Währung

Devisenmarkt: Reality Check

Impfsorgen verhageln die Stimmung an den Märkten

Gestern dominierte risk-off an den Finanzmärkten. Die Aktienmärkte gaben weltweit nach und am Devisenmarkt konnten vor allem Währungen wie der USD und der CHF profitieren, während EM-Währungen nachgaben. Nachrichten über Lieferprobleme bei den Impfdosen haben vor dem Hintergrund der nach wie vor wütenden Corona-Pandemie die Stimmung verhagelt. Der Optimismus, seit bekannt wurde, dass ein vielversprechender Impfstoff entwickelt werden konnte, und damit verbunden die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr der globalen Wirtschaft zur Normalität, haben Aktienmärkte und risikoreiche Assets in den letzten Wochen in die Höhe getrieben, ungeachtet dessen, dass die Infektionszahlen in vielen Ländern wieder gestiegen und neue Corona-Beschränkungen notwendig geworden sind. Auf kurze Sicht werden wohl noch einige negative Nachrichten im Zusammenhang mit der Pandemie auf uns zu kommen. Auch dürften sich die aktuellen Corona-Beschränkungen zusehends in den Konjunkturdaten bemerkbar machen. Zeit also für einen Reality Check. Allerdings könnte die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie bald wieder die Oberhand gewinnen, denn auch wenn es etwas holprig verläuft, die Impfungen schreiten voran und dürften die kurzfristigen Sorgen wieder verdrängen.

Knot verleiht der EZB-Währungsmanipulation Nachdruck

EZB-Ratsmitglied Klaas Knot hat gestern die Drohung an den Devisenmarkt, die schon EZB-Präsidentin Lagarde am Donnerstag geäußert hatte, verschärft. Seine Äußerungen legen nahe, dass die EZB bei ihr nicht genehmen EUR-Wechselkursniveaus den Leitzins senken könnte. Knots Drohung wurde durch weitere Gerüchte aus der EZB zusätzlich verstärkt. Wir können das nur so interpretieren, dass die EZB de facto den Währungskrieg erklärt hat. Denn vom G7-Konsens (“we don’t target exchange rates”) hat sie sich offensichtlich verabschiedet. Das Timing der Kommunikations-Offensive legt darüber hinaus nahe, dass sie nicht die Aufwertungsgeschwindigkeit des Euros bremsen will, sondern bestimmte Wechselkurs-Niveaus erzwingen will.

Unspektakuläre Fed-Sitzung

Im Vergleich zu dem, was die EZB gestern an Schlagzeilen lieferte, war die Fed-Sitzung (erwartungsgemäß) unspektakulär. Entsprechend zeigte der USD keine nennenswerte Reaktion. Mit seiner Aussage, dass es noch zu früh sei über “Tapering” zu diskutieren, nahm Fed-Präsident Jerome Powell denjenigen den Wind aus den Segeln, die über eine Reduzierung der Fed-Anleihekäufe bereits gegen Ende des Jahres spekuliert haben. Die Inflation werde zwar in den nächsten Monaten steigen, dies sei aber Basiseffekten geschuldet und daher nur vorübergehend. Für die Wirtschaft sieht die Fed weiterhin Risiken, was wenig verwundert, denn schließlich ist die Pandemie noch nicht überwunden. Ist damit die Taper-Diskussion vom Tisch? Erstmal vielleicht schon. Aber mit dem zu erwartenden Konjunkturpaket der Biden-Regierung und dem vergleichsweise zügigen Impffortschritt in den USA, was eine baldige Rückkehr der Wirtschaft zur Normalität ermöglichen sollte, könnte die Diskussion bald wieder aufflackern und dem USD weiteren Rückenwind verleihen.

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Überzogener Pfund-Optimismus

Das Pfund konnte in den letzten Wochen zum einen von der Erleichterung, dass ein No-Deal-Brexit verhindert werden konnte, profitieren. Zum anderen dürften die positiven Impfmeldungen aus dem UK zum Pfund-Optimismus beigetragen haben. Dabei wird an den Märkten offensichtlich ignoriert, dass die aktuelle Infektionslage in Großbritannien immer noch sehr angespannt ist. Das Land befindet sich bereits seit Wochen im Lockdown und Premierminister Boris Johnson sagte gestern, dass dies bis zum 8. März so bleiben wird. Allerdings sieht es in anderen Regionen wie in den USA oder in der Eurozone auch nicht viel besser aus. Daher richtet sich der Fokus auf den Impffortschritt, denn je schneller die Bevölkerung geimpft wird, desto schneller gelingt natürlich eine Rückkehr des wirtschaftlichen Lebens zur Normalität und desto schneller kann die konjunkturelle Erholung einsetzen. Und hier sieht es aktuell so aus, als hätte das UK die Nase vorn.

Allerdings ist die Unsicherheit hoch, denn es ist schwer abzuschätzen wie sich die Pandemie kurzfristig entwickeln wird und wann und wie schnell die Corona-Beschränkungen gelockert werden können. Daher bleibt der Konjunkturausblick sehr unsicher. Der Brexit verstärkt diese Unsicherheit, denn es bleibt abzuwarten, wie deutlich sich dieser negativ auf die britische Wirtschaft auswirkt. Vor diesem Hintergrund sind weitere Zinssenkungen durch die BoE noch nicht vom Tisch und die Sitzung nächste Woche, auf der auch ein neuer geldpolitischer Bericht veröffentlicht wird, dürfte insbesondere auf Kommentare diesbezüglich abgeklopft werden. Der Pfund-Optimismus erscheint uns überzogen und wir sehen das Risiko, dass die hohen Erwartungen enttäuscht werden. Wir wären daher vorsichtig, auf weitere Pfund-Gewinne zu setzen.

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CNY im Vorsichtsmodus

USD-CNY wird von einem risikoscheuen Markt nach oben getrieben. Gestützt wird die Vorsicht auch angesichts der jüngsten Sorgen der chinesischen Zentralbank (PBoC) über Vermögensblasen, zumal die PBoC weiter Liquidität vom Offenmarkt abzieht. Kurzfristig dürfte sich die Marktstimmung wohl nicht wesentlich aufhellen. Denn die Wirtschaft dürfte einen neuen virusbedingten Dämpfer erhalten haben, da die Regierung von Reisen während der Mondneujahr-Feiertage abrät. Das wird die Wachstumsaussichten im 1. Quartal trüben. Diesen Sonntag wird China die amtlichen Einkaufsmanagerindizes (PMIs) veröffentlichen. Da diese eine erste Einschätzung der Konjunktur für 2021 liefern, wird ihnen der Markt besondere Beachtung schenken. Der PMI des verarbeitenden Gewerbes dürfte stabil bleiben, doch sein Pendant für das Dienstleistungsgewerbe könnte infolge des erneuten Virusausbruchs einige Negativüberraschungen mit sich bringen. Keine Frage: Der Vorsichtsmodus am Jahresanfang ist mehr als gerechtfertigt.

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