Währung

Devisenmarkt: Lethargie oder Unsicherheit?

Niedrige EUR-USD Volatilität und ausgeglichene Risiken

EUR-USD macht keinerlei Anstalten, aus seiner gegenwärtigen Handelsspanne auszubrechen. Auch die implizite Wechselkursvolatilität verharrt auf niedrigen Niveaus, zudem suggerieren die Optionspreise, dass der Markt die Auf- und Abwärtsrisiken auf Sicht von einem Jahr als relativ ausgeglichen ansieht. Was auf den ersten Blick nach Lethargie aussehen mag, dürfte aber wohl eher auf große Unsicherheit darüber, wie es wirtschaftlich weitergeht, zurückzuführen sein. Auch wenn die gestrigen Daten aus Deutschland den Hoffnungen auf eine schnelle Erholung einen kleinen Dämpfer verpasst haben mögen, insgesamt bleibt der Eindruck, dass sich die Wirtschaft in den meisten Ländern eher schneller als erwartet nach den ersten Lockdown-Lockerungen erholt hat, was tendenziell dem Euro Rückenwind verleiht. Auf der anderen Seite ist die Angst groß, dass eine anhaltende Ausbreitung des Virus diese Erholung sehr schnell wieder im Keim erstickt, was wiederum den US-Dollar aufgrund seiner – zugegeben bestreitbaren – Eigenschaft als sicherer Hafen stärkt.

Dabei ist die Erwartung noch nicht einmal, dass es bei einem neuerlichen Anstieg der Infektionsraten erneuter Lockdowns bedarf, um die Wirtschaft auszubremsen, sondern die Befürchtung ist, dass die Menschen aufgrund der Angst vor einer Ansteckung ganz von alleine zu Hause bleiben. Und ist das der Fall, ist fraglich, inwieweit die Politik in der Lage wäre, die wirtschaftlichen Schäden aufzufangen, zumal die meisten Notenbanken ihr Pulver bereits nahezu verschossen haben. Die Fed redet zwar davon, dass sie mittels Forward Guidance die Zinsen auf niedrigen Niveaus zementieren könnte. Doch weiter signifikant senken wird sie den Leitzins wohl nicht. Und auch die Regierungen könnten angesichts bereits deutlich steigender Schuldenstände fiskalpolitisch zurückhaltender werden. Insofern ist davon auszugehen und nachzuvollziehen, dass der Risikoappetit der Investoren bei steigenden Infektionsraten weiter zurückgehen wird, wovon zunächst wohl eher der Dollar stärker als der Euro profitieren würde.

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Brexit-Hoffnungen?

Das Pfund konnte gestern im Vorfeld der nächsten Brexit-Verhandlungsrunde deutlich zulegen und harrt auch heute früh noch auf den stärkeren Niveaus. Die Gespräche endeten zwar erneut ohne Ergebnis. Der Markt scheint dennoch zuversichtlicher zu sein, dass eine Einigung näher rückt. Offenbar besteht die Hoffnung, dass die harte Verhandlungsstrategie der Briten, nach der das UK in Kauf nimmt, auch ohne ein Handelsabkommen aus der EU auszutreten, früher oder später die EU einknicken lässt. Ich würde ein solches Szenario nicht ausschließen. Allerdings glaube ich, dass das Risiko, dass die Strategie Londons nach hinten losgeht, weitaus höher ist als der Markt aktuell einpreist. So gibt sich die EU in der Öffentlichkeit zwar gefühlt wortkarger, doch im Hintergrund sind die Vorbereitungen auf einen No-Deal Brexit bereits im vollen Gange. So sei die EU laut Chefunterhändler Michel Barnier bereits bereit, ab dem 1. Januar 2021 Zollkontrollen an der Grenze zu Großbritannien durchzuführen – im Gegensatz zu den Briten, die eine 6-monatige Übergangsphase anpeilen bevor volle Kontrollen umgesetzt werden können. Ich wäre mir insofern nicht so sicher, dass Großbritannien tatsächlich bereit für den harten Brexit ist.

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HKD: Ein neuer Angriff?

Laut Medien sinniert Trumps Regierungsmannschaft über einen neuen Plan, um China eins auszuwischen, indem das Linked Exchange Rate System (LERS) in Hongkong attackiert wird. Berichten zufolge sollen Trumps politische Berater einen Plan ins Gespräch gebracht haben, gegen die Kopplung des HKD anzugehen. Hierzu soll beispielsweise die Möglichkeit lokaler Banken eingeschränkt werden, US-Dollar zu erwerben. Indes stieß dieses Vorhaben selbst im Weißen Haus nicht auf allzu große Zustimmung. Für mich hört sich das nach einer neuen Sanktionsvariante an, die bestimmten Instituten den Zugang zum US-Dollar einschränkt und in der Folge die Kopplung des HKD gefährdet, wenn die Märkte darauf wetten, dass die HKMA das gegenwärtige System irgendwann aufgeben muss. Obwohl es auch dieses Mal extrem unwahrscheinlich ist, dass das LERS zusammenbricht, wird der Vorfall am Markt für ein Erdbeben sorgen. Folglich ist es fast unmöglich, ein solches Risiko mit Marktinstrumenten abzusichern. Für den Markt hat die Nachricht derzeit noch wenig Folgen, zumal der HKD gegenüber dem USD stark bleibt. Heute Morgen kaufte die HKMA vom Markt 1,3 Mrd. $, um das untere Band von USD-HKD zu stützen.

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