Rohstoffe

Edelmetalle unter Volldampf

Energie: Hat sich die US-Ölproduktion stabilisiert?

Trotz höherer Risikoaversion an den Finanzmärkten angesichts zunehmender Spannungen zwischen den USA und China sowie weiterhin bestehender Sorgen rund um Covid-19 haben die Ölpreise gestern ihre Vortagesgewinne verteidigt. Nicht einmal ein recht negativer Lagerbericht des US-Energieministeriums konnte die Preise unter Druck bringen. Zum einen sind die US-Rohölvorräte in der letzten Woche um 4,9 Mio. Barrel gestiegen. Zum anderen ist die US-Benzinnachfrage um 100 Tsd. auf 8,55 Mio. Barrel täglich gefallen. Sie liegt damit 12% unter dem jahreszeitüblichen Niveau. Die Nachfrage nach Kerosin, die sich seit April im Erholungsmodus befand, ist sogar um knapp 200 Tsd. Barrel täglich bzw. 15% gefallen. Was die Stimmung eigentlich noch stärker hätte belasten sollen, war der gemeldete Anstieg der US-Rohölproduktion um 100 Tsd. auf 11,1 Mio. Barrel täglich. Das war der erste Wochenanstieg seit März, wenn man vom Anstieg im Juni absieht, der auf einen Sturmeffekt zurückzuführen war. Man sollte diese auf Schätzungen basierenden Daten allerdings nicht überbewerten. Die US-Exporte von Rohöl sind letzte Woche wieder auf 3 Mio. Barrel täglich gestiegen, weshalb sich Netto-Rohölimporte und Netto-Exporte von Ölprodukten in etwa die Waage hielten. Nach Information von Refinitiv sind inbesondere die Lieferungen nach Europa um über 20% gestiegen, wohl zulasten traditioneller Anbieter wie Russland. Den eigenen Markt möchten die USA dagegen vor Importen schützen. Es gibt mittlerweile mehrere Äußerungen und Initiativen in diese Richtung, wobei Saudi-Arabien und Russland des Dumpings zulasten des US-Schieferölsektors beschuldigt werden. Unterdessen arbeitet wohl die russische Regierung an der Idee, Preisrisiken für Ölexporte analog zu Mexiko mit Hilfe von Put-Optionen abzusichern. Das Finanzministerium hat solchen Initiativen in den letzten Jahren eine Absage erteilt und darauf verwiesen, dass die Exporteinnahmen ober- und unterhalb des sog. Cut-Off-Preises (42,4 USD je Barrel für dieses Jahr) ohnehin zugunsten bzw. zulasten des Nationalen Wohlfahrtsfonds (NWF) ausgeglichen werden.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB9B6QCallOil Brent FutureHebel: 7,5
CL99L6PutOil Brent FutureHebel: 7,6
SB9B62CallOil WTI Light FutureHebel: 7,4
CL48WEPutOil WTI Light FutureHebel: 7,5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Die Rally geht weiter

Gold und Silber haben gestern ihre Rally fortgesetzt: Gold ist um 1,6% auf gut 1.870 USD je Feinunze gestiegen und legt heute Morgen weiter zu. Es robbt sich immer näher an sein Allzeithoch von vor gut neun Jahren heran. Für Silber stand gestern am Ende ein Plus von 8% zu Buche. Heute Morgen ist es kurzzeitig über 23 USD je Feinunze gestiegen. Das Gold/Silber-Verhältnis ist mittlerweile auf 82 gefallen. Vor einem Monat war es noch bei 100. Dies zeigt die Dynamik, mit der Silber in den letzten Wochen gegenüber Gold aufgeholt hat. Nach dem für gestern gemeldeten massiven Zufluss von gut 460 Tonnen in die Silber-ETFs steuert der laufende Monat auf einen Rekordzufluss zu. Diesen hält aktuell noch der Juli 2019. Mit dem gestrigen starken Preisanstieg hat Silber jetzt Gold überholt: Es weist von den vier börsengehandelten Edelmetallen nun die beste Preisentwicklung seit Jahresbeginn auf (+28%). Im Schatten von Gold und Silber haben sich in den letzten Tagen auch Palladium und vor allem Platin verteuert: Platin ist gestern um 4,7% auf ein 5-Monatshoch von 925 USD je Feinunze gestiegen. Platin und Palladium hatten die Rally von Gold und Silber zuvor nur unterproportional mitgemacht. Den jüngsten Preisanstieg von Platin und Palladium führen wir aber eher auf technische und spekulative Käufe zurück, und weniger auf fundamentale Gründe. In China erholt sich der Automarkt zwar von seinem starken Einbruch während der Corona-Krise, aber offenbar nicht so schnell wie ursprünglich gedacht. Die China Passenger Car Association, ein privater Automobilverband, hat vorgestern seine Schätzung erneuert und erwartet nun für dieses Jahr insgesamt einen Rückgang der Autoabsätze um 11%. Dies bedingt eine Erholung im zweiten Halbjahr. Gemäß Daten des Verbands der chinesischen Automobilproduzenten (CAAM) waren die Autoverkäufe im ersten Quartal gegenüber Vorjahr um 45% eingebrochen und lagen im zweiten Quartal nur marginal über dem Vorjahreswert. Dass die weitere Erholung des chinesischen Automarktes aber offenbar höchst unsicher ist, zeigt sich in den Projektionen der CAAM: Sie erwartet für dieses Jahr ein Minus von 10-20%.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
CU0E6SLongSilver FutureFaktor: 4
CJ7RLWShortSilver FutureFaktor: -4
CU0E6QLongPalladium FutureFaktor: 3
CU3TG7ShortPalladium FutureFaktor: -3
CJ7RMELongPlatinum FutureFaktor: 3
CJ7RL9ShortPlatinum FutureFaktor: -3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: China hat Produktion von Metallen deutlich ausgeweitet

Während sich viele Marktteilnehmer über Produktionskürzungen am Kupfermarkt sorgen, ist davon in China nicht viel zu sehen. Im Gegenteil, gemäß Daten des Nationalen Statistikbüros (NBS) haben die chinesischen Schmelzen im Juni 860 Tsd. Tonnen Kupferraffinade produziert, 3,5% mehr als im Vorjahr. Die Produktion ist seit ihrem Corona-bedingten Einbruch im Januar und Februar mittlerweile jeden Monat gestiegen und liegt nur noch 7,5% unter dem Rekordhoch von letztem Dezember. Im ersten Halbjahr ist die Raffinadeproduktion demnach gegenüber Vorjahr um 4,6% auf 4,82 Mio. Tonnen gestiegen, trotz der Einschränkungen zu Jahresbeginn. Die hohe Raffinadeproduktion spricht nicht für eine Knappheit von Kupferkonzentrat, dem Vorprodukt von Raffinade, zumindest nicht in der ersten Jahreshälfte. Wegen anstehender Wartungsarbeiten und der Überflutungen in China könnte dort laut Industriekreisen jetzt vorübergehend etwas weniger Kupfer produziert werden. Ausgeweitet haben die chinesischen Schmelzen auch ihre Produktion von Zink und Blei – bei Blei sogar kräftig: Den NBS-Daten zufolge ist die Zinkproduktion im Vergleich zum Vorjahr um 1,2% gestiegen, die Bleiproduktion um satte 21,6%. Während die Zinkproduktion noch mit angezogener Handbremse fährt, ist die Bleiproduktion ähnlich wie die von Kupfer nicht mehr weit von ihrem Rekordhoch entfernt. Die höhere Produktion hat bei Blei zu einem starken Anstieg der Lagerbestände geführt: Seit Anfang Mai haben sich die Bleivorräte in den Lagerhäusern der SHFE auf über 40 Tsd. Tonnen mehr als versechsfacht. Auch in die Lagerhäuser der LME wurde in den letzten Tagen viel Blei eingeliefert. Die Bestände dort liegen mit rund 87 Tsd. Tonnen aktuell auf einem 1½-Jahreshoch. Dies deutet auf eine verhaltene Nachfrage hin, zum Beispiel aus der Autoindustrie, einer der Großverbraucher von Blei. Sie muss sich vom Corona-Schock erst noch erholen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.