Währung

Devisenmarkt: Unattraktiver Euro

EUR-USD visiert die 1,20 an

Die gestrige Veröffentlichung der Inflationsdaten aus der Eurozone haben deutlich nach oben überrascht. Sind damit Zinssenkungen oder andere expansive Maßnahmen durch die EZB damit vom Tisch? Nein, denn der deutliche Anstieg der Verbraucherpreisinflation und der Kerninflation ist Sonderfaktoren geschuldet und der unterliegende Preisauftrieb ist nach wie vor schwach. Insofern besteht kein Grund für die EZB, sich über steigenden Preisdruck zu sorgen. Entsprechend reagierte der EUR nicht auf die Veröffentlichung der Zahlen. An einem insgesamt eher ruhigen Handelstag nahm EUR-USD Anlauf auf die Marke 1,20, konnte diese aber nicht unterschreiten. Wahrscheinlich wird der Markt in den kommenden Tagen diese Marke weiter antesten. Eigentlich haben unserer Meinung nach die Argumente für einen schwächeren USD weiterhin Bestand. Die US-Fed hat klar gemacht, dass sie lange an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten wird, auch eine Inflation über dem Ziel wird sie wohl für eine gewisse Zeit tolerieren. Kurzfristig dürfte für den Devisenmarkt aber wohl entscheidender sein, dass es in den USA in Bezug auf die Impfkampagne und auch auf die konjunkturelle Erholung im Moment einfach besser aussieht. So überraschte gestern der ADP Bericht mit einem deutlicheren Stellenaufbau für den Monat Januar und auch der ISM Index für den Dienstleistungssektor überraschte positiv. Es deutet vieles darauf hin, dass die USA besser aus der Krise kommen als die Eurozone, die im Moment mit weiteren Infektionshotspots und einer chaotischen Impfkampagne Schlagzeilen macht. Wer will da also im Moment auf einen steigenden Euro setzen?

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BoE: Bleiben negative Zinsen ein Thema?

Die Bank of England dürfte auf ihrer heutigen Sitzung ihren Leitzins unverändert bei 0,10% lassen und auch keine Anpassung beim Volumen ihrer Anleihekäufe vornehmen. Das heißt aber nicht, dass die heutige Sitzung ein Non-event ist. Seit Monaten wird darüber spekuliert, ob die BoE ihren Leitzins in den negativen Bereich senken könnte. Insofern wird der Devisenmarkt heute sehr genau auf die Kommunikation der BoE achten, denn schließlich gab es in den letzten Wochen widersprüchliche Kommentare in Bezug auf negative Zinsen seitens einiger BoE-Mitglieder. Neben der Zinsentscheidung an sich steht heute die Veröffentlichung des geldpolitischen Quartalsreports an. Die BoE dürfte ihre BIP-Prognose für das erste Quartal nach unten nehmen und damit der aktuellen Pandemie-Entwicklung Rechnung tragen. Zudem sollen heute die Ergebnisse einer Umfrage im Bankensystem veröffentlicht werden. Mithilfe dieser Umfrage will sich die BoE ein Bild darüber verschaffen, welche Auswirkungen negative Zinsen auf das Bankengeschäft haben könnten. Vermutlich wird das Umfrageergebnis bekräftigen, dass im Zusammenhang mit negativen Zinsen eine Reihe Probleme auftreten können.

Während bis vor einigen Wochen Zinssenkungen in Großbritannien durchaus möglich erschienen – denn schließlich hatte das Land eine weitere Corona-Infektionswelle erfasst und ein erneuter Lockdown wurde verhängt – erscheint ein solcher Schritt mittlerweile weniger wahrscheinlich. Denn die vergleichsweise erfolgreiche Impfkampagne in Großbritannien dürfte eine schnellere Rückkehr zur Normalität ermöglichen, sodass sich die Konjunktur wohl ab dem 2. Quartal deutlich erholen dürfte. Auch wenn die BoE ihre kurzfristige Prognose für die Wirtschaft herunternehmen dürfte, dürfte sie keinen dringenden Handlungsbedarf sehen. Denn wichtiger für die geldpolitische Entscheidung dürfte sein, dass sich der Konjunkturausblick aufgrund des erfolgreichen Impfstarts aufgehellt hat. Allerdings bleibt die Unsicherheit im Zusammenhang mit Pandemie und Konjunkturausblick hoch, insofern wird sich die BoE die Tür für weitere expansive Maßnahmen sicherlich noch offen halten und dabei auch negative Zinsen nicht ausschließen. Sollte die Impfkampagne in Großbritannien weiterhin erfolgreich verlaufen, erscheint es jedoch zunehmend unwahrscheinlich, dass die BoE zu dem umstrittenen Instrument Zinssenkungen greifen wird. Inwiefern das Pfund allerdings davon noch profitieren kann, ist fraglich. Denn ein Großteil der zuletzt positiven Nachrichten dürfte wohl schon eingepreist sein. Heute könnte das Pfund profitieren, wenn die BoE bei ihrer kritischen Haltung zu negativen Zinsen bleibt. Mit Blick auf den Brexit sehen wir aber nach wie vor Abwärtsrisiken für das Pfund.

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