Währung

Devisenmarkt: Keiner hat wirklich viel zu bieten

Der Streit geht weiter, aber keinen interessiert’s

Nach wie vor schachern die beiden Parteien in den USA noch um die Ausgestaltung des neuen, fünften Fiskalpakets. Derweil findet es der Markt gut, dass Präsident Donald Trump mal wieder seine eigenen Wege geht, und versprüht Optimismus an den US Aktienmärkten und im US Dollar, auch wenn die Wirkungskraft seines Erlasses begrenzt ist. Allerdings geht der Streit weiter. Und zwar nicht nur zwischen den Parteien, sondern es ist auch äußerst umstritten, ob der präsidiale Erlass wirklich legal ist. Der Markt wischt dies weg. Denn Finanzminister Steven Mnuchin zeigt sich optimistisch, dass es alsbald eine Einigung geben wird, möglicherweise sogar vor dem Wochenende. Nicht zu Unrecht, denn im Wahlkampf haben beide Parteien Interesse daran, sich selbst (und damit ihre Kandidaten) gut zu präsentieren. Wer will denn auch in Zeiten großer Not als der knauserige Bösewicht gelten, der mit dem Hinweis auf hohe Defizite und mangelnde Anreize zur Jobsuche den Menschen keine finanzielle Unterstützung gönnt? Und so bleibt der Markt in der Erwartung, dass sich schon alles zum Guten wenden wird beim Streit, fröhlicher Stimmung. Allerdings dürfte eine Einigung entsprechend schon eingepreist sein, sodass der Dollar kaum stärkeres Aufwärtspotential hat.

So wirklich viel zu bieten hat der Euro dieser Tage jedoch auch nicht. Die ganz großen Konjunkturveröffentlichungen liegen hinter uns und sind eingepreist, es herrscht sowieso Urlaubsstimmung an den Märkten und geldpolitisch gibt es auch keine neuen Impulse. Es spricht also unterm Strich einiges dafür, dass wir die Hochs in EUR-USD mit 1,19 erst einmal gesehen haben, dass es aber gleichzeitig auch keine guten Gründe für Kurse unter 1,16 gibt.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ4VRDCallEUR/USDHebel: 7,5
SB2ER9PutEUR/USDHebel: 7,5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Die Norges Bank dürfte nicht glücklich sein, aber großzügig drüber hinwegschauen

Die Norges Bank dürfte nicht glücklich sein mit Blick auf die Inflation. Insbesondere die Kerninflation hat seit April kräftig angezogen und liegt mit 3,5% im Juli deutlich über dem Inflationsziel von 2%. Vor allem die schwächere Krone hat sich in den letzten Monaten als preistreibend erwiesen. Zumindest liegt die Gesamtrate noch unter dem Inflationsziel und auch der unterliegende Trend ist noch nicht besorgniserregend. Außerdem hat die Norges Bank ganz andere Probleme: eine Wirtschaft, die mit den Corona-Folgen und einem anhaltend schwachen Ölpreis zu kämpfen hat. Insofern dürfte sie die Schwäche der Krone als weiteres expansives Mittel zunächst billigend in Kauf nehmen und angesichts der bestehenden Abwärtsrisiken für die Wirtschaft auf absehbare Zeit erst einmal großzügig über die steigenden Inflationsraten hinwegsehen. Zumal sie im Juni signalisiert hat, dass sie sogar schon 2022 den Leitzins anheben könnte, da die wirtschaftliche Erholung schneller sei als zuvor erwartet. Allerdings darf sie den Bogen nicht überspannen. Sollten die Inflationsraten weiter kräftig steigen, darf die Norges Bank den Zeitpunkt nicht verpassen, dem Markt zu signalisieren, dass sie im Zweifelsfall gegen eine zu schnell und stark steigende Inflation adäquat vorgehen wird. Andernfalls riskiert sie, dass sie an Glaubwürdigkeit verliert und die Krone entsprechend massiv abgestraft wird, womit die Inflation weiter angekurbelt würde. Das gilt es definitiv zu vermeiden.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ4VMJCallEUR/NOKHebel: 7,5
CL7FGLPutEUR/NOKHebel: 7,7
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.