Währung

Devisenmarkt: Zinssenkungsdrohungen auf der einen, Zinserhöhungspläne auf der anderen Seite

Zinssenkungsdrohungen auf der einen, Zinserhöhungspläne auf der anderen Seite

Fehlender Impfstoff, Virusmutationen – der Weg aus der Pandemie bleibt wahrlich holprig. Die einen stört das offensichtlich mehr, die anderen weniger. Zu den eher pessimistisch eingestellten zählen beispielsweise die EZB oder die polnische Notenbank NBP. Beide scheinen die wirtschaftliche Erholung als fragil einzuschätzen. Warum sonst sollten sie sich solche Mühe geben, ihre Währungen schwach zu reden – die EZB mittels Zinssenkungsdrohungen, die NBP sogar unverhohlen mit Devisenmarktinterventionen – wenn nicht aus Sorge um die heimische Konjunktur?

Auf der anderen Seite sehen die Notenbanker in Brasilien, Tschechien oder auch Norwegen die Wirtschaft auf einem guten Wege und reden sogar schon von Zinserhöhungen. Konträrer könnte die Position dieser Notenbanken nicht sein. Und das hat natürlich Auswirkungen auf die Wechselkurse. Je stärker die Divergenz in der Geldpolitik, desto stärker dürften die Währungen schließlich auseinanderlaufen – d.h. EUR und PLN gegenüber BRL, CZK und NOK abwerten.

Noch ist das aber nicht geschehen, oder nur zu einem geringen Maße, was nur heißen kann, dass der Markt einer der Seiten nicht glaubt. Die deutlich gestiegenen langfristigen Renditen in Brasilien, Tschechien und Norwegen weisen darauf hin, dass die Zinserhöhungspläne durchaus ernstgenommen werden. Bleiben wohl nur Zweifel an den Drohungen expansiver Maßnahmen seitens EZB und NBP. Angesichts bereits rekordniedriger Zinsen besteht in der Tat auf den ersten Blick nicht viel Zinssenkungsspielraum. Devisenmarktinterventionen bergen zudem die Gefahr, bei anderen Ländern übel aufzustoßen und dürften daher wohl wenn nur in Maßen eingesetzt werden.

Der Markt mag am Ende mit seinen Zweifeln rechtbehalten. Nur ist zu befürchten, dass er das Risiko, dass es anders kommt, also EZB und NBP nicht locker lassen, bis sich ihre Währungen deutlich abgeschwächt haben, unterschätzt. Zumindest scheint dieses Risiko nicht in allen Wechselkursen adäquat eingepreist zu sein. Während die impliziten Volatilitäten für EUR-BRL und EUR-NOK noch immer recht hoch handeln, ist beispielsweise die EUR-CZK-Vol schon fast wieder auf Vorkrisenniveaus zurückgekehrt. Überhaupt scheint der Devisenmarkt noch keine Gefahr eines Abwertungswettlaufs zu sehen, in dem neben EZB und NBP auch andere Notenbanken beginnen, ihre Währungen direkt oder indirekt zu schwächen, wie die insgesamt wieder deutlich niedrigeren Volatilitäten suggerieren.

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SEK bleibt unterstützt, ist aber kein Outperformer mehr

Nach den deutlichen Zugewinnen im letzten Jahr geht es die schwedische Krone im neuen Jahr eher langsam an. Tatsächlich ist sie neben dem Yen aktuell der schwächste Performer unter den G10-Währungen. Zum einen, wie wir über die vergangenen Monate oft genug betont haben, hat sie ja bereits ordentlich vorgelegt und es ist schon viel Positives eingepreist. Zum anderen sticht Schweden mittlerweile mit seiner Corona-Eindämmungsstrategie nicht mehr so stark raus, wie dies noch im vergangenen Jahr der Fall war, nachdem das Infektionsgeschehen auch hier deutlich zugenommen hat. Zwar befindet sich das Land nicht in einem harten Lockdown, doch die Regierung verlässt sich nun nicht mehr nur auf Empfehlungen und Freiwilligkeit, sondern hat ebenfalls härtere Beschränkungen eingeführt. Nichtsdestoweniger hält sich die Wirtschaft weiterhin wacker, wie die gestrigen Stimmungsindikatoren zeigten. Die Konsumenten und insbesondere die Industrie sind zu Beginn des Jahres überraschend positiv gestimmt. Die Hoffnung auf eine im Vergleich schnellere Erholung von der Krise bleibt somit erhalten und dürfte die SEK stützen. Doch für eine weitere deutliche Aufwertung reicht das nicht aus, da die Outperformance der schwedischen Wirtschaft bereits eingepreist sein sollte.

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