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Dollar schon wieder unter Druck

Dollar schon wieder unter Druck

Zuerst der schwache US PMI gestern, dann auch noch das Protokoll der letzten Fed-Sitzung, und schon war’s wieder vorbei mit der Dollarerholung.

Zwar sollte eigentlich vielen schon seit der letzten Fed-Sitzung Anfang November und den US Inflationszahlen für Oktober klar gewesen sein, dass die Fed irgendwann einen Gang zurückschaltet, was das Tempo der Zinserhöhungen anbelangt. Aber offensichtlich schienen viele die Erinnerung vom Fed Protokoll zu benötigen, um sich das wieder vor Augen zu führen. “Darüber hinaus war eine deutliche Mehrheit der Teilnehmer der Ansicht, dass eine Verlangsamung des Anstiegs wahrscheinlich bald angemessen wäre”, so das Protokoll. Andererseits bekräftigten die FOMC Mitglieder ihren deutlichen Willen, den Leitzins weiter zu erhöhen, um die Inflation wieder auf das 2%-Ziel zu drücken.

Aber möglicherweise bekamen auch einige kalte Füße, mit einem “zu starken” USD in das lange Thanksgiving-Wochenende in den USA zu starten.

Offensichtlich liegt eben das neue Wohlfühl-Niveau (sprich der neue Gleichgewichtspreis für den USD) eben doch eher zwischen 1,04 und 1,05 vor dem Hintergrund baldiger kleinerer Fed-Zinsschritte. Weshalb das kurze Aufbäumen des Dollar eben auch schon wieder vorbei ist.

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Der Truthahn überschattet alles

Heute wird die meisten Nordamerikaner wohl am allermeisten beschäftigen, ob der Truthahn in den Ofen passt und ob er auch gelingt, denn sie feiern Thanksgiving. Das heißt, dass wir uns heute und morgen wohl auf recht langweilige Handelstage in EUR-USD einstellen müssen. Doch wenig Marktteilnehmer kann auch heißen: große Sprünge in den Wechselkursen bei Überraschungen.

Allerdings sehe ich nicht, welche Überraschungen kommen sollten. Das Protokoll der letzten Fed-Sitzung hat den Dollar schon gestern Abend abwerten lassen. Datenveröffentlichungen aus den USA stehen angesichts des Thanksgiving-Wochenendes keine an.

Aber auch aus der Eurozone kommt wohl nichts Weltbewegendes. Der deutsche Ifo Index dürfte maximal für ein paar Pips gut sein. Denn ob die EZB im Dezember um 50 oder 75 Basispunkte erhöhen wird, hängt wohl nicht von Stimmungsindikatoren, sondern eher von den November-Inflationszahlen ab, die nächsten Mittwoch veröffentlicht werden. Weshalb auch Kommentare von EZB-Mitgliedern im Moment kaum merklich kursbewegend sein dürften.

Alles in allem rechne ich deshalb bis zum Wochenende mit ruhigen Dollar-Märkten und mit geringer Schwankungsbreite in EUR-USD um die 1,04-Marke. Machen wir es uns also gemütlich, dann es könnte langweilig werden.

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Falkenhafte Riksbank kaum Unterstützung für die Krone?

Nach den schwedischen Inflationszahlen für Oktober sind die Erwartungen gestiegen, dass die Riksbank den Leitzins heute um mindestens 75 Basispunkte anheben wird. Vor allem der Anstieg der Kerninflation (ohne Energie) auf 7,9% im Oktober dürfte zu hochgezogenen Augenbrauen bei den meisten Ratsmitgliedern geführt haben.

Im September hatte die Riksbank den Leitzins um satte 100 Bp auf 1,75% erhöht und stellte für die nächsten 6 Monate weitere Zinserhöhungen in Aussicht. Sie erhöhte damals entsprechend ihren Zinspfad. Im Frühjahr 2023 rechnete sie mit einem Leitzins von 2,50%, und damit für die Sitzungen im November und Februar um insgesamt noch weitere 75 Bp.

Mit einem Schritt um 75 Basispunkte heute wäre deshalb klar: die Riksbank muss ihren Zinspfad und den Hochpunkt ihres Leitzinses erneut nach oben anpassen. Da sie stets die Meinung vertreten hat, besser rechtzeitig zu agieren (und sich dabei auch vom Zinsniveau der EZB zu entfernen), um später noch größere Probleme zu vermeiden, dürfte eine Anhebung des Zinspfads und des Hochpunkts auch problemlos im Rat verabschiedet werden.

Ein Schritt um 100 Basispunkte kann angesichts der Entschlossenheit der Riksbank, die Inflation zu bekämpfen, nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Dies wäre ein starkes Signal im Kampf gegen die Inflation und wäre ganz im Sinne des Frontloadings, also des frühen Handelns. Die nach wie vor schwache Krone würde ebenfalls einem solchen Schritt nicht im Wege stehen. Allerdings könnte die Riksbank mit Blick auf die bereits deutlich sinkenden Hauspreise davon Abstand nehmen und zumindest ein kleines Signal geben, dass sie das Risiko einer Krise im Immobilienmarkt im Auge behält.

Da die Markterwartungen ebenfalls in Richtung 75 Basispunkte für die heutige Sitzung gelaufen sind und klar ist, dass die Riksbank ihren Zinspfad aller Voraussicht nach entsprechend anheben wird, sehe ich nur wenig Aufwärtspotential für die Krone. Dafür müsste der Hochpunkt des Leitzinses schon deutlich über 3% geschoben werden und das Statement sehr falkenhaft klinken – was die Riksbank mit Blick auf den Häusermarkt aber eventuell vermeiden möchte.

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ZAR: Wieviel legt die SARB heute nach?

Die gestern veröffentlichten Verbraucherpreisdaten für Oktober belegen, dass der Inflationsdruck in Südafrika weiter hoch ist. Die Gesamtrate stieg erstmal seit drei Monaten wieder leicht auf nun 7,6%, die Kernrate zog auf 5% an (Bloomberg-Konsens: 7,4% bzw. 4,9%). Dabei liegt die Gesamtrate deutlich über dem Zielkorridor der Notenbank von 3% bis 6% und über ihren September-Projektionen.

Dass die südafrikanische Notenbank (SARB) heute ihren Leitzins von derzeit 6,25% weiter anhebt, steht vor diesem Hintergrund wohl nicht zur Diskussion, aber das Ausmaß ist fraglich. Eine klare Mehrheit der von Bloomberg befragten Analysten rechnet damit, dass sie die Gangart der letzten beiden Sitzung beibehält, den Leitzins also um weitere 75-Basispunkte erhöht. Hingegen scheint am Markt mit Blick auf die Terminkontrakte für 3-Monatsgeld eher ein kleinerer Schritt von 50 Basispunkten eingepreist.

Spielraum für einen kleineren Schritt könnte vor allem der zuletzt festere Rand bieten, dem wie anderen EM-Währungen vor allem das Auspreisen von USD-Stärke zugutekommt. Die SARB hatte ihren Leitzins im Juli und September analog zur Fed um jeweils 75 Basispunkte angehoben. Ein kleinerer Zinsschritt der SARB von 50 Basispunkten würde der am Markt vorherrschenden Erwartung entsprechen, dass die Fed im Dezember die Gangart der monetären Straffungen reduziert (siehe oben).

Allerdings hatten bei der letzten SARB-Sitzung im September immerhin zwei der fünf Ratsmitglieder für einen noch größeren Schritt von 100 Basispunkten votiert. Ihre Sorgen hinsichtlich einer Lohn-Preis-Spirale sowie über den Anstieg bei administrierten Preisen dürften kaum gebannt sein.

Alles in allem dürfte es daher heute eine knappe Entscheidung werden, wobei wir es für etwas wahrscheinlicher halten, dass die SARB einen Gang herunterschaltet. Gleichzeitig dürfte sie ihren modellgestützten Zinsausblick nach oben korrigieren und weitere Zinserhöhungen signalisieren.

Da am Markt offenbar eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte auf dann 6,75% weitgehend eingepreist scheint, dürfte diese den Rand nicht nennenswert beeindrucken, zumal wenn Zinsvotum, Statement und Zinsausblick hinreichend falkenhaft erscheinen. Mögliche Rand-Verluste sollten sich in Grenzen halten.

Eine aus Marktsicht überraschende Anhebung des Leitzinses um 75 Basispunkte auf dann 7% könnte dem Rand zumindest kurzzeitig Auftrieb verschaffen.

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SN05J3CallEUR/ZARHebel: 10,3
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DAX-Tief erst im März 2023?

In der Vergangenheit markierte der DAX im März 2003, März 2009 und März 2020 jeweils Tiefpunkte infolge von Rezessionen. Zurzeit gibt es gemischte Signale: Ifo-Index, DAX-Kurs-Gewinn-Verhältnis und pessimistische Profi-Investoren sprechen für den Aktienkauf. Dagegen raten die immer restriktivere US-Geldpolitik und ambitionierte Gewinnmargen-Erwartungen, weiterhin abzuwarten. Der Bärenmarkt dürfte noch anhalten. Wiederholt sich also die Geschichte und Anleger sehen das DAX-Rezessionstief erneut im März?

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