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Emerging-Market-Währungen deutlich stabiler als 2013

Emerging-Market-Währungen deutlich stabiler als 2013

Das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung gab den USD-Bullen zwar kein neues Futter, da sie lediglich das bestätigten, was sich in den letzten Tagen aus den Äußerungen einzelner FOMC-Mitglieder ohnehin herauskristallisiert hatte. Und zwar, dass sie gewillt sind, angesichts des unermüdlichen Inflationsanstiegs eine schnellere Normalisierung der Geldpolitik in Erwägung zu ziehen. Der USD-Euphorie dürfte das jedoch wohl kaum den Wind aus den Segeln nehmen.

Bemerkenswert an der USD-Rallye der letzten Wochen ist, dass die US-Währung vor allem gegenüber Währungen entwickelter Volkswirtschaften zulegen konnte mehr als gegenüber Schwellenländerwährungen (siehe Abbildung). Das ist insofern erstaunlich, da die Währungen weniger entwickelter Volkswirtschaften normalerweise als “anfälliger” gelten in Zeiten einer Normalisierung der US-Geldpolitik. Wir erinnern uns beispielsweise an das berühmt berüchtigte Taper-Tantrum im Jahre 2013. Damals wurde befürchtet, dass steigende US-Zinsen manch Emerging Market aufgrund einer Kapitalflucht in eine tiefe Krise stürzen würde, weshalb die entsprechenden Währungen regelrecht einbrachen.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es nicht ganz so schlimm war. Das dürfte ein Grund sein, weshalb sich die Währungen der Emerging Markets dieses Mal deutlich besser schlagen als damals. Allerdings glaube ich, dass auch ein anderer Faktor eine Rolle spielt.

Auch die Zentralbanken der Währungen, die im Jahre 2013 besonders stark unter Druck geraten waren, scheinen aus der Episode gelernt zu haben. Die meisten mit Ausnahmen wie die Notenbank der Türkei, die freilich ein Sonderfall ist haben sehr früh auf die aktuellen Inflationsrisiken reagiert und ihre Zinsen teilweise bereits kräftig erhöht. Klar, die Realzinsen mögen in einigen Fällen immer noch recht niedrig notieren. Dem muss man jedoch auch den aktuell überaus niedrigen Realzins in den USA gegenüberstellen (Leitzins von 0-0.25% und Inflation von rund 6%).

Der frühe Beginn einer Normalisierung der Geldpolitik in den Emerging Markets ist den Währungen aktuell also eine große Stütze. So sehr sogar, dass sie sich besser gegenüber dem US-Dollar halten als die Währungen einiger entwickelter Länder, wo sich die Notenbanken noch zögerlich hinsichtlich Zinserhöhungen zeigen wie die EZB oder die Bank von Japan. Die meisten Emerging Markets haben wichtige Lehren aus der Vergangenheit gezogen, was ihnen nun zugutekommt. Da kann ich nur meine Anerkennung aussprechen.

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Riksbank dürfte keine große Stütze sein

Die schwedische Krone hat im Zuge der jüngsten Unsicherheitswelle an den Märkten vergleichsweise stark an Boden verloren. Meiner Ansicht nach ist das verwunderlich, denn eigentlich würde ich die Krone nicht mehr als typische “High Beta”-Währung einstufen (als eine Währung, die extrem sensibel auf Schwingungen in der Risikoaversion reagiert), wie es vielleicht vor Jahren mal der Fall war.

Der Grund liegt in der deutlich inaktiveren Geldpolitik. So zählt die Riksbank aktuell eigentlich eher zu den taubenhaften Notenbanken. Gut, ihre Anleihekäufe werden voraussichtlich noch Ende dieses Jahres enden. Allerdings war das von langer Hand geplant. Sie hat nicht, wie andere Notenbanken in letzter Zeit, ein Auslaufen der Käufe vorgezogen.

Noch viel wichtiger für die Währung ist aber, dass die Riksbank bislang keine Normalisierung ihrer Zinsen innerhalb ihres Prognosehorizonts signalisiert hat. Viele Marktteilnehmer dürften darauf hoffen, dass sich das heute ändert, wenn sich der Prognosehorizont um ein Quartal von Q3/2024 auf Q4/2024 verlängert. Aber auch ein Liftoff Ende 2024 wäre noch so weit weg, dass dies eigentlich kaum von Relevanz für die Währung sein sollte.

Und hierin liegt der Grund, weshalb es mich wundert, dass die Krone derzeit so stark unter Druck steht. Denn im Gegensatz zu anderen Notenbanken, die bereits damit begonnen haben, ihre Geldpolitik zu normalisieren beziehungsweise ziemlich klar signalisieren, dass sie mit Zinserhöhungen nicht mehr lange warten wollen, sollten die Erwartungen an die Riksbank deutlich niedriger liegen, weshalb es aktuell auch weniger “auszupreisen” geben müsste. Natürlich hat der Markt schon etwas frühere Zinserhöhungen eingepreist als die Riksbank signalisiert. Allerdings halten sich die Erwartungen noch in Grenzen.

Vor diesem Hintergrund halte ich die SEK-Schwäche für übertrieben. Allerdings würde ich auch nicht darauf wetten, dass heute von der Riksbank nennenswerte Unterstützung kommt. Schließlich hatte sie in jüngster Vergangenheit eher mit Deflations- und nicht Inflationssorgen zu kämpfen, weshalb sie die aktuell höheren Inflationsraten, die die Inflationserwartungen anheben könnten, eher tolerieren dürfte. Aus dem Grund würde ich nicht mit allzu falkenhaften Tönen rechnen.

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