Rohstoffe

Edelmetalle ziehen wieder nach oben

Energie: Überwiegend Risiken am Ölmarkt

OPEC-Kritiker sehen die Verzögerung der Entscheidung über die Produktionskürzungen zwar als Zeichen von Uneinigkeit und Schwäche, aber die Lage ist etwas komplexer. Denn den VAE, die aktuell als Hindernis für eine erneute Einigung angesehen werden, geht es anscheinend nicht um eigene Vorteile, sondern vielmehr um eine faire Verteilung der Last und eine stärkere Disziplin bei der Umsetzung der Produktionsquoten. Während das Land seine Produktion im Sommer stärker als vereinbart gedrosselt hat, haben einige kleinere OPEC-Länder kaum Produktionskürzungen vorgenommen. Manche Länder, allen voran der Irak, haben ihre Produktion unzureichend reduziert und die entsprechenden “Überschüsse” bis jetzt nicht abgebaut. Eine baldige Einigung scheint aus unserer Sicht jedoch wahrscheinlich. Allerdings gibt es außerhalb der OPEC+ weitere Produzenten, welche die durch den freiwilligen “Entzug” der Allianz entstehende Angebotslücke gern füllen würden. So hat das norwegische Ministerium für Erdöl und Energie bestätigt, dass die freiwilligen Produktionskürzungen zum Jahresende auslaufen werden. Das Land hatte Ende April bekannt gegeben, dass die tägliche Produktion im Juni um 250 Tsd. und in der zweiten Jahreshälfte 2020 um 134 Tsd. Barrel gekürzt wurde.

Eine Belastung für die Ölpreise könnte heute auch von den DOE-Lagerdaten kommen. Laut dem gestrigen Bericht des API sind die Vorräte für Rohöl letzte Woche um 4,15 Mio. Barrel gestiegen, während der Bloomberg-Konsens bei den heutigen DOE-Daten mit einem Abbau um 1,9 Mio. Barrel rechnet. Das Enttäuschungspotenzial ist umso größer, wenn man berücksichtigt, dass das API bereits in der Woche davor einen massiven Aufbau um 3,8 Mio. Barrel vermeldete, während das DOE einen Rückgang um 0,8 Mio. Barrel berichtete. Auch bei Benzin und Destillaten könnten die DOE-Daten enttäuschen. Hier hat das API einen Anstieg um 3,4 Mio. bzw. 0,3 Mio. Barrel berichtet, während der Konsens einen kleineren Aufbau der Benzinbestände und bei Destillaten sogar einen Rückgang um 1,1 Mio. Barrel erwartet.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold und Silber mit kräftiger Gegenbewegung, Platin bei 1.000 USD

Der Auftakt in den Dezember hätte für die Edelmetalle nicht besser laufen können: Durch die Bank legten die Preise gestern unterstützt durch einen deutlich schwächeren US-Dollar kräftig zu. Gold sprang um 2% nach oben und überwand damit sowohl wieder die Marke von 1.800 USD je Feinunze als auch die kurz darüber verlaufende 200-Tage-Linie. Der Goldpreis in Euro wurde davon ebenfalls mit nach oben gezogen, was die Rückkehr auf 1.500 EUR je Feinunze ermöglichte. Noch deutlich stärker als Gold legte gestern Silber zu. Dieses verteuerte sich um 6% auf 24 USD je Feinunze. Das Gold/Silber-Verhältnis fiel daraufhin auf 76. Zwei Tage zuvor hatte dieses noch bei 80 gelegen. Dass Gold und Silber nach dem Absturz im November eine Gegenbewegung starten, war eigentlich überfällig. Ob daraus mehr wird, muss sich erst noch zeigen. Die ETF-Anleger sind offensichtlich noch skeptisch. Auch gestern verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs wieder Abflüsse von 9 Tonnen. Für eine Trendwende beim Goldpreis muss es auch hier zu einer Trendwende kommen. Bei Silber gab es nach zehn Tagen mit teilweise kräftigen Abflüssen gestern immerhin leichte Zuflüsse. Platin setzte seinen Aufwärtstrend fort und stieg erstmals seit knapp vier Monaten über die Marke von 1.000 USD je Feinunze. Das Hoch von Anfang August wurde bislang noch nicht ganz erreicht. Nach einer kurzen Verschnaufpause am Morgen legen die Preise weiter zu. In den USA kommt derweil offenbar Bewegung in den festgefahrenen Streit um weitere Konjunkturhilfen. Mehrere Fed-Offizielle haben gestern die Dringlichkeit eines weiteren Fiskalpaketes betont. Die designierte Finanzministerin Yellen warnte vor einem sich selbst verstärkenden Abschwung. Zudem muss sich der Kongress bis Ende nächster Woche auf ein Haushaltsgesetz einigen, um die Schließung von Bundesbehörden zu verhindern. Die Unsicherheit darüber könnte weiter auf dem US-Dollar lasten und den Edelmetallpreisen weiteren Auftrieb geben.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
SB42W9LongPlatinum FutureFaktor: 4
SB3T8AShortPlatinum FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Kupferminenproduktion in Latein-Amerika noch gebremst

Der Kupferpreis hat gestern mit gut 7.740 USD je Tonne ein neues Mehrjahreshoch erreicht. Auch für alle anderen Metallpreise ging es weiter nach oben. Der weitere Preisanstieg wurde durch den schwachen US-Dollar und freundliche Aktienmärkte unterstützt, die den anhaltend hohen Risikoappetit der Marktteilnehmer ausdrücken. Der schwächer als erwartet ausgefallene ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA hat den Preisanstieg am Nachmittag allerdings gebremst. Heute Morgen legen Kupfer, Zink und Aluminium jedoch bereits wieder zu.

Chile, der weltgrößte Kupferminenproduzent, hat im Oktober laut Angaben des nationalen Statistikinstituts knapp 493 Tsd. Tonnen Kupfer produziert, fast genauso viel wie im Vorjahr. Die Produktion wurde durch Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und durch einen mittlerweile beendeten Streik in einer kleineren Mine beeinträchtigt. Von Januar bis Oktober lag die Kupferminenproduktion zwar noch leicht über dem vergleichbaren Vorjahresniveau, im Gesamtjahr 2020 soll sie laut Einschätzung der chilenischen Kupferkommission aber knapp unter Vorjahr sein. Im November und Dezember 2019 wurde den Daten zufolge außergewöhnlich viel Kupfer produziert. Diese Mengen werden jetzt offenbar nicht mehr erreicht. Im nächsten Jahr soll die chilenische Kupferproduktion dann aber um 3% auf rund 6 Mio. Tonnen steigen. In Peru, dem zweitgrößten Kupferminenproduzenten, scheint es dagegen wieder mehr Probleme zu geben. Daten für Oktober liegen zwar noch nicht vor, im September wurde Daten der Zentralbank zufolge aber die geringste Menge Kupfer seit vier Monaten produziert (156 Tsd. Tonnen). Sie lag zudem 16% unter Vorjahr. Die peruanische Kupferproduktion war nach dem Corona-bedingten Einbruch im Frühjahr eigentlich auf Erholungskurs.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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