Währung

Die Zentralbank-Entscheidungen im Wochenverlauf

EUR/USD: Große Intraday-Bewegungen trotz enger EUR-USD-Range

Die guten US-Daten am Freitag (Arbeitsmarktbericht des Bureau of Labor Statistics und Konsumenten-Befragung der University of Michigan) beendeten den Ausflug von EUR-USD in den Bereich über 1,11. Über 1,11 geht nichts, unter 1,10 auch nicht – das scheint die Lehre der letzten Wochen zu sein. Am 5. November rutsche der Wechselkurs in diesen Bereich und hat seitdem nur sehr kurzfristige und erfolglose Ausbrüche nach oben und unten hingelegt.

Dabei ist die Intraday-Volatilität mit gut 7% gar nicht mal so außergewöhnlich niedrig. So ging’s z.B. am Freitag recht zügig von rund 1,1100 runter auf 1,1050. Nicht immer ist die Annahme erfüllt, dass die Volatilität auf unterschiedlichen Zeitskalen sich ähnlich verhält (mathematisch gesprochen: dass sie “skaliert”). Die Welt ist halt nicht so einfach, wie die Herren Black und Scholes sich das vorgestellt haben. Da aber die Optionspreise sich aus den Kosten für dynamisches Hedging einer Options-Position ableiten und die Options-Market-Maker typischerweise recht hochfrequent arbeiten, reflektieren FX-Volatilitäten – auch wenn 1M EUR-USD ATM-Vola bei rund 6 3/4 % nicht hoch ist – noch längst nicht die niedrige FX-Volatilität, die im niedrig-frequenten Bereich zu beobachten ist.

Was heißt das praktisch? Wer sich derzeit gegen mittelfristige Wechselkurs-Schwankungen absichern will, wird sich überlegen müssen, ob nicht das Schreiben von Optionen derzeit die bessere Strategie ist, als das Kaufen von Optionen. Ich befürchte halt, dass bis zu den Weihnachts-Feiertagen der Devisenmarkt nicht den Schwung aufbringt, sich für eine Seite zu entscheiden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Die Zentralbank-Entscheidungen im Wochenverlauf

Ansonsten dürfte diese Woche im Zeichen der anstehenden Zentralbank-Entscheidungen stehen. FOMC am Mittwoch, EZB und SNB am Donnerstag.

Nicht, dass irgendeine dieser Zentralbanken einen geldpolitischen Schritt tätigen würde. Das steht nicht auf der Tagesordnung. Es geht vielmehr darum, dass alle drei Zentralbanken ihre geldpolitische Strategie erläutern müssten.

  • Die Fed muss sagen, an welche Bedingungen ihre neue abwartende Haltung gebunden ist. Mit anderen Worten: Was muss passieren, damit sie doch nochmal ihren Leitzins-Korridor senkt?
  • Für EZB-Chefin Christina Lagarde geht’s auf ihrer ersten EZB-Pressekonferenz darum, zu erläutern, wie die neue Rücksichtnahme auf die Nebenwirkungen der EZB-Geldpolitik sich auf die künftigen geldpolitischen Entscheidungen auswirkt.
  • Und die SNB wird wieder mal erklären müssen, wie sie ihren geldpolitischen Handlungsspielraum beurteilt. Könnte sie ihren Leitzins überhaupt senken? Und wie stark könnte sie am Devisenmarkt intervenieren? Würde der Devisenmarkt sich meiner Meinung anschließen – dass sie auf beiden Feldern wenig ausrichten kann – würde der Aufwertungsdruck auf den Franken zunehmen.

Weil die Zentralbank-Sitzungen also durchaus relevant sein könnten, wird der Devisenmarkt zum Wochenbeginn erst recht keine Lust haben, sich großartig zu bewegen. Wenn überhaupt könnte sich der eine oder andere Marktteilnehmer nochmal in Vorbereitung auf die Zentralbanken neu positionieren. Diese Bewegungen sind aber eher zufällig und folgen keiner fundamentalen Gesetzmäßigkeit. Bis die Zentralbanken am Mittwoch und Donnerstag sprechen, kann ich aus fundamentaler Sicht daher nur empfehlen, von den drei betreffenden Währungen die Finger zu lassen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLR Long EUR/USD Faktor: 5
CU54YQ Short EUR/USD Faktor: -5
CU2XL0 Long EUR/CHF Faktor: 5
CU54YZ Short EUR/CHF Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

CNY: Die Option verfällt

Der Markt hat sich auf die binäre Option eingestellt, die gegen Ende dieser Woche verfallen wird, da die Zoll-Deadline vom 15. Dezember unmittelbar bevorsteht. Da beide Seiten weiterhin undurchsichtige Signale aussenden, scheint ein Deal in weiter Ferne zu sein. Larry Kudlows Interview von letztem Freitag war weder Fisch noch Fleisch – zumindest nach meinem Dafürhalten. Auch wenn er einen Deal als „nahe“ bezeichnete, verwies er im Gegenzug darauf, dass nichts in trockenen Tüchern sei. Vor allem aber machte er deutlich, dass man gegenüber China hart bleiben müsse. Das klingt in der Tat nach keiner baldigen Einigung. Daher ist die Frage der Woche vergleichsweise simpel: Werden die Zölle aufgeschoben oder nicht? Eine Prognose ist so gut wie unmöglich. Doch da sich am Devisenmarkt weltweit derzeit kaum etwas bewegt, dürften keine größeren Ausschläge von USD-CNY zu erwarten sein – ob mit oder ohne Zollaufschub. Kommt es zu Ersterem, tippe ich darauf, dass USD-CNY kurzzeitig unter die 7er-Marke rutschten könnte. Treten die Zölle dagegen wie geplant in Kraft, könnte USD-CNY in Richtung 7,10 ausschlagen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU9PUB Call EUR/CNH Hebel: 4,8
CU8H2V Put EUR/CNH Hebel: 4,5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.