Rohstoffe

Die OPEC+ produziert wieder mehr Öl

Energie: Der Ölpreis bleibt vorerst weiter wegen dem festen US-Dollar sowie anhaltenden Sorgen um die Weltkonjunktur und den Welthandel unter Druck. Auch die mangelnde Förderdisziplin der OPEC mahnt aktuell zur Vorsicht. Laut Bloomberg-Umfrage ist die OPEC-Produktion im August erstmals seit November um 200 Tsd. auf 30 Mio. Barrel täglich gestiegen. So hat Nigeria seine Produktion um 60 Tsd. auf 1,95 Mio. Barrel täglich erhöht, der höchste Stand seit Januar 2016. Der Irak hat seine Produktion ebenfalls um 30 Tsd. auf einen neuen Rekordwert von 4,78 Mio. Barrel täglich ausgeweitet. Saudi-Arabien hat seine Produktion ebenfalls etwas gesteigert, bleibt aber mit 9,83 Mio. Barrel weiterhin deutlich unter der vereinbarten Produktionsquote von 10,31 Mio. Barrel täglich. Unterdessen hat auch Russland, der wichtigste Verbündete der OPEC bei den Produktionskürzungen, seine Produktion um über 100 Tsd. Barrel gesteigert. Diese lag im August mit 11,29 Mio. Barrel pro Tag deutlich höher als mit der OPEC vereinbart. Dabei ist eine starke Förderdisziplin seitens der OPEC+ im Hinblick auf die Nachfrageängste notwendig, um den Ölpreis vor einem weiteren Preisverfall zu schützen.

Bereitet Saudi-Arabien nun doch noch einen Börsengang des heimischen Ölriesen Saudi Aramco vor? So könnte man die jüngsten Veränderungen in dem Unternehmen interpretieren, nachdem der Energieminister Khalid al-Falih an der Spitze des Konzerns durch den Leiter des Staatsfonds Yasir al-Rumayyan ersetzt wurde. Doch für einen erfolgreichen Börsengang würde man u.E. einen deutlich höheren Ölpreis benötigen, wenn man bei der angepeilten Bewertung von 2 Bio. USD keine massiven Einschnitte hinnehmen möchte. Die Börsenpläne deuten zwar angesichts eines aktuell eher ungünstigen Umfelds auf eine gewisse Verzweiflung der saudischen Führung hin. Doch spricht es auch für die Bereitschaft Saudi-Arabiens, die Vereinbarung zur künstlichen Verknappung der Ölversorgung um jeden Preis einzuhalten. Zur Not müsste Saudi-Arabien also deutlich größere Produktionseinschnitte vornehmen, um den Ölpreis zu stützen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold hat gestern Nachmittag im Zuge der Meldung aus China (siehe Industriemetalle unten) zwar etwas zugelegt, wird heute Morgen aber wieder durch den festen US-Dollar gebremst. Die Marktteilnehmer werden heute nach London schauen. Dort wollen pro-europäische Abgeordnete heute Abend mittels einer Gesetzesvorlage einen ungeordneten Brexit verhindern. Diese soll Premierminister Johnson zwingen, das Austrittsdatum um drei Monate auf Ende Januar zu verschieben, sollte bis zum 19. Oktober kein Abkommen mit der EU ausgehandelt sein. Johnson beharrt jedoch bislang darauf, dass Großbritannien Ende Oktober in jedem Fall aus der EU ausscheidet. Gold sollte vom Risiko eines ungeordneten Brexit profitieren. In Britischen Pfund gerechnet ist Gold heute Morgen auf ein neues Allzeithoch gestiegen, da die britische Währung weiter abwertet.

Wie die aktuelle CFTC-Statistik zeigt, war der jüngste Preisanstieg von Silber stark spekulativ getrieben. In der Woche zum 27. August wurden die Netto-Long-Positionen um 27% ausgeweitet, ähnlich stark wie schon in der Woche zuvor. Neben den spekulativen Finanzinvestoren haben die ETF-Anleger kräftig Silber gekauft. Im August verzeichneten die von Bloomberg erfassten Silber-ETFs Zuflüsse von 1.225 Tonnen. In den letzten drei Monaten gab es Zuflüsse von 3.740 Tonnen, was der weltweiten Silberminenproduktion von mehr als anderthalb Monaten entspricht. Die Bestände der Silber-ETFs sind mit 19.650 Tonnen rekordhoch. Das große Investoreninteresse an Silber war maßgeblich dafür verantwortlich, dass Silber sich nicht nur absolut verteuert, sondern auch gegenüber Gold aufgeholt hat. Das Gold/Silber-Verhältnis liegt aktuell bei gut 82, der niedrigste Wert seit Januar.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
CU0E6W Long Silver Future Faktor: 5
CJ7RLV Short Silver Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Industriemetalle: Laut Angaben des chinesischen Handelsministeriums hat China gestern die USA vor der Welthandelsorganisation (WTO) wegen den jüngsten Zöllen verklagt. China wirft der USA eine Verletzung des Abkommens vor, dass beide Präsidenten im Rahmen des G20-Gipfels in Osaka vereinbart hatten. Dieser Schritt ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Handelsstreit zwischen beiden Ländern wohl nicht schnell beigelegt wird. Hierzu passt ins Bild, dass sich beide Seiten bislang nicht auf ein Datum für die nächsten persönlichen Gespräche geeinigt haben. Die Metallpreise reagierten gestern ziemlich gelassen auf die Meldung aus China und gaben nur leicht nach. Kupfer hat mit gut 5.600 USD je Tonne aber den tiefsten Stand seit Juni 2017 markiert.

In die andere Richtung, also nach oben, geht es dagegen weiter für Nickel. Zwar hat der Preis an der LME in London gestern seine Gewinne nicht halten können, er legt heute Morgen aber bereits wieder zu. Angetrieben wird er von einem neuerlichen Preissprung von Nickel an der SHFE in Shanghai. Dort steigt Nickel heute um 8% auf ein neues Rekordhoch. Nach dem angekündigten Exportstopp von Nickelerz in Indonesien letzten Freitag gibt es mehr und mehr Schätzungen, wie hoch das Angebotsdefizit am globalen Nickelmarkt ausfallen könnte. Die Marktbeobachter scheinen sich einig zu sein, dass das Defizit im nächsten Jahr bei über 100 Tsd. Tonnen liegen dürfte. Die erwartete Angebotsknappheit spiegelt sich auch in der Terminkurve von Nickel wider, die bis Ende 2021 stark in Backwardation ist.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
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