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Devisenmarkt: Lichter aus in Europa, Spotlight an in den USA

Lichter aus in Europa, Spotlight an in den USA

In Europa sind die Lichter aus. Die meisten Länder befinden sich in einem mehr oder weniger starkem Lockdown. Die EZB hat letzte Woche erste Signale für eine weitere Lockerung im Dezember gegeben, sodass diese zum Teil im Euro eingepreist sind. Für die Fiskalpolitik in Europa geht es nun darum, die harten Maßnahmen flankierend zu begleiten, um weitere Schäden für die Wirtschaften abzufedern. Noch vor wenigen Wochen hätte man durchaus denken können, dass Europa epidemiologisch und wirtschaftlich schneller und besser aus der Covid-Krise kommt als die USA. Diese Bilanz wird wohl frühestens in einigen Monaten ansatzweise möglich sein.

Angesichts der Tatsache, dass in Europa die Lichter aus und wenig marktbewegende Neuigkeiten zu erwarten sind, richtet sich das Rampenlicht ab heute für die kommenden Tage auf die USA. Das Commerzbank Research Team hat bereits umfassend über das Thema geschrieben, unter anderem, wie der Wahltag abläuft, was ein Wahlsieg Bidens bedeuten würde und was der Devisenmarkt daraus machen könnte. Letzteres ist leider nicht eindeutig zu klären. Zumal erschwerend hinzukommt, dass das endgültige Ergebnis möglicherweise erst später als erwartet vorliegen und der Amtsinhaber es anzweifeln könnte. Auch sind Ausschreitungen in den USA nicht auszuschließen, die den Markt dazu veranlassen könnten, den Dollar zu verkaufen. Angesichts dieser Unsicherheiten tritt die Zinsentscheidung der Fed am Donnerstag schon fast komplett in den Hintergrund. Da bleibt uns allen wohl nur eins übrig: Anschnallen und abwarten, was die nächsten Tage in EUR-USD bringen. Und die, die noch nicht abgesichert sind, denen eine heftige Bewegung aber weh tun könnte, sollten sich noch schleunigst absichern, denn es wird immer teurer.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
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Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Die Reserve Bank of Australia geht in die Vollen

Auf ihrer Zinssitzung heute ging die Reserve Bank of Australia (RBA) in die Vollen: Senkung des Leitzinses von 0,25% auf 0,1%, Senkung des Renditeziels für 3-jährige Staatsanleihen von 0,25% auf 0,1% und Auflegen eines Staatsanleihenkaufprogramms im 5-10-jährigen Segment von 100 Mrd. AUD in den nächsten 6 Monaten. Damit hat neben der Bank of Japan nun auch die RBA ein Preisziel (3-jährige Bonds) und ein Mengenziel (5-10 jährige Anleihen). Das ist laut Notenbankchef Lowe aber kein Widerspruch, denn angesichts der Tatsache, dass der Leitzins sehr lange (mindestens 3 Jahre) sehr niedrig sein wird, sei das Preisziel bei den kürzeren Bonds angemessen. Das Anleihekaufprogramm im längeren Sektor entspreche dem anderer Zentralbanken und ziele mehr auf die längeren Zinsen. Der Appetit für Negativzinsen sei gering, so Lowe, aber die RBA habe noch genügend Feuerkraft, vor allem beim Anleihekaufprogramm, und stünde bereit, falls nötig expansiver zu werden.

Das heutige Paket unterstützt die schwierige und lange Erholung der Wirtschaft, so die RBA, mittels niedriger Kreditzinsen, stabileren Vermögenspreisen und Bilanzen sowie einem niedrigeren Wechselkurs. In der Tat gab der AUD nach der Zinsentscheidung nach. Der RBA ist eine der ersten Zentralbanken, die auf die zweite Welle reagiert hat. Sie möchte vor allem die Beschäftigung, die seit der Oktober-Sitzung eine “wichtige nationale Priorität” ist, unterstützen. Insofern werden die Daten zum Arbeitsmarkt für die künftige Geldpolitik ausschlaggebend sein. Die Tatsache, dass die RBA heute noch expansiver geworden ist und bereitsteht, mehr zu tun, dürfte auf absehbare Zeit das Aufwärtspotential des AUD begrenzen.

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CL9BMVCallAUD/USDHebel: 10,0
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CJ4VCRCallEUR/AUDHebel: 10,3
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CNY: Ein bevorstehender Sturm?

Insbesondere in China, aber nicht nur dort, könnte dies die US-Wahl mit der größten jemals verzeichneten Zuschauerzahl sein. Die Medien berichten in China intensiv über die US-Präsidentschaftswahl, wobei die wichtigste Stunde wohl morgen Vormittag sein wird. Da sich das Wahlergebnis wesentlich auf die Beziehungen zwischen den USA und China während der nächsten vier Jahre auswirken dürfte, halten viele Chinesen diese Wahl für wesentlich bedeutender als sonst. Ein ähnliches Bild liefert der Devisenmarkt: Während die USD-CNY-Kassakurse bereits seit einem Monat überwiegend stabil waren, bereitet sich der Optionsmarkt eindeutig auf einen wilden Ritt vor. So stieg beispielsweise die implizite einwöchige Volatilität für USD-CNH auf ein Rekordhoch und zeigt das Unbehagen der Marktteilnehmer. Angesichts der enormen Unsicherheit während der kommenden Tage oder Wochen fehlt den Anlegern die Zuversicht, dieses Ereignisrisiko abzusichern. Gleichzeitig zeigt dies, wie wichtig es für Unternehmen ist, frühzeitig Währungen abzusichern.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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WKNTypBasiswertMerkmale
CU97XBCallUSD/CNHHebel: 8,6
CJ4U8YPutUSD/CNHHebel: 7,9
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