Währung

Entscheidung aus Washington? Zölle oder keine Zölle, das ist die Frage

Wann kommt eine Entscheidung aus Washington?

Abgesehen auf die Zentralbankentscheidungen dürfte der Markt diese Woche auch gebannt auf Nachrichten rund um den US-chinesischen Handelskrieg warten. Schließlich steht noch eine Erklärung aus Washington zu der Einführung weiterer US-Zölle auf chinesische Importe aus. Offizieller Stand ist, dass diese am kommenden Sonntag in Kraft treten. Die relativ geringen Wechselkursbewegungen der letzten Tage (von heftigeren Intraday-Fluktuationen mal abgesehen) deuten darauf hin, dass der Großteil der Marktteilnehmer mit einer Verschiebung der Zölle rechnet. Vollkommen sicher ist das freilich nicht. Vergangene Woche wiesen US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow sowie US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross zumindest noch darauf hin, dass der Termin weiterhin stünde. Allerdings gab es zuletzt auch durchaus ermutigende Äußerungen von US-Seite (siehe unten).

Sofern sich die Unsicherheit darüber nicht in den nächsten zwei Tagen auflöst, könnte dies weitreichendere Konsequenzen haben als aktuell angenommen wird. So dürften die Notenbanken ihre wirtschaftliche Einschätzung wohl auf eine allgemeine Entspannung im US-chinesischen Handelskrieg basieren, die zu einer leichten Verbesserung der Stimmungsindikatoren geführt hat, und diese Woche daher einen leicht positiveren Ton anschlagen. Dies könnte insbesondere die implizite Wechselkursvolatilität zunächst weiter dämpfen, da die Erwartung einer auf absehbare Zeit unveränderten Geldpolitik verstärkt würde. Doch diese Einschätzung wäre obsolet, sollten die USA unerwartet den Konflikt am Wochenende doch noch eskalieren lassen. Ein aufklärender Tweet des US-Präsidenten wäre in diesem Fall für alle Beteiligten doch ausnahmsweise mal wünschenswert.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

JPY: Japanisches Fiskalpaket verpufft

Die Ankündigung eines umfassenden Fiskalpaketes durch die japanische Regierung ließ die JPY-Wechselkurse vergangene Woche ziemlich kalt. Das dürfte daran liegen, dass die Zweifel groß sind, dass dieses eine nennenswerte Wirkung entfalten wird. Zwar hört sich das Volumen von rund 120 Mrd. USD zunächst beeindruckend an. Allerdings zielt ein Großteil auf den Wiederaufbau nach jüngsten Naturkatastrophen ab und darauf, die Bremswirkung der jüngsten Mehrwertsteuererhöhung abzufedern. Insofern dürften die Stimulierungsmaßnahmen wohl eher das Wachstum etwas glätten, nicht jedoch nachhaltig anschieben, so dass auch keine Hoffnung auf einen steigenden Inflationsdruck aufkommen könnte. Sowohl die Geld- als auch die Fiskalpolitik in Japan scheint in dieser Hinsicht ausgereizt zu sein, was jedoch bedeutet, dass die Inflationsrisiken zunehmend nach unten gerichtet sind. Für den Yen ist das ein positives Signal, da eine niedrige Inflation bekanntlich die Kaufkraft einer Währung erhöht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XMD Long EUR/JPY Faktor: 5
CU54ZE Short EUR/JPY Faktor: -5
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CNY: Jeder braucht mal Urlaub

Laut US-Agrarminister Sonny Perdue ist es unwahrscheinlich, dass die USA diesen Sonntag neue Zölle auf chinesische Waren im Wert von 160 Mrd. $ erheben. Damit steigt die Hoffnung auf einen Waffenstillstand vor Weihnachten. Indes geben sich die US-Unterhändler alle Mühe, das überarbeitete USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA) noch dieses Jahr durch das Repräsentantenhaus zu bringen. Dies zeigt, dass die US-Regierungsvertreter den Deal mit China möglicherweise aufschieben und sich eher dem Spatz in der Hand als der Taube auf dem Dach zuwenden. Sollte dem so sein, wird der Markt den kurzfristigen Friedensschluss wohl begrüßen und den Weihnachtsurlaub antreten. Demgemäß dürfte es am Devisenmarkt zum Jahresende hin ruhig bleiben.

Themawechsel: Der Pkw-Absatz in China sank im November gemessen am Vorjahr um 4,2%. Damit setzt sich der seit dem 2. Halbjahr 2018 anhaltende schwache Trend fort. Die Automobilhersteller werden 2019 wohl so schnell nicht vergessen. Denn in diesem Jahr brach ihr Absatz stark ein, und noch zeichnet sich kein Licht am Ende des Tunnels ab.

Vor diesem Hintergrund stieg die chinesische Verbraucherpreisinflation im November auf 4,5% (ggü. Vorjahr) und zeigt damit einen sich beschleunigenden Trend. Durch die überraschend hohe Teuerung dürfte die Luft für die chinesische Zentralbank (PBoC) dünner werden, wenn sie die angeschlagene Wirtschaft und insbesondere das verarbeitende Gewerbe, das mit einer Deflation der Erzeugerpreise kämpft, mit weiteren Lockerungen stützen will.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU9PUB Call EUR/CNH Hebel: 4,9
CU8H2V Put EUR/CNH Hebel: 4,3
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