Rohstoffe

Entspannungssignale bremsen Goldpreisanstieg zunächst aus

Energie: Angesichts der Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft tut sich der Ölpreis aktuell schwer. Nachdem sich Brentöl gestern nicht oberhalb von 60 USD je Barrel halten konnte, ist es erneut unter 59 USD gefallen. Externe Faktoren wie der anhaltende Handelskonflikt und ein möglicher Währungskrieg schüren Unsicherheit bei den Marktteilnehmern. Hinzu kommen Sorgen über eine mögliche Überversorgung des Marktes, wenn die (bislang sehr gute) Produktionsdisziplin innerhalb der OPEC+ bröckelt. Nach dem Blitzbesuch des iranischen Außenministers Sarif beim G7-Gipfel in Biarritz gab es im Anschluss Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr iranischer Ölexporte. Offensichtlich versucht der französische Präsident Macron eine erneute Einigung im Atomkonflikt zu erreichen und dem Iran zu ermöglichen, mehr Öl zu exportieren. Iran ließ bereits verlauten, dass man es begrüßen würde, im Vorfeld der Gespräche Exporte von mindestens 700 Tsd. Barrel täglich zu ermöglichen und diese in Richtung 1,5 Mio. Barrel täglich steigern zu können. Danach sprach am Montag US-Präsident Trump von einer „sehr guten Chance“ für ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten Rohani. Doch Hoffnungen auf eine baldige Einigung konnte man wieder begraben, nachdem Rohani ein Treffen mit Trump erst nach der Aufhebung der Sanktionen in Aussicht gestellt hatte. Im Übrigen hat Trump erst vor einem Monat persönliche Sanktionen gegen Sarif erlassen. Damit dürfte dem Ölmarkt weiterhin das Angebot aus dem Iran fehlen und das Angebotsdefizit in den kommenden Monaten bestehen bleiben. Wir sehen also gute Chancen für einen Ölpreisanstieg, weil sich zugleich die Nachfrage allen Unkenrufen zum Trotz stabil präsentiert. Erste kurzfristige Hinweise über den Stand der aktuellen US-Nachfrage könnten die heute zur Veröffentlichung anstehenden API-Zahlen zu den US-Lagerbeständen liefern.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Nach seinem Sprung auf 1.550 USD je Feinunze gestern Morgen ist Gold im Laufe des Tages wieder etwas zurückgekommen. Heute Morgen handelt es bei rund 1.530 USD. Die Marktteilnehmer hatten sich nach der weiteren Eskalation im Handelsstreit letzten Freitag etwas beruhigt, da US-Präsident Trump mitgeteilt hatte, dass China angeblich angerufen und um eine Fortsetzung der Handelsgespräche gebeten habe. Daraufhin legte der US-Dollar zu, was sich als Belastungsfaktor für Gold herausstellte. Zudem zeigten sich die Staats- und Regierungschefs auf dem gestern zu Ende gegangenen G7-Gipfel erstaunlich einig. So haben sich die USA und Japan im Prinzip auf ein Handelsabkommen geeinigt und auch der US-französische Streit über die Einführung einer Digitalsteuer in Frankreich, die stark US-Unternehmen betroffen hätte, scheint beigelegt. Trump zeigte sich zudem bereit, sich mit dem iranischen Präsidenten zu treffen. Dies könnte Bewegung in den festgefahrenen Atomstreit bringen. Zu guter Letzt gibt es in Italien möglicherweise doch keine Neuwahlen. Die sich abzeichnende neue Regierung wird als EU freundlicher angesehen, womit die Spannungen zwischen Italien und der EU abnehmen könnten. Dies alles sind jedoch nur Momentaufnahmen. Sie dürften unseres Erachtens nicht ausreichen, den Aufwärtstrend von Gold zu beenden. Insbesondere die lockere Geldpolitik der Zentralbanken sollte die Nachfrage nach Gold als wertstabile Anlage hoch halten. Und sowohl die EZB als auch die Fed dürften ihre Geldpolitik auf den Sitzungen am 12. bzw. 18. September noch expansiver gestalten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold-Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold-Future Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Industriemetalle: Die Metallpreise haben die erneute Eskalation des Handelsstreits gut weggesteckt, und zwar nicht nur, weil die LME gestern wegen einem Bankfeiertag geschlossen war. An der Comex in New York legte Kupfer gestern leicht zu. An der SHFE in Shanghai sind heute fast alle Metallpreise im Plus. Sie werden von freundlichen asiatischen Aktienmärkten unterstützt. Die LME hat den Handel heute ebenfalls mit einem positiven Unterton wieder aufgenommen. Kupfer verteuert sich leicht auf 5.650 USD je Tonne, Nickel steigt auf 15.800 USD je Tonne. Rund um den Exportstopp von Erzen in Indonesien, der möglicherweise vorgezogen werden könnte, ist es zuletzt ruhig geworden. Nach dem Hin und Her zuvor gibt es diesbezüglich seit einigen Tagen keine neuen Nachrichten mehr. Noch exportiert Indonesien große Mengen Nickelerz. Darauf deuten zumindest die chinesischen Handelsdaten hin. Daten der chinesischen Zollbehörde zufolge hat China im Juli 1,76 Mio. Tonnen Nickelerz aus Indonesien importiert. Dies war deutlich mehr als im Vormonat und im Vorjahr und die zweitgrößte Menge bislang in diesem Jahr. Daneben hat China viel Ferronickel aus Indonesien eingeführt (knapp 116 Tsd. Tonnen, die größte Menge seit über zwei Jahren). Ob sich China mit den hohen Importen bereits auf eine neuerliche Knappheit aus Indonesien einstellt und entsprechend vorab die Lager füllt, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Vor dem Exportverbot unbehandelter Erze in Indonesien 2014 hatte China deutlich mehr Nickelerz importiert – in der Spitze über 6 Mio. Tonnen –, um so einer Knappheit im eigenen Land vorzubeugen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.