertsteuer erhoben werden, was die Bundesregierung aber vermeiden möchte. Allerdings bräuchte sie hierfür das Einverständnis der EU. Sollte sie dieses nicht bekommen, würde sich der Erdgaspreis um einen weiteren knapp halben Cent pro KWh erhöhen.
  • Erhoben wird die Umlage wie gesagt ab dem 1. Oktober. Allerdings heißt dies nicht, dass sie dann bereits bei den Endkunden ankommt. Denn die Versorger müssen Preisänderungen zumeist 6 Wochen vorher ankündigen. So weist auch das Wirtschaftsministerium darauf hin, dass die Umlage in vielen Fällen wohl erst im November oder gar Dezember bei den Endkunden ankommen wird.

Im Juli waren die Gaspreise für Bestandskunden im Durchschnitt mehr als 50% höher als im Durchschnitt des Jahres 2021. Die Gasumlage wird sie nun weiter nach oben schieben. Bei einer vollständigen Weitergabe der Umlage dürften die Gaspreise etwa doppelt so hoch wie im Durchschnitt des vergangenen Jahres sein (Chart 1). Wird auf die Umlage auch noch Mehrwertsteuer erhoben, wäre der Effekt entsprechend etwas größer.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
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SH2SLDFaktor-OptionsscheineNatural Gas FutureFaktor: 5
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Inflationsrate Ende des Jahres deutlich über 9%

Unabhängig von dieser Entscheidung über die Mehrwertsteuer wird die Inflationsrate in Deutschland in den kommenden Monaten noch einmal nach oben springen. Den ersten Sprung auf etwa 9% wird es voraussichtlich im September geben, wenn 9-Euro-Ticket und Tankrabatt auslaufen. Im Oktober/November wird sie dann vorausichtlich deutlich über dieser Marke liegen.

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SN2F89LongSGI Inflation Proxy Index CNTRQuanto: Nein
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Deutsche Gasspeicher füllen sich

Aber es gibt auch positive Entwicklungen. Zwar liefert Nordstream-1 immer noch mit lediglich 20% der Kapazität. Dennoch füllen sich die Erdgasspeicher rascher als zuvor erwartet. Zuletzt waren sie zu gut 76% gefüllt, verglichen mit lediglich 611/2% Anfang Juli (Chart 2).

Die gesetzliche Vorgabe für Anfang September (75%) ist damit schon erreicht. Da auch im weiteren Verlauf des Augusts und im September der Gasverbrauch saisonbedingt weiterhin relativ gering bleiben dürfte, könnte auch das für 1. Oktober vorgesehene Soll von 85% noch erreicht werden. Die für Anfang November vorgeschriebenen 95% dürften schwieriger zu erfüllen sein.

Voll aufgefüllt haben die deutschen Erdgasspeicher eine Kapazität von rund 240 TWh. Dies hört sich nach viel an, reicht aber natürlich alleine bei weitem nicht aus, um den Bedarf im Winter zu decken. So belief sich der durchschnittliche Monatsverbrauch in den Heizmonaten Oktober bis April in den letzten Jahren auf gut 100 TWh, mit einem Rekordwert von 142 TWh im Januar 2021.

Deutschland konnte die ausgefallenen russischen Liefermengen offenbar durch Käufe auf dem Erdgasmarkt ersetzen, die Speicherbefüllung läuft fast genauso rasch wie im langjährigen Durchschnitt (und zuletzt sogar leicht schneller). Der europäische Gasmarkt funktioniert also, das Gas wird zu den Gebieten mit der größten Knappheit umgelenkt. Die Konsequenz sind europaweit stark steigende Preise.

… aber es bleiben viele Risiken

Die rascher als erwartet verlaufende Speicherbefüllung ist sicherlich eine gute Nachricht. Dies erhöht die Chancen, dass schmerzhafte Rationierungen doch vermieden werden können. Alle Berechnungen könnten aber über den Haufen geworfen werden, sollte Russland seine Lieferungen noch weiter einschränken oder ganz einstellen. Eine weitere Quelle der Unsicherheit ist die Verfügbarkeit von LNG, um die voraussichtlich ab der Jahreswende einsatzbereiten schwimmenden Terminals ausreichend zu beliefern. Und schließlich würde ein kalter Winter den Verbrauch stark erhöhen und damit die Gefahr einer Mangellage erhöhen

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SN4PYDLongNatural Gas FutureHebel: 2,5
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