Währung

Dollar alternativlos?

Das G10-Bild klärt sich – und ist (fast) schon wieder vorbei

Fanden Sie die Bewegungen am Devisenmarkt, die wir in dieser Woche gesehen haben, auch so unübersichtlich? Erst Euro-Schwäche, dann Yen-Schwäche, AUD mal rauf mal runter, EMs fast durchgängig schwach etc. Mittlerweile klärt sich das Bild, aber es zeigt sich auch, dass die Situation sich bereits wieder ändert:

  • Wir hatten in den letzten Wochen zwei Effekte, die sich überlagerten: Corona und niedrige Volatilität. Corona hat schon Ende Januar zu einem Einbruch der Carry-Trades geführt: hochverzinsliche Währungen litten, niedrig verzinsliche “sichere Häfen” gewannen. EUR weniger als JPY und CHF. Weil der Euro kein so guter “sicherer Hafen” ist. Aber das ist eine eigene Story… Hier ist wichtig: Lange hat das nicht angehalten. Denn trotz Corona-Angst blieben die FX-Volatilitäten niedrig. Das heißt: Das Bild strukturell niedriger FX-Volatilität verfestigte sich. In den EUR-USD-Vols sieht man das sehr schön: Obwohl die impliziten Volatilitäten anstiegen, hatte sich die Beziehung zwischen Vol-Niveau und Steilheit der Vol-Kurve persistent seit Ende Januar verschoben. Problem war dabei nur: In welche Hochzins-Währungen sollte man investieren? NOK, CAD oder NZD mit ihren deutlichen Exposures zu China? EMs mit ihrer Empfindlichkeit gegenüber globalen Konjunkturrisiken? Beides fiel Corona-bedingt aus. Und so blieb nur der US-Dollar als Hochzins-Währung auf der Long-Seite von Carry-Trades übrig. Deshalb fiel die Bewegung wohl so heftig aus. Der Dollar war alternativlos.
  • Wir glauben, dass der strukturelle Rückgang der FX-Volatilitäten dauerhaft ist. Wir haben daher unsere EUR-USD-Prognose gesenkt. Da wir nicht ausschließen können, dass die Anpassung an dauerhaft niedrigere Vol-Niveaus noch nicht abgeschlossen ist, haben wir für die nächste Zeit noch fallende EUR-USD-Kurse ins Prognose-Tableau geschrieben. Und einen deutlich flacheren Anstieg danach. So endet der Wechselkurs-Prognosepfad nun Ende 2020 nur noch bei 1,10.
  • Auf kurze Frist scheint nun freilich erstmal Schluss zu sein mit dem Trend der letzten Wochen. Denn viel länger kann der Markt offensichtlich nicht den Spagat zwischen Corona-Risiken (und davon abgeleitet: globalen Konjunkturrisiken) und niedriger Vol durchhalten. Im Chart wird bereits deutlich, dass die Beziehung zwischen Vol-Niveau und Vol-Kurven-Steilheit wieder nach rechts oben wandert – dass das, was wir “strukturelles Volatilitätsniveau” nennen, also erst mal wieder steigt. Klar, das ist alles Corona-bedingt ist und daher kein Anzeichen für eine dauerhafte Umkehr des langfristigen Abwärtstrends. Nur scheint mir erstmal eine Pause wahrscheinlich – was für die nächsten Tage mindestens eine Stabilisierung von EUR- und JPY-Niveaus nahelegt.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Zloty kann von Produktionsdaten nicht profitieren

Obwohl gestern ordentliche Produktionsdaten für den Januar veröffentlicht wurden, wertete der Zloty ab. Wahrscheinlich ist dies auch gerechtfertigt, wenn man berücksichtigt, dass

  1. die Industrieproduktion zwar überraschend stark zulegte, gegenüber dem Vorjahr jedoch nur um 1,1% höher lag, was ein nur langsames Wachstum darstellt, und
  2. die Produktion saison- und arbeitstagbereinigt zwar stark um 2,7% zum Vormonat wuchs, dieser Anstieg jedoch auf einen Rückgang im Vormonat von 2,9% folgt.

Insgesamt scheint sich der Produktionszyklus noch immer abzuschwächen, was auch der Entwicklung in Deutschland und dem Einkaufsmanagerindex in Polen entspricht. Der Markt geht daher korrekterweise davon aus, dass die polnische Zentralbank die Geldpolitik zur Bekämpfung der zu hohen Inflation nicht straffen wird. Dies ist wiederum für den Zloty negativ, zumindest solange die Inflation hoch bleibt.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CL0YZX Call EUR/PLN Hebel: 5,0
CU9XR7 Put EUR/PLN Hebel: 4,8
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Chinas Wachstums- und Verschuldungssorgen

Chinas Kreditvergabe erlebte im ersten Monat des Jahres 2020 einen erneuten Boom, wobei sowohl die neuen Kredite als auch die Gesamtfinanzierung deutlich die Erwartungen übertrafen. Es ist klar, dass die laufende geldpolitische Lockerung in den kommenden Quartalen eine zusätzliche Kreditgewährung fördert. Möglicherweise ist dies für die chinesischen Entscheidungsträger die einzige Option, nachdem das Virus die Wirtschaft hart getroffen hat. Da eine weitere Lockerung erwartet wird, erholte sich der Aktienmarkt trotz der angeschlagenen Wirtschaft rasch. Am Devisenmarkt scheinen die Händler nun einen stärker an den Fundamentaldaten ausgerichteten Ansatz einzunehmen. Im Ergebnis stieg USD-CNY in dieser Woche.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU91AP Call USD/CNH Hebel: 5,3
CU9BQK Put USD/CNH Hebel: 6,1
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