Rohstoffe

Einigt sich die OPEC+ heute?

Energie: Ölmarkt nimmt (vorerst) belastende Faktoren nicht wahr

Ungeachtet der Uneinigkeiten innerhalb der OPEC+, belastender DOE-Lagerdaten und weiterer negativer Nachrichten von der Covid-19-Front sind die Ölpreise wieder gestiegen. Brent handelt heute Morgen bei 48 USD, WTI bei 45 USD je Barrel. Dies dürfte vor allem der ausgeprägten Schwäche des US-Dollar geschuldet sein, während fundamental die Risiken klar überwiegen. Laut DOE sind die US-Lagerbestände für Rohöl in der letzten Woche um nur 700 Tsd. Barrel statt wie vom Konsens erwartet um 1,9 Mio. Barrel gefallen. Die Bestände für Benzin und Destillate sind um 3,5 Mio. bzw. 3,2 Mio. Barrel gestiegen, deutlich mehr als erwartet. Dies deutet auf eine schwache Nachfragedynamik hin. Gleichfalls stieg die US-Ölproduktion auf 11,1 Mio. Barrel täglich auf den höchsten Stand seit dem Einbruch im Mai. Auch vom Treffen der OPEC und ihrer Verbündeten (OPEC+) gibt es wenig Unterstützung für den Ölpreis. Auch wenn wir mit einer Einigung innerhalb der Gruppe rechnen, dürfte dies psychologischen und politischen Überlegungen geschuldet sein, wobei die Probleme bleiben. Die von den VAE verlangte strikte Umsetzung der Vereinbarungen dürfte nicht erreicht werden, was deren Wirksamkeit und den Glauben an die Gruppe unterminieren wird. Sogar der wichtigste Verbündete der OPEC, Russland, nimmt die Vereinbarung offensichtlich nicht so genau. So hat das Land im November laut CDU-Tek mit rund 41 Mio. Tonnen bzw. 10 Mio. Barrel täglich 0,1% mehr Rohöl und Kondensate als noch im Oktober produziert. Als Faustregel gilt, dass Kondensate ca. 800 Tsd. Barrel ausmachen. Mit anderen Worten: Russland übertrifft sein “OPEC+”-Förderziel bereits um 200 Tsd. Barrel täglich. Dabei hat Russland auch in den letzten Monaten seine Kürzungen nicht im vollen Umfang umgesetzt. Wenn nicht einmal das neben Saudi-Arabien führende Land in der Allianz seinen Verpflichtungen nachkommt, kann man das wohl kaum von anderen Mitgliedern erwarten. Auch deshalb rechnen wir auf kurz- bis mittelfristige Sicht mit einer Preiskorrektur.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold weiter auf Erholungskurs, Platin auf 11-Monatshoch

Die Erholung der Edelmetallpreise setzte sich heute den dritten Tag in Folge fort. Gold steigt auf 1.840 USD je Feinunze und hat sich damit vom Tief zu Wochenbeginn fast 80 USD entfernt. Auftrieb gibt weiterhin ein extrem schwacher US-Dollar, der auf handelsgewichteter Basis auf den tiefsten Stand seit April 2018 fällt. Der Dollar leidet dabei unter den gestiegenen Aussichten auf weitere staatliche Konjunkturhilfen in den USA, nachdem sich Teile der Republikaner und Demokraten in Grundzügen einig geworden sind. Im Gespräch ist dabei ein Hilfspaket in Höhe von knapp 1 Bio. USD. Dadurch würde die Staatsverschuldung weiter steigen und die Kaufkraft des USD erodieren, da die Fed im Falle steigender Inflation die Zinsen nicht erhöhen dürfte. Zwar würde dann die Notwendigkeit für weitergehende Stimulierungsmaßnamen der Fed sinken. Fed-Chef Powell hat sich allerdings gegen eine vorschnelle Reduzierung der Anleihekäufe ausgesprochen. Eine Trendwende bei den Gold-ETFs lässt dagegen weiter auf sich warten. Trotz des deutlichen Preisanstiegs der letzten drei Tage verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs auch gestern fast neun Tonnen Abflüsse. Offensichtlich trauen die ETF-Anleger dem Braten noch nicht oder sie nutzen den Preisanstieg zum Verkauf. Das wäre eine deutliche Verhaltensänderung im Vergleich zum Sommer, als Preisrückgänge als Kaufgelegenheit erachtet wurden. Ohne eine Rückkehr der ETF-Anleger steht allerdings der Preisanstieg bei Gold auf dünnem Eis. Von daher werden die kommenden Tage durchaus spannend. Silber verteuert sich im Schlepptau von Gold auf gut 24 USD je Feinunze, konnte zuletzt aber keine überproportionalen Gewinne mehr erzielen. Denn das Gold/Silber-Verhältnis blieb stabil bei 76. Im Gegensatz zu Gold verzeichneten die Silber-ETFs zuletzt wieder leichte Zuflüsse. Platin setzt seinen Höhenflug derweil fort. Der Preis erreicht am Morgen bei 1.030 USD je Feinunze den höchsten Stand seit fast 11 Monaten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
SB42W9LongPlatinum FutureFaktor: 4
SB3T8AShortPlatinum FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Eisenerzpreis auf dem Weg zum Allzeithoch

An der SGX in Singapur ist der Eisenerzpreis gestern erstmals seit Anfang 2014 auf über 130 USD je Tonne gestiegen (heute notiert der Preis bei 132 USD) und nimmt das Allzeithoch aus dem Jahr 2013 ins Visier. An der DCE in Dalian kostet die Tonne Eisenerz heute 940 CNY (umgerechnet über 140 USD). Neben der weiterhin guten allgemeinen Stimmung haben Verladedaten aus Australien zum jüngsten Preisanstieg beigetragen. Laut einem Bloomberg-Bericht hat Australien in der letzten Woche 15 Mio. Tonnen Eisenerz exportiert, 2 Mio. Tonnen weniger als in der Woche zuvor. Im November soll Australien demnach 2% weniger Eisenerz verschifft haben als im Vorjahresmonat. Der Hafenbetreiber von Port Hedland, dem weltgrößten Verladehafen für Eisenerz, wird in den nächsten Tagen über die Exportmenge im November berichten. Darüber hinaus hat das brasilianische Ministerium für Industrie und Außenhandel bekannt gegeben, dass Brasilien im November durchschnittlich 1,46 Mio. Tonnen Eisenerz pro Tag exportiert hat, 100 Tsd. Tonnen pro Tag weniger als im Vormonat. Und als wäre dies noch nicht genug, hat ein großer Eisenerzproduzent aus Brasilien seine Produktionsprognose für dieses Jahr leicht nach unten revidiert und einen vorsichtigen Ausblick auf 2021 gegeben. Dies alles wurde als Zeichen einer angespannten Angebotssituation am seewärtigen Eisenerzmarkt interpretiert, zumal China wegen seiner nahezu rekordhohen Stahlproduktion viel Eisenerz nachfragt. Die chinesische Zollbehörde dürfte kommenden Montag melden, dass China im November erneut viel Eisenerz importiert hat.