Rohstoffe

Die OPEC+ enttäuscht: Öl-Produzenten verständigen sich auf kleine Produktionsanhebung

Energie: Die OPEC+ enttäuscht, der Ölpreis steigt dennoch

Eigentlich hat die gestrige Entscheidung der OPEC und ihrer Verbündeten (OPEC+) die Erwartungen des Marktes verfehlt. Statt einer Beibehaltung der Produktionskürzungen wurde nun eine graduelle Erhöhung um 500 Tsd. Barrel täglich schon im Januar beschlossen. In den Monaten danach will man sich erneut zusammensetzen, um über die weitere Vorgehensweise zu entscheiden. Dabei könnte man die Produktion nach oben wie nach unten um bis zu 500 Tsd. Barrel täglich ändern. Angesichts der vorherigen Erwartungen und der fragilen fundamentalen Lage am Ölmarkt ist die Entscheidung enttäuschend. Dennoch ist der Brentölpreis heute Morgen auf knapp 50 USD je Barrel gestiegen. Einige Marktteilnehmer führen dies auf eine höhere Flexibilität der Gruppe zurück, wobei man die Produktion später auch um bis zu 500 Tsd. Barrel täglich kürzen könnte. Doch dies ist aus vielerlei Gründen eher illusorisch. Man sollte also nicht zuviel hineininterpretieren: Der Preis steigt, weil er steigt und nicht weil der Markt die gefundene Entscheidung der Produzentengruppe feiert. Die fundamentale Lage ist alles anders als rosig. Laut einer Reuters-Umfrage ist die OPEC-Produktion im November wegen Libyen um 750 Tsd. Barrel täglich gestiegen. Dabei sieht man erneut die Differenzen bei der Umsetzung der vereinbarten Quoten. Die V.A.E. haben die verlangten kompensierenden Kürzungen für die zu hohe Produktion in den Monaten davor umgesetzt, ebenso wie Angola. Andere Länder wie Nigeria und der Irak haben das bislang nicht getan. Die kleineren Produzenten Kongo, Äquatorial-Guinea und Gabon haben die Vereinbarungen ebenfalls erneut massiv verfehlt. Damit sind weitere Spannungen innerhalb der Gruppe im Hinblick auf einen höheren Ölpreis vorprogrammiert. Daher teilen wir die positive Auffassung des Ölmarktes nicht und führen die jüngste Preisstärke in erster Linie auf spekulative Käufe zurück. Der Preiszuwachs ist aus unserer Sicht wegen der Nachfrageschwäche in den Industriestaaten und einer auch außerhalb der OPEC+ steigenden Ölproduktion nicht nachhaltig.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Was für einen Unterschied wenige Tage ausmachen können

Die Edelmetalle haben eine bemerkenswerte Woche hinter sich. Zu Wochenbeginn sah es noch ziemlich finster aus. Dass die Preise dort stehen, wo sie aktuell sind, konnte sich da noch kaum jemand vorstellen. Mittlerweile erstrahlen die Edelmetalle in neuem Glanz. Gold hat in dieser Woche bislang 3% zugelegt und steht damit vor dem ersten Wochengewinn seit Anfang November. Gold handelt wieder bei 1.840 USD je Feinunze und hat damit den Großteil der Verluste der vorherigen Woche und des Monatsverlustes im November wieder wettgemacht. Sicherlich trug ein unter massivem Abwertungsdruck stehender US-Dollar zur kräftigen Preiserholung bei. Allerdings neigte der US-Dollar auch schon in der letzten Woche zur Schwäche, ohne dass dies den Absturz des Goldpreises verhinderte. Dass die Dollarschwäche als alleiniger Grund für den Goldpreisanstieg nicht herhalten kann, zeigt der Blick auf den Goldpreis in Euro. Verzeichnete er zu Wochenbeginn bei 1.470 EUR je Feinunze ein 8-Monatstief, so notiert er inzwischen wieder komfortabel über 1.500 EUR. Silber legte vom Tief zu Wochenbeginn rund 2 USD zu und handelt wieder bei gut 24 USD je Feinunze. Platin stellt allerdings alles deutlich in den Schatten. Allein in dieser Woche legte der Platinpreis um mehr als 8% zu, was dem stärksten Wochenanstieg seit März entspricht. Am Morgen erreicht Platin mit knapp 1.050 USD je Feinunze das höchste Niveau seit mehr als vier Jahren. Dabei ging der vorherige Preisabsturz bei Gold und Silber an Platin spurlos vorbei. Denn auch in der letzten Woche, als Gold und Silber noch stark Federn lassen mussten, legte Platin bereits knapp 2% zu. Wie es scheint, ist das lange vernachlässigte Edelmetall aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Dazu passt, dass das Schwestermetall Palladium, das Platin in den letzten Jahren deutlich den Rang abgelaufen hatte, gestern zeitweise um 7% einbrach und als einziges Edelmetall in dieser Woche einen Verlust einfahren dürfte.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
SB42W9LongPlatinum FutureFaktor: 4
SB3T8AShortPlatinum FutureFaktor: -4
SB42XALongPalladium FutureFaktor: 4
SB3T8BShortPalladium FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Blick auf die Metallmärkte in 2021

Fast allen Metallmärkten ist gemein, dass sie im nächsten Jahr einen zumeist recht großen Angebotsüberschuss aufweisen dürften. Daran wird wohl auch die erwartete Erholung der Nachfrage nichts ändern, die in vielen Fällen ihr Vorkrisenniveau nach Meinung zahlreicher Marktbeobachter noch nicht wieder erreichen wird. In einem sich normalisierenden Umfeld sollte die Produktion ebenfalls ausgeweitet werden können. Aus fundamentaler Sicht sind die hohen Metallpreise unseres Erachtens also nicht zu rechtfertigen. Wir gehen aber davon aus, dass die gute Stimmung an den Finanzmärkten die Preise zunächst noch weiter tragen wird. Dabei dürften positive Nachrichten im Kampf gegen das Coronavirus eine Hauptrolle spielen. Das positive Überraschungsmoment sollte sich unseres Erachtens im weiteren Jahresverlauf aber legen und die Euphorie der Marktteilnehmer abklingen, so dass wir im zweiten Halbjahr eine Korrektur der Metallpreise erwarten. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass der diesjährige Rückenwind seitens der Währungen – insbesondere US-Dollar und Chinesischer Yuan – nachlässt bzw. sich ins Gegenteil verkehrt. Der US-Dollar sollte nicht mehr weiter stark abwerten und die Aufwertung des Yuan gestoppt werden.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6YLongCopper FutureFaktor: 6
SB3T6LShortCopper FutureFaktor: -6
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