Währung

Devisenmarkt: Ist die Krise doch nicht so schnell überwunden?

Nur ein paar halbherzige Bewegungen

Obwohl in vielen Ländern die Impfungen voranschreiten, tun sie das bis auf wenige Ausnahmen sehr langsam, während gleichzeitig die Infektionsraten vielerorts steigen. Zudem steigen auch die Bedenken in den USA gegen den neuen Impfstoff, was mögliche Blutgerinnsel anbelangt. Der Markt ist deshalb verunsichert, ob die Krise wirklich so schnell überwundern werden kann, wie zunächst gedacht, da Zweifel an der tatsächlichen Impfgeschwindigkeit aufkommen. Gute Wachstumssaussichten für die kommenden Monate treten damit in den Hintergrund und Warnungen beispielsweise von Fed Chef Jerome Powell, dass das größte Risiko für die Wirtschaft ist, dass sich die Pandemie wieder ausbreitet, fallen auf furchtbaren „risk off“-Boden. Die Ausschläge am Devisenmarkt sind jedoch halbherzig. Verständlicherweise, denn eine Neueinschätzung der Lage ist nicht erforderlich, wenn es in erster Linie um das Timing geht, wann die Pandemie überwunden sein könnte. Schließlich wird dies- und jenseits des Atlantiks die Geldpolitik so oder so noch lange expansiv bleiben – da kommt es auf ein paar Monate mehr oder weniger Krisenmodus nicht an. Es herrscht deshalb lediglich mehr Verunsicherung darüber, ob der Optimismus, den der Markt an den Tag legt, dass die Krise schon sehr bald hinter uns liegt, wirklich in dieser Form gerechtfertigt ist und etwas heruntergeschraubt werden muss. Das rechtfertigt kleinere, kosmetische Anpassungen, die zu tagesaktuellen Schwankungen in den Währungen führen, aber keinen Ausbruch aus einer Range. Insofern dürften auch die US Verbraucherpreise für März heute eine nur mäßige Wirkung auf EUR-USD entfalten. Diese haben im März in erster Linie aufgrund des teuren Benzins angezogen und dürften im Jahresvergleich zu einem ordentlichen Sprung auf deutlich über 2% geführt haben – schließlich hatten im März letzten Jahres aufgrund der Pandemie viele Unternehmen ihre Preise gesenkt und dieser Rückgang fällt nun aus dem Vorjahresvergleich. Zwar hat die Fed schon oft betont, dass sie durch diesen temporären Preisanstieg, der zum Großteil Basiseffekten geschuldet ist, hindurchsehen wird. Dennoch könnten die Zahlen den Dollarbullen wieder etwas Futter geben, da aus unserer Sicht Überraschungspotential auf der Oberseite besteht (CPI >2,5%). Aber mehr als ein paar müde Pips an Bewegung in EUR-USD innerhalb der altbekannten 1,17-1,20 Spanne sind eben nicht drin.

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SD9J7LCallEUR/USDHebel: 13,7
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Der Kampf der BoC gegen Normalisierungserwartungen geht in die nächste Runde

Der kanadische Arbeitsmarkt hat sich im März überraschend gut erholt, die Arbeitslosenquote sank von 8,2% auf 7,5% trotz einer deutlich anziehenden Partizipationsrate. Über 300 Tsd. neue Stellen wurden geschaffen, deutlich mehr als die Hälfte davon im Vollzeitsektor. Der Arbeitsmarkt profitierte im März von den Lockerungen der Restriktionen. Dies zeigt, dass sich die Wirtschaft schnell erholt und es der Bank of Canada (BoC) ähnlich wie der Fed immer schwerer fallen dürfte, den Markt davon zu überzeugen, dass er nicht auf eine schnelle Rücknahme der expansiven Maßnahmen setzen soll. Dabei spielt natürlich jede über den Erwartungen liegende Konjunkturzahl oder auch der erfreuliche Geschäftsausblick der BoC, der eine zunehmende Aktivität in den nächsten Monaten signalisiert und gestern veröffentlicht wurde, dem Markt in die Karten, wohingegen der Job für die BoC immer schwieriger wird, ihre ultra-expansive Haltung zu verteidigen. Die neuen Restriktionen im April dürften sich jedoch in absehbarer Zeit in den Zahlen niederschlagen, u.a. im Arbeitsmarkt, und das Bild wieder etwas trüben – ein Argument, dass die BoC neben den schnell steigenden Infektionszahlen auf ihrer Sitzung nächste Woche sicher aufgreifen wird. Deshalb warnen wir auch vor zu großem CAD-Optimismus, denn die BoC wird aller Voraussicht nach alles daransetzen, die Normalisierungserwartungen zu dämpfen.

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CJ4VEECallEUR/CADHebel: 20,6
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Vielleicht noch ein Kaufprogramm in Australien?

Aus Australien kommen ebenfalls keine guten Nachrichten. Die Regierung musste bei ihrem Impfversprechen zurückrudern. Denn sie kann nicht mehr sicherstellen, dass bis Jahresende jeder Australier die erste Impfdosis erhalten haben wird, was die wirtschaftliche Erholung zeitlich verzögern könnte. Generell schlägt sich die australische Wirtschaft zwar nicht schlecht, unter anderem dank der gestiegenen Rohstoffpreise und der Erholung in China. Das spiegeln auch die Sentimentindikatoren seit Monaten wider. Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich ebenfalls deutlich verbessert, denn die Arbeitslosenquote ist seit ihrem Hoch im Juli von 7,5% markant gesunken, zuletzt auf 5,8% im Februar. Trotzdem wird die RBA vorsichtig bleiben, denn nach ihrem Geschmack ist die Arbeitslosenquote nach wie vor zu hoch. Zumal Ende März die Unterstützungen für Unternehmen, Arbeitskräfte zu halten, ausgelaufen sind. Das wird sich in den Arbeitsmarktzahlen für März, die am Donnerstag veröffentlicht werden, zwar noch nicht niederschlagen – die Arbeitslosenquote dürfte noch etwas weiter gefallen sein. Aber in den Folgemonaten könnte die Quote wieder steigen. Bevor der Arbeitsmarkt die Wende nicht „aus eigener Kraft“, also ohne fiskalische Impulse oder Unterstützung, schafft, wird die RBA vorsichtig bleiben. Sie kauft im Rahmen ihres 100 Mrd. AUD Programms weiterhin fleißig Anleihen am Markt, um die Finanzierungsbedingungen günstig zu halten, sodass sie mit diesem zweiten Programm, das bis Jahresende laufen soll, sogar schon Ende August durch sein könnte. Für die Sitzung Anfang Mai wird es wohl noch zu früh sein, aber bereits im Juni könnte sie sich je nach Fortschreiten des Kaufprogramms Gedanken machen, ob sie nicht noch ein drittes Paket auflegt. Und zwar nicht nur, um damit weiterhin die Zinsen über die Kurve niedrig zu halten, sondern auch, um insbesondere in der zweiten Jahreshälfte angesichts des Wachstumsausblicks etwaigen Taper-Spekulationen frühzeitig einen Riegel vorzuschieben. Denn derartige Spekulationen würden eine Aufwertung des AUD bedingen, die die weitere Erholung erschweren könnten. Dabei dürfte das Niveau von 0,80 in AUD-USD für die RBA eine Schmerzgrenze darstellen. Machte der AUD Anstalten, sich dorthin zu begeben, würde ich mit verbalen Interventionen der RBA rechnen. Aber solange sich AUD-USD auf den aktuellen Niveaus befindet, dürfte die RBA zumindest was die Währung anbelangt entspannt bleiben.

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CL9M0SCallAUD/USDHebel: 15,7
CJ1L65PutAUD/USDHebel: 15,5
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CNY: Kein Währungsmanipulator?

Am Donnerstag wird der halbjährliche Währungsbericht des US-Finanzministeriums veröffentlicht. In den Medien wurde berichtet, dass China darin nicht mehr als Währungsmanipulator bezeichnet wird. Weil dies der erste Bericht unter der Leitung von Janet Yellen sein wird, spekulieren manche Beobachter, dass sie das Währungsthema anders angehen könnte. Gleichzeitig bleiben die Beziehungen zwischen China und den USA insgesamt schlecht. Vor diesem Hintergrund setzte sich die starke Dynamik durch die chinesischen Handelszahlen für den März fort, was eine synchronisierte weltweite Erholung widerspiegelt. Die chinesische Währung kann aber von beiden guten Meldungen kaum profitieren. Dies deutet an, dass der Markt im Währungsbereich gegenwärtig keine entscheidenden neuen Entwicklungen erkennt.

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CU91APCallUSD/CNHHebel: 16,3
CJ4U8TPutUSD/CNHHebel: 13,2
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Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.