Rohstoffe

Edelmetalle verpatzen Jahresstart

Energie: Kein Anreiz zur Kursänderung der OPEC+

Am Ölmarkt hat man schon wieder in den Arbeitsmodus zurückgefunden: Gestern traf sich das Gemeinsame Technische Komitee des erweiterten Produktionskartells, um das heutige Treffen der OPEC+ vorzubereiten. Laut Berichten der Nachrichtenagenturen hat das Komitee seine Prognose für das Überangebot im ersten Quartal zurückgenommen und den Einfluss der Omikron-Variante auf die globale Ölnachfrage als “mild und kurzzeitig” eingestuft. Offensichtlich sehen das auch die meisten Marktteilnehmer so: Von dem Rücksetzer Ende November haben sich die Preise im Verlauf des Dezembers fast komplett erholt. Aktuell notiert der Preis für ein Barrel Brentöl knapp unter 80 USD und damit 50% höher als Anfang 2021. Vor dem Hintergrund des hohen Preisniveaus dürfte die OPEC+ heute an ihrem Plan festhalten und eine weitere Erhöhung ihrer Ölproduktion um 400 Tausend Barrel pro Tag im Februar ankündigen. Momentan scheinen also die Dinge für die OPEC+ im Lot. Doch die Stimmung kann schnell kippen: Zum einen könnte die Omikron-Welle doch noch zu stärkeren Mobilitätseinschränkungen führen dieses Damokles-Schwert hängt vor allem über dem zweitstärksten Verbrauchsmarkt China (siehe Industriemetalle unten). Zum anderen könnte das Angebot positiv überraschen. So steht in einigen Ländern die Freigabe der strategischen Reserven an. Überraschend hat sich auch die Produktion in Venezuela erholt; im Dezember wurde mit knapp 620 Tausend Barrel pro Tag immerhin doppelt so viel Öl exportiert wie im Vorjahr. Wie viel die anderen OPEC-Mitgliedsstaaten im Dezember produziert haben, dürften die verspäteten umfragebasierten Schätzungen der Nachrichtenagenturen in den nächsten Tagen zeigen.

Und noch eine Notiz: Die OPEC hat gestern mit dem kuwaitischen Ölexperten Haitham Al-Ghais einen Nachfolger für den amtierenden nigerianischen OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo bestimmt. Im August endet dessen zweite Amtszeit, die nicht mehr verlängert werden kann.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T50LongOil Brent Future Faktor: 4
SD3V9LShortOil Brent Future Faktor: -4
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SH0EUTShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
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Edelmetalle: Gold kann Jahresendgewinne nicht halten, schwache Investmentnachfrage

Gold ist gestern im frühen Handel zunächst auf ein 6-Wochenhoch von gut 1.830 USD je Feinunze gestiegen, kam am Nachmittag jedoch deutlich unter Druck und rutschte auf 1.800 USD ab. Der Preisrückgang fiel vor allem mit dem Anstieg der Anleiherenditen zusammen die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihenkletterte auf ein 6-Wochenhoch. Dies hat Gold als Anlagealternative weniger attraktiv gemacht. Später wertete auch der US-Dollar auf und war damit ebenfalls ein Belastungsfaktor. Silber und Palladium haben gestern im Vergleich zu Gold überproportional verloren. Gold hat das letzte Jahr trotz eines Endspurts mit einem Minus von 3,6% beendet. Dies war der erste Preisrückgang auf Jahresbasis seit drei Jahren. Mitverantwortlich hierfür war unseres Erachtens die schwache Investmentnachfrage, die sich in umfangreichen ETF-Abflüssen widergespiegelt hat: Die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs wurden um 287 Tonnen abgebaut. Dies war der erste Jahresabfluss seit 2015 und der größte seit 2013. Den anderen Edelmetallen erging es nicht besser im Gegenteil, sie verzeichneten 2021 Preisrückgänge im zweistelligen Prozentbereich. Auch hierzu hat wohl die insbesondere in den letzten Monaten schwache Investmentnachfrage beigetragen. Selbst die von Bloomberg erfassten Silber-ETFs verzeichneten im letzten Jahr unter dem Strich noch Abflüsse, obwohl ihnen im Zuge der „Silber-Mania“ Ende Januar/Anfang Februar innerhalb von wenigen Tagen 3.500 Tonnen zugeflossen waren. Damit hat sich die optimistische Nachfrageeinschätzung des Silver Institute von Mitte November nicht bestätigt und der physische Silbermarkt war im letzten Jahr wohl nicht ganz so stark im Defizit. Die Platin-ETFs registrierten ebenfalls Netto-Abflüsse (253 Tausend Unzen). Einzig die Palladium-ETFs erfreuten sich über allerdings sehr moderate Zuflüsse (36 Tausend Unzen), die dem Preis jedoch keinen Auftrieb gaben. Im Gegenteil, Palladium war unter den Edelmetallen im letzten Jahr der größte Verlierer.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDULongGold Future Faktor: 5
SF5DDDShortGold Future Faktor: -5
SF5DDRLongSilver FutureFaktor: 2
SF5DDKShortSilver FutureFaktor: -2
SB3T41Long Platinum FutureFaktor: 2
SB3T7YShortPlatinum Future Faktor: -2
SB3T49LongPalladium FutureFaktor: 2
SB3T7ZShortPalladium FutureFaktor: -2
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Industriemetalle: Verhaltener Jahresauftakt, physische Aluminiumprämie in Europa auf Rekordhoch

Nachdem die LME in London und die SHFE in Shanghai gestern noch geschlossen waren, starten die Metallpreise heute mit einem schwachen Unterton in das neue Jahr. Offenbar überwiegen Nachfragesorgen, da über zwei große chinesische Städte wegen Corona ein teilweiser Lockdown verhängt wurde. Die Metallpreise profitieren nicht vom von Caixin erhobenen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) in China, der im Dezember stärker als erwartet auf ein 6-Monatshoch von 50,9 gestiegen ist. Am 31. Dezember wurde bereits der offizielle PMI veröffentlicht, der besser als erwartet ausgefallen war und sich über der Marke von 50 gehalten hat. Dies gibt Anlass zur Hoffnung, dass die chinesische Wirtschaft durch die von den Behörden eingeleiteten Lockerungsmaßnahmen gestützt werden könnte.

Der LME-Aluminiumpreis ist kurz vor Weihnachten über die Marke von 2.800 USD je Tonne geklettert und hat das Jahr mit einem Plus von 42% beendet. Auftrieb hat der Preis in den letzten Wochen durch Meldungen verschiedener Produzenten in Europa erhalten, die ihre Produktion wegen der hohen Stromkosten kürzen. Davon betroffen ist unter anderem die größte europäische Schmelze für Primäraluminium in Dünkirchen in Frankreich. Der Betreiber hat zunächst eine Kürzung um 3% angekündigt, aber bereits die Möglichkeit eingeräumt, diese gegebenfalls ausweiten zu müssen. Die Schmelze hat eine jährliche Produktionskapazität von 284 Tausend Tonnen. In der Slowakei wird in einer Schmelze (175 Tausend Tonnen Kapazität per anum) wegen der hohen Stromkosten die Produktion um 60% gedrosselt. Im gleichen Ausmaß wurden auch in Rumänien Produktionskürzungen bekannt gegeben. Im Zuge der angekündigten oder bereits umgesetzten Produktionskürzungen sind die physischen Aluminiumprämien in Europa zuletzt wieder kräftig gestiegen. Der Aufschlag auf den LME-Preis beträgt aktuell rund 400 USD je Tonne, womit nicht nur der Rückgang der Monate zuvor wettgemacht wurde, sondern die Prämie nun sogar auf einem Rekordhoch liegt.

Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!