Währung

Devisenmarkt: Neue Impulse Fehlanzeige

Neue Impulse für den Euro Fehlanzeige

Nachdem die EZB auf ihrer Sitzung im Dezember geliefert hat (Aufstockung des PEPP Programms um 500 Mrd. auf 1.850 Mrd. Verlängerung der Käufe bis mindestens März 2022, zusätzliche TLTROs), dürfte die heutige Sitzung vor allem für den Devisenmarkt ein Non-Event werden. Zum einen, weil klar ist, dass die EZB den Leitzins erst einmal nicht anfassen wird. Und gerade eine Absenkung des Leitzinses wäre für den Euro ein signifikant negatives Signal, da damit die EZB signalisieren würde, dass bei -0,50 % eben doch nicht die effektive Untergrenze läge und noch mehr drin wäre. Etwas mehr oder länger QE hingegen lässt den Euro kalt, da die Fortführung der expansiven Geldpolitik über einen langen Zeitraum hinweg sowieso breiter Konsens ist.

Zwar dürfte die EZB den Euro auch auf der heutigen Sitzung thematisieren, doch die Aussagen hierzu werden kaum von dem abweichen, was wir schon kennen: man beobachtet die Auswirkungen des Wechselkurses auf die Inflation wachsam. Derartige Äußerungen kennen wir seit Sommer letzten Jahres mit verlässlicher Wiederkehr, außerdem geht es in erster Linie um die Aufwertungsgeschwindigkeit des Euro, nicht um das Niveau per se. Zudem hat sich der Euro von seinen Hochs zu Jahresanfang entfernt. Und schlussendlich dürfte auch die EZB davon ausgehen, dass der Anstieg in EUR-USD seit November in erster Linie Dollarschwäche geschuldet war.

Ein Thema, das insbesondere die Rentenmärkte beschäftigt, lässt den Euro ebenfalls kalt: die Frage, ob die EZB über gezielte Anleihekäufe die Spreads niedrig hält (yield spread control strategy), da selbst während der Regierungskrise in Italien der Spread zwischen Bund und BTP überraschend stabil blieb. EZB-Präsidentin Christine Lagarde dürfte sich aber hierzu nur sehr vage und allgemein äußern, eventuell mögliche Ansteckungseffekte auf die Renditen anderer Länder (Spanien etc.) zitieren. FX relevant werden ihre Äußerungen kaum sein. Denn solange die Hilfsgelder fließen und die Renditen im Euroraum generell niedrig bleiben, gibt es keinen Grund, den Euro in großem Stil zu verkaufen.

Um’s kurz zu machen: trotz vieler Themen auf der EZB-Sitzung dürften neue Impulse für den Euro Fehlanzeige sein.

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Der Yen wertet weiter auf

Die Ergebnisse der Zinssitzung der Bank of Japan (BoJ) waren erwartungsgemäß unspektakulär, da der Notenbankrat die Geldpolitik unverändert beibehielt. Er gab heute auch keine Hinweise in Bezug auf die Überprüfung ihrer Geldpolitik, die im März vorgestellt wird, schließlich ist bis dahin vermutlich auch klarer, wie die Wirtschaft die aktuelle Krise gemeistert haben könnte. Die kurzfristigen Risiken für die Wirtschaft erachtet die BoJ aufgrund der Covid-Lage und des Ausnahmezustands als höher, weshalb sie ihre BIP-Prognose für das Fiskaljahr 2020, das im März endet, etwas senkte. Danach erwartet sie aber eine etwas stärkere Erholung, sodass sie die Prognose für das Fiskaljahr 2021 von 3,6% auf 3,9% anhob. Alles in allem bleibt die BoJ aber sehr vorsichtig, was den Wirtschaftsausblick anbelangt und betont, dass sie jederzeit expansiver werden kann. Dem Yen hilft das nicht viel, denn der Markt weiß, dass die BoJ mit ihrer Geldpolitik das Ende der Fahnenstange erreicht hat. Er bleibt fest und wertet gegenüber dem USD weiter auf, was wiederum den Druck auf die japanischen Exportunternehmen erhöht und die wirtschaftliche Erholung erschwert. Dass sich die BoJ im März mit ihrer neuen Strategie in irgendeiner Form etwas weniger restriktiv präsentiert, scheint zum jetzigen Zeitpunkt deshalb undenkbar.

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Kräftiger Schub für den CAD

Ich fürchte, dem CAD könnte über kurz oder lang ähnlich wie dem US Dollar eine Tapering-Diskussion blühen. Denn wenn man sich das Statement der Bank of Canada (BoC) gestern zu ihrer Zinsentscheidung anschaut, hört sich das in Bezug auf den Wirtschaftsausblick sehr positiv an. Kurzfristig bestehen natürlich Risiken, im ersten Quartal dürfte die Wirtschaft geschrumpft sein. Doch abgesehen von der kurzen Sicht ist der Ausblick für die kanadische Wirtschaft dank der frühen Verfügbarkeit der Impfungen und der expansiven Fiskal- und Geldpolitik laut BoC jetzt stärker als noch im Oktober. Nach einer Kontraktion um 5,5% im Jahr 2020 rechnet die BoC mit einem realen BIP-Wachstum von 4% 2021 und fast 5% 2022. Die Inflation ist gleichzeitig nach wie vor kein sehr großes Thema, denn die Kerninflation liegt je nach Maß bei recht komfortablen 1,3-1,8%. Die Gesamtinflation bleibt aufgrund der Überkapazitäten in den kommenden Quartalen zwar erst einmal schwach, dies ist aber in den Industrieländern eher die Norm.

Zu “normalen Zeiten” wäre das Statement mit diesem mittelfristig positiven Ausblick ein klares Kaufsignal für den CAD, da man davon ausgehen könnte, dass in absehbarer Zeit Zinserhöhungen notwendig oder zumindest thematisiert werden könnten. Aber wir sind alles andere als in normalen Zeiten. Die BoC betont deshalb ausdrücklich, dass aufgrund der kurzfristigen Risiken und der langwierigen Erholung eine außerordentlich expansive Geldpolitik erforderlich ist. Bis 2023 rechnet sie mit einem Leitzins an der Untergrenze (0,25%). Um auch die langen Zinsen niedrig zu halten, kauft sie weiterhin für unverändert mindestens 4 Mrd. CAD pro Woche Anleihen am Markt. Offensichtlich hatten einige Marktteilnehmer mit einer Ausweitung des Volumens gerechnet, weshalb der CAD infolge der Zinsentscheidung kräftig zulegte.

Aber es gibt eben noch einen weiteren Gedanken: wenn die zukünftigen Wirtschaftsdaten angesichts eines solchen Statements auf der positiven Seite überraschen, könnte der Markt zusehends darauf spekulieren, dass die BoC schneller als angenommen ihre Anleihekäufe zurückfahren – sprich tapern – muss. Ungeachtet dessen, ob dies letztlich gerechtfertigt ist oder nicht: ich würde die Veröffentlichungen der kanadischen Wirtschaftsdaten genau im Auge behalten, denn die langen Renditen und der CAD könnten ähnlich wie die US Renditen und der USD einen Schub bekommen, sollte die Taper-Diskussion auch in Kanada Fuß fassen.

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Norges Bank bleibt auf Kurs

Nachdem die Norges Bank auf ihrer Sitzung im Dezember signalisierte, dass sie schon in der zweiten Jahreshälfte 2022 mit der Anhebung des Leitzinses beginnen wird, dürfte sie heute auf ihrer Sitzung keine neuen Hinweise liefern. Zumal kein neuer Geldpolitischer Bericht ansteht, der mittels angepasster Prognosen eine Änderung des Zinsausblicks argumentativ untermauern könnte. Vermutlich wird das Statement heute recht knapp ausfallen und die aktuelle Gangart bestätigen.

Einige Marktteilnehmer erachten es als möglich, dass die Norges Bank sich zur Krone äußern könnte. Schließlich hat sie seit November dank der Aussicht auf eine restriktivere Geldpolitik und des steigenden Ölpreises deutlich aufgewertet. Meines Erachtens dürfte diese Aufwertung der Norges Bank aber dahingehend recht sein, dass sie allmählich zu einer niedrigeren Kerninflation führen könnte. Diese hatte zwischenzeitlich 4% erreicht, nicht zuletzt aufgrund der scharfen Abwertung der Krone im März letzten Jahres, ist zum Jahresende zwar auf 3% gefallen, liegt aber dennoch weit über dem Inflationsziel von 2%. Die Norges Bank zeigte sich schon im Dezember optimistisch, dass die Inflation aufgrund des abklingenden Effekts der Kronenschwäche langsam sinken dürfte. Außerdem ist die Wirtschaft im Vergleich zu anderen europäischen Ländern recht gut durch die Krise gekommen. Es ist absehbar, dass sich trotz der kurzfristigen Risiken die Erholung der Wirtschaft im Jahresverlauf fortsetzen wird, wodurch der Inflationsdruck wieder zunehmen könnte. Alles in allem sehe ich deshalb keinen Grund, dass die Norges Bank versuchen könnte, die Krone zum jetzigen Zeitpunkt schwach zu reden, weshalb die Sitzung der Norges Bank heute die Krone auch kaum nennenswert beeinflussen dürfte.

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