Währung

Dollar reagiert gelassen auf Trumps verbales Dominanzgebahren

USD – Dollar reagiert gelassen auf Trumps verbales Dominanzgebahren

US Präsident Donald Trump ist angesichts des gegen ihn laufenden Amtsenthebungsverfahrens derzeit sicherlich etwas dünnhäutig. Trotzdem sprach er gestern entgegen seiner sonstigen Art ruhig und nicht aggressiv über den Handelskonflikt. Trump drohte China zwar in einer Rede in New York mit einer deutlichen Erhöhung der Zölle, sollte keine Einigung zustande kommen. Gleichzeitig betonte er, es könne sicherlich bald einen Deal geben, man sei nahe dran. Aber die USA würden letztlich entscheiden, ob ein Deal gemacht würde, und das sei nur der Fall, wenn er gut für Amerika sei. Im Prinzip handelte es sich um verbales Dominanzverhalten gegenüber China.

Da sich der US Präsident recht gelassen zeigte, reagierte auch der Markt in den G10-Währungen verhalten auf Trumps Äußerungen. Letztlich sind sie auch nichts Neues. Die Säbelrasselei in Richtung China hat nie wirklich aufgehört, dabei aber an Intensität abgenommen. Denn es ist auch im Interesse der USA, eine Einigung zu erzielen und die Unsicherheit für Unternehmen zu reduzieren. Dass die verbalen Machtbezeugungen Trumps gegenüber China dort nicht gut ankommen dürften, erscheint logisch und macht eine Einigung nicht unbedingt leichter, weshalb die asiatischen Märkte eine deutlichere Reaktion zeigten (siehe unten). Aber, dass es sich sowieso um einen kleinen Deal in Phase 1 handeln wird, dürfte mittlerweile im G10-Universum eingepreist sein. Eine größere Reaktion wäre zu erwarten, wenn absehbar würde, dass eine Einigung doch nicht zustande käme, und die Risikoaversion wieder signifikant anspränge.

Von Fed Chairman Jerome Powell werden wir derweil wohl auch kaum Neues erfahren, wenn er vor dem Wirtschaftsausschuss des Kongresses heute Nachmittag die Geldpolitik der Fed vertritt. Die Aussagen werden wie schon auf der FOMC-Sitzung Ende Oktober in die Richtung gehen, dass Wirtschaft und Arbeitsmarkt recht solide sind, gleichzeitig aber noch Unsicherheit besteht und Zinserhöhungen auf absehbare Zeit kein Thema sein werden. Zinssenkungen sind nach wie vor wahrscheinlicher als Zinserhöhungen. Die Fed bleibt somit vorsichtig neutral und bereit, bei jeder Eintrübung des Konjunkturausblicks – ausgehend von einer eventuellen Verschlechterung der Lage im Handelskonflikt – noch einmal aktiv zu werden. Damit bleiben die Schlagzeilen zum Handelskonflikt zwar bestimmend, aber die Konjunkturdaten gewinnen zusehends an Bedeutung.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

SEK – Das Farage-Risiko ist geringer

Sicherlich dürfte die Inflation nach dem Geschmack der Riksbank noch etwas höher ausfallen, schließlich lag sie mit 1,3% im September deutlich unter dem Inflationsziel von 2%. Aber sie ist auch nicht wirklich ein großes Problem, denn der Trend hat bereits wieder gedreht und der Preisdruck dürfte im Oktober etwas zugelegt haben, wie die Inflationsdaten, die heute veröffentlicht werden, zeigen sollten. Außerdem sind die Inflationserwartungen der Marktteilnehmer gemäß der monatlichen Umfrage zuletzt nicht weiter gefallen. Einer letzten Zinserhöhung in diesem Zyklus im Dezember steht wenig im Weg, sofern sich die Konjunkturdaten bis dahin nicht überraschend stark eintrüben sollten. Aber Grund zum Jubeln gibt es eben auch nicht. Der Handelsstreit bleibt unterschwellig ein Risiko, dass die exportorientierte schwedische Wirtschaft im schlimmsten Fall stark belasten kann. Deshalb wird die Riksbank nach der geplanten Zinserhöhung im Dezember auch getrost auf eine neutrale Haltung umschwenken, wie sie es im Zinspfad bereits andeutet, und erst einmal die weiteren globalen Entwicklungen und deren mögliche Auswirkungen auf den Inflations- und Wachstumsausblick beobachten. Da Riksbank im Vergleich zur EZB aller Voraussicht nach noch restriktiver werden wird, sollte die Krone gegenüber dem Euro – insbesondere im Fall positiver Konjunkturdaten – langsam aufwerten können. Vorausgesetzt, die Risikoaversion hebt nicht wieder ihr Haupt und bringt die SEK zu Fall.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XMM Long EUR/SEK Faktor: 5
CU54ZN Short EUR/SEK Faktor: -5
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AUD – Ein Blick auf den australischen Arbeitsmarktbericht lohnt sich

Für den australischen Arbeitsmarktbericht, der kommende Nacht veröffentlicht wird, interessiert sich insbesondere auch die Reserve Bank of Australia (RBA). Im Zuge der Zinssenkungen im Sommer hatte sie explizit darauf hingewiesen, dass der Arbeitsmarkt noch niedrigere Zinsen vertragen kann. Mittlerweile ist sie aber etwas optimistischer geworden, was das Beschäftigungswachstum anbelangt, das sie im November als “stark” bezeichnet. Sie rechnet jetzt in der nächsten Zeit mit einer relativ konstanten Arbeitslosenquote im Bereich von 5 1/4 Prozent, bevor sie gemäß ihren Projektionen bis 2021 langsam unter 5% fällt. Die RBA plant erst einmal keine Zinssenkungen mehr, ist aber bereit, bei Bedarf wieder aktiv zu werden, womit sie ihre taubenhafte Haltung nach wie vor beibehält. Das heißt natürlich, dass bei einer Eintrübung der Konjunkturdaten wie einem Anstieg der Arbeitslosenquote die Bereitschaft der RBA zu einer weiteren Zinssenkung steigen würde. Der AUD könnte dann durchaus heftig reagieren, sofern der Markt sich gezwungen sähe, seine Zinssenkungserwartungen anzupassen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ93DW Call EUR/AUD Hebel: 5,1
CJ6DF2 Put EUR/AUD Hebel: 5,1
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CNY – Trumps Drohung

Jedermann wartet auf Donald Trumps Antwort hinsichtlich des US-amerikanischen Handelsabkommens, insbesondere da China eine erhebliche Rücknahme von Zöllen als Voraussetzung für das „Phase-1“-Abkommen ansieht. Letzten Freitag hatte Trump angekündigt, dass eine vollständige Rücknahme unwahrscheinlich sei. Gestern hatte er seinen Tonfall noch verschärft und eine beträchtliche Anhebung der Zölle auf chinesische Güter angekündigt, falls kein Handelsabkommen erreicht werden sollte. „Wenn wir keinen Deal unterzeichnen, werden wir diese Zölle beträchtlich anheben“, sagte er. „Dasselbe gilt für andere Länder, die uns ebenfalls schlecht behandeln.“ Die Differenzen zwischen China und den USA sind weiterhin gewaltig. Selbst falls es also zu einem vorläufigen Abkommen kommen sollte, ist es unwahrscheinlich, dass dadurch der Streit zwischen den USA und China grundlegend gelöst wird. Trumps Drohung ließ die Risikoaversion im asiatischen Handel steigen. Der KRW wertete heute Morgen über 0,5% ab. USD-CNY stieg in der Zwischenzeit in Richtung 7,03.

In diesem Zusammenhang zeigten Daten der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM), dass der chinesische Pkw-Absatz im Oktober um 5,8% zum Vorjahr nachgegeben hatte. Der schwache Trend der letzten Quartale setzt sich also fort.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ6WTF Call USD/CNH Hebel: 5,9
CU9BQK Put USD/CNH Hebel: 5,8
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