Währung

Drohgebärden der Notenbanken

Dollar mit Rückenwind

Der US-Dollar zählte auch gestern zu den Gewinnern am Devisenmarkt. Insbesondere gegenüber „riskanteren“ Währungen aus den Emerging Markets konnte der Greenback weiteren Boden gutmachen. Treiber bleibt die Angst vor der zweiten Welle, die in einigen europäischen Ländern zu der Wiedereinführung strikterer Beschränkungen geführt hat und die dortige Konjunkturerholung somit droht, im Keim erstickt zu werden. Wir haben aus der ersten Phase der Pandemie gelernt, dass insbesondere für die exportabhängigen Emerging Markets ein neuerlicher weltweiter Nachfragedurchhänger fatal wäre. Die schwachen Stimmungsindikatoren aus Europa für den Dienstleistungsbereich, die gestern veröffentlicht wurden, dürften die Sorgen in dieser Hinsicht geschürt haben.

Auch von geldpolitischer Seite gibt es Rückenwind für den US-Dollar. Zwar hat die Fed mit ihrer Strategieänderung einen beachtlichen Schwenker in Richtung einer langfristig expansiveren Ausrichtung vollzogen, weshalb die USD-Schwäche in den vergangenen Monaten mehr als gerechtfertigt war. Doch bislang haben die US-Notenbanker nicht signalisiert, dass die neue Strategie auch kurzfristig Konsequenzen für die US-Geldpolitik hat. Dagegen hat die EZB, nicht zuletzt mit der Thematisierung des starken Euro, Spekulationen über unmittelbare weitere expansive Schritte geschürt. Im Raum steht eine Ausweitung des QE-Programms und auch Zinssenkungen scheinen aus Sicht des Marktes wieder drin zu sein. Aber die EZB ist nicht allein, auch die Bank of England oder aber die Reserve Bank of Australia “drohen” mit einer weiteren Lockerung ihrer Geldpolitik. Dagegen betonen die US-Notenbanker aktuell gerne, dass die Fiskalpolitik am Zuge ist, was dafür spricht, dass sie derzeit keinen Handlungsbedarf ihrerseits sehen. Das kommt wiederum der US-Währung momentan zugute.

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Inflationssorgen bei der Norges Bank?

Nachdem die Norges Bank bereits signalisiert hatte, dass ihr Leitzins vorerst bei 0% bleiben würde, ist die Zinsentscheidung an sich heute der weniger spannende Teil. Der Fokus liegt vielmehr auf den längerfristigen Projektionen der Notenbanker. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Notenbanken – zumindest innerhalb der G10 – planen die norwegischen Währungshüter ihre Zinsen innerhalb ihres Prognosehorizonts wieder zu normalisieren, genau genommen ab Anfang 2022. Einige Analysten weisen nun darauf hin, dass sie den Beginn der Zinserhöhungen gar weiter nach vorne ziehen könnte. Als Grund nennen sie die Kerninflation, die zuletzt deutlich angezogen hat. In der Tat hat das von der Norges Bank präferierte Maß auf Basis des CPI-ATE (Verbraucherpreise um Steuereffekte bereinigt und ohne Energie) die Prognosen der Notenbank bereits deutlich übertroffen. Zum Ende des Jahres hatte sie mit einem Höchstwert von rund 3,4% gerechnet. Schon im August stieg die Teuerung jedoch auf 3,7% und hat sich damit deutlich schneller und weiter vom 2%-Inflationsziel entfernt als von der Norges Bank erwartet.

Vor diesem Hintergrund erscheint die Erwartung dieser Analysten plausibel. Dennoch habe ich meine Zweifel, dass die Norges Bank die Notwendigkeit sieht, auf diesen Inflationstrend zu reagieren. Klar, als die Teuerung zuletzt auf so hohem Niveau lag, vollzog die Norges Bank tatsächlich einen Umschwung in ihrer Geldpolitik in Richtung einer falkenhafteren Haltung. Konkret strich sie damals im Jahr 2016 ihre Pläne für weitere Zinssenkungen. Doch dieses Mal ist vorstellbar, dass sie vorsichtiger agiert, da ihr eine schwache Krone angesichts des noch immer niedrigen Ölpreises und des Corona-bedingten Konjunkturabschwungs gelegen kommt. Darüber hinaus wies sie in ihrer letzten Sitzung im August darauf hin, dass sich die Krone zuletzt eher stärker entwickelt habe als von ihr erwartet, was sie als mittelfristig inflationsdämpfenden Faktor anführen könnte. Alles in allem würde ich nicht darauf bauen, dass die Norges Bank eine stärkere Krone heraufbeschwören möchte.

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Stabiler EUR-CHF-Kurs

EUR-CHF zeigt sich dieser Tage recht stabil. Das ist durchaus verwunderlich, scheinen die Märkte doch angesichts einer anrollenden zweiten Viruswelle in den Risk-Off-Modus geschaltet zu haben, was sich doch üblicherweise in niedrigeren EUR-CHF-Kursen niederschlägt. Stattdessen scheint der Euro dieses Mal ähnlich stark als sicherer Hafen gefragt zu sein. Zwei Dinge dürften hier reinspielen:

Zum einen wird der Euro allgemein als sicherer angesehen, nachdem sich die EU auf ein umfangreiches Wiederaufbauprogramm einigen konnte, welches aus Sicht des Marktes die Krisenanfälligkeit des Euroraums verringert hat.

Zum anderen hat sich die Schweizerische Nationalbank Interventionsreputation aufgebaut, in dem sie zum Hochpunkt der Coronakrise erfolgreich eine “Linie im Sand” in EUR-CHF bei etwa 1,05 einziehen konnte. Dies hat offenbar den Appetit der Investoren für den Franken als sicheren Hafen deutlich gedämpft. Für die SNB besteht aktuell damit wenig Handlungsbedarf, womit ihre vierteljährliche geldpolitische Lagebeurteilung heute unspektakulär verlaufen sollte.

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CNY: Doppelschlag

Die Risikostimmung erhielt in den letzten Wochen einen klaren Dämpfer, der auch auf die chinesische Währung übergriff. Im Zuge der schwindenden Begeisterung unter den Marktteilnehmern sprang USD-CNY heute Morgen wieder über 6,80. Wie sich der Renminbi kurzfristig entwickelt, hängt größtenteils davon ab, wie lange der Dollar-Höhenflug anhält. So lautet derzeit ohne jeden Zweifel die entscheidende Frage. Für den Markt heißt das schlicht und einfach, dass er sich auf mehr Volatilität einstellen muss. Unterdessen sprintet der US-Wahlkampf in Richtung Zielgerade. Sprich: In nächster Zeit dürften sich wieder Schlagzeilen rund um China häufen. Ganz ehrlich: Nach meiner Einschätzung ist da nichts Gutes zu erwarten. Demgemäß könnte der CNY in den nächsten Wochen durchaus stärker schwanken, da die Marktrisiken (d.h. der Dollar) steigen und das Ereignisrisiko (d.h. die US-Wahlen) seine Schatten vorauswirft.

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