Währung

Devisenmarkt: Optimismus verzweifelt gesucht

Nochmal gute Nachrichten zum Wochenende für den Euro

Zum Wochenende dürfte es noch einmal positive Neuigkeiten für den Euro in Form der Einkaufsmanagerindizes geben. Denn sie dürften sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor in Frankreich, Deutschland und der gesamten Eurozone im Juli weiter gestiegen sein. Selbst, wenn es nach dem scharfen Einbruch im Frühjahr und den darauf folgenden Lockerungsmaßnahmen kaum verwunderlich sein dürfte, dass die Sentimentindikatoren mit zunehmender Wirtschaftsaktivität weiter steigen, so flößen sie dem Markt wohl doch Hoffnung ein, dass die Krise bald überwunden sein könnte. Eine solche Sichtweise ist zwar sehr kurzsichtig, schließlich werden uns die Auswirkungen der Krise noch monate-, wenn nicht gar jahrelang begleiten, aber die menschliche Natur sehnt sich vor allem in Krisenzeiten nach guten Nachrichten und Optimismus. Deshalb dürften die Sentimentindikatoren, insbesondere, wenn sie positiv überraschen, auf fruchtbaren Boden fallen, sodass der Euro nochmal einen Schub nach oben sehen könnte. Allerdings könnten nach dem rasanten Anstieg des Euro in den letzten Tagen auch erste Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende das Aufwärtspotential des Euro begrenzen. Insofern wäre ich nicht überrascht, wenn wir in EUR-USD heute noch einmal einen kurzen Ausflug über die 1,16-Marke machen, aber dann darunter ins Wochenende starten. EUR-USD wird jetzt aber erst einmal in einer höheren Spanne als die Wochen zuvor handeln. Denn es sieht für den Dollar derzeit einfach nicht gut aus. Die Fed dürfte nächste Woche erneut klar machen, dass sie expansiv bleiben und im Zweifelsfall noch expansiver werden wird. Und schließlich wird langsam auch den unverbesserlichen Dollar-Optimisten klar, dass die aktuelle Covid-19 Welle in den USA heftige Bremsspuren in der US Wirtschaft hinterlassen wird. Deshalb rechne ich damit, dass EUR-USD erst einmal komfortabel über der 1,14-Marke bleiben wird.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
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CU2XLRLongEUR/USDFaktor: 5
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Der schwarze Peter wird beim Brexit weiter hin- und hergeschoben

A propos Optimismus: der fehlt mir mittlerweile immer mehr, was eine Einigung zwischen Großbritannien und der EU anbelangt. Fairerweise muss ich zugeben, dass ich nicht weiß, ob das alles Verhandlungstaktik ist und hinter den Kulissen schon zumindest in Teilbereichen Kompromisse getroffen worden sind. Und angeblich akzeptiert jetzt wohl auch die britische Regierung einen großen, umfänglichen Deal anstelle mehrerer kleiner zu einzelnen Bereichen. Aber wenn der Chefunterhändler Großbritanniens David Frost sich hinstellt und öffentlich sagt, dass es im Juli nicht wie geplant zu einer Einigung kommt und man es in den verbleibenden Monaten bis zum Jahresende vielleicht auch nicht schafft, sodass es gar kein Abkommen gibt, aber vielleicht könnte es ja noch im September klappen, dann schwindet mein Optimismus zusehends. Vor allem auch, wenn EU-Chefunterhändler Michel Barnier gleichzeitig betont, dass es noch “große Differenzen” gibt, die ja eigentlich bis zum Oktober-Gipfel ausgeräumt sein müssten, und dass Großbritannien zuletzt “nicht das gleiche Maß an Engagement und Bereitschaft gezeigt hat, eine Einigung zu erzielen”. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass der Brexit für das Pfund langsam zu einem digitalen Ereignis wird: entweder, es gibt irgendwann einen Durchbruch und man schafft es (egal wie), oder es geht eben so richtig in die Hose. Angesichts der Tatsache, dass es Großbritannien kaum gelingen wird, bis zum Jahresende mit anderen Handelspartnern wie bspw. den USA oder China, zu dem die Beziehungen aktuell sowieso etwas angespannt sind, umfangreiche Handelsabkommen auszuhandeln, fände ich es schon fast grob fahrlässig, einen No-Deal Brexit zu riskieren, wo doch britische Firmen schon genug mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen habe. Deshalb hoffe ich auf Vernunft und Einsehen, weshalb ich auch noch an meinem letzten Optimismus festhalte. Doch auch 2016 herrschte Optimismus darüber, dass das Referendum zugunsten der EU ausfallen würde. Deshalb möchte ich nicht ausschließen, dass es doch zum Schlimmsten kommt und das Pfund daraufhin massiv abwertet. Denn bei den aktuellen Pfund-Kursen kann ich mir nicht vorstellen, dass ein No-Deal Brexit wirklich schon eingepreist ist.

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CU2XL5LongEUR/GBPFaktor: 5
CU54Y6ShortEUR/GBPFaktor: -5
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CNY: Handelsabkommen bedeutet jetzt „viel weniger“?

Nachdem das chinesische Konsulat in Houston geschlossen wurde, eskalieren die Spannungen zwischen den USA und China mit Sicherheit wieder. US-Außenminister Mike Pompeo fand gestern sehr deutliche Worte, was die Bedrohung durch China angeht, wodurch die feindseligen Beziehungen zwischen den beiden Ländern einmal mehr belegt wurde. Unterdessen sagte US-Präsident Trump, dass das Handelsabkommen für ihn „viel weniger“ bedeute, was an der Rolle Chinas bei der Verbreitung des Coronavirus läge. „Das Handelsabkommen bedeutet jetzt für mich viel weniger als damals, als ich es abgeschlossen hatte“, sagte Trump. All dies könnte den Markt wegen der zunehmenden Unsicherheit und der drohenden Volatilität wieder aufrütteln. Da sich die Wahlen nähern, muss Trump mit harten Bandagen gegen China kämpfen. Obwohl das Handelsabkommen nun für ihn „weniger bedeutet“, benötigt er aber noch immer Käufe aus China, um insbesondere in den Swing States die Wähler zu besänftigen. Es besteht kaum ein Zweifel, dass auch Chinas Haltung härter wird, weshalb sich der gegenseitige Schlagabtausch weiter fortsetzen wird. Die sich abzeichnenden dunklen Wolken bedeuten für den Währungsmarkt, dass der Renminbi weiterhin unter Abwertungsdruck stehen dürfte.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ6JNLCallEUR/CNHHebel: 7,3
CJ4691PutEUR/CNHHebel: 7,6
CJ6WTFCallUSD/CNHHebel: 7,8
CJ9J54PutUSD/CNHHebel: 7,5
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