Währung

Devisenmarkt: Im Moment nur spannende Dollar-Themen

Der Dollar bleibt im Fokus

Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so geht, aber in der letzten Zeit ist mein Fokus fast ausschließlich auf den USD gerichtet, sodass ich mich frage: was gibt’s denn eigentlich aktuell zum Euro zu sagen? Ehrlich gesagt, im Vergleich zum Dollar wirklich nicht so viel. Zumindest nichts, was den Eurokurs wirklich markant treiben könnte. Wirklich relevant ist beispielsweise nicht, dass die Koalitionsregierung in Italien droht auseinander zu brechen. Denn die Milliarden vom EU Hilfsfonds fließen, und das ist das Ausschlaggebende für den Markt und den Euro. Der Streit in der Regierung geht um die Verwendung der Gelder. An dieser ist rein ökonomisch aber nicht viel auszusetzen: die Gelder werden über 7 Jahre verteilt, das meiste wird in den ersten Jahren ausgegeben (front loading), rund 70% laufen dabei in neue Projekte und rund 30% als zusätzliche Unterstützung in bereits geplante Vorhaben. Der Streit scheint eher politisch motiviert und mit geringer Relevanz für den Markt. Solange die Hilfsgelder fließen, wird der kleine Funken an Unsicherheit nicht gezündet, sondern eben nur ein kleiner Funken bleiben, der dem Euro kaum Schaden zufügen kann.

Ein Blick auf die EZB liefert ebenfalls keine Inspiration. Es ist nichts Neues, dass die EZB noch lange expansiv bleiben wird, wie Präsidentin Lagarde, Ratsmitglied Villeroy oder ihre Kollegin Schnabel jüngst erneut betonen. Es ist ebenso nichts Neues, wenn Lagarde und Villeroy wiederholen, dass die EZB den Einfluss des Wechselkurses genau beobachtet. Derartige Aussagen über den möglichen Einfluss eines starken Euro auf die Inflationsrate, um die Aufwertungsgeschwindigkeit des Euro zu dämpfen, kennen wir seit Sommer letzten Jahres. An den Projektionen der EZB wird sich seit Anfang Dezember kaum etwas geändert haben, schließlich war zu dem Zeitpunkt schon absehbar, dass europaweit neue Lockdowns eingeführt werden, die die Wachstumsaussichten dämpfen. Laut Lagarde sind die Projektionen weiterhin “sehr plausibel”. Diese Tatsache verstärkt lediglich die Einschätzung, dass die Geldpolitik noch lange expansiv bleiben muss. Von der EZB-Sitzung nächste Woche sind folglich keine Impulse zu erwarten.

Dagegen stehen auf der Dollarseite (1) die aktuelle Diskussion, dass die Fed in absehbarer Zeit mit Tapern beginnen könnte (was sogar einige Fed-Mitglieder dazu veranlasst, zum Thema Stellung zu nehmen, um die Erwartungen zu dämpfen), und (2) die Annahme, dass der neue Präsident Jo Biden aufgrund der politischen Konstellation im Kongress es einfacher haben könnte, ein umfangreiches Fiskalprogramm durchzusetzen, was der US Wirtschaft einen zusätzlichen Schub versetzen würde (heute Abend gibt Biden die Details zu seinen Fiskalplänen bekannt). Irgendwie sind das spannendere Themen, auch für den Devisenmarkt. Ich fürchte daher, dass der Fokus zunächst noch auf dem Dollar bleiben wird, mit leichtem Vorteil für den Greenback.

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Danke für die Gelegenheit

Als jemand, der schwedische Kronen kaufen muss, würde ich der Riksbank jetzt danken, dass sie mir die Gelegenheit gibt, noch einmal günstiger an die Währung zu kommen. Denn mit ihrer Ankündigung, dass sie zur Finanzierung ihrer Devisenreserven zukünftig nicht mehr auf Auslandskredite (derzeit rund 178 Mrd. SEK) setzen wird, sondern ab Februar die Devisen mittels SEK-Verkäufen am Devisenmarkt erwerben möchte, hat die Riskbank die SEK gestern ordentlich unter Druck gesetzt. Bis 2023 soll laut Riksbank der Prozess voll implementiert sein. Der Plan ist, die in Auslandswährung aufgenommenen Kredite der schwedischen Staatsschuldenstelle bei Fälligkeit zurückzuzahlen und damit von dieser Art der Finanzierung weg zu kommen. Für durchschnittlich 5 Mrd. SEK will die Riksbank jeden Monat Devisen am Markt kaufen. Die Riksbank betont, dass es hier nicht um Geldpolitik geht. Cecilia Skingsley vom Notenbankrat stellte darüber hinaus klar, dass es sich nicht um Interventionen am Devisenmarkt handelt und die Entscheidung schon lange vorbereitet worden sei, also nicht mit der Pandemie zusammenhinge. Die jüngste Aufwertung der Krone sei für die Riksbank zum jetzigen Zeitpunkt mit Blick auf das Inflationsziel kein Problem, so Skingsley.

Ich tendiere dazu, der Riksbank diese Aussage abzunehmen. Natürlich ist es für sie äußert praktisch, dass der Verkauf von SEK zu einer Zeit startet, in der EUR-SEK knapp über der 10-Marke handelt und nachdem die SEK eine lange Aufwertungsphase hinter sich hat, die den Abwärtsdruck auf die Inflation verstärken könnte. Da kommt ein bisschen Kronenschwäche gelegen, nicht zuletzt mit Blick auf die Exportwirtschaft und die Importpreise. Aber wie Skingsley ganz richtig anmerkt: 5 Mrd. SEK im Monat (rund 600 Mio. USD) sind ein “Wassertropfen im Atlantik”, wenn man bedenkt, dass laut BIZ am Devisenmarkt täglich Kronen im Wert von rund 134 Mrd. USD umgesetzt werden. Die Volumen der Riksbank fallen da kaum ins Gewicht.

Zwar sind Rücksetzer in der SEK immer wieder möglich, aber tendenziell sollte sie in den kommenden Quartalen dank der Geldpolitik, der wirtschaftlichen Erholung und freundlichen Stimmung an den Märkten gegenüber dem Euro aufwerten. Ich denke, über kurz oder lang wird der Markt mitbekommen, dass er gestern etwas überreagiert hat, und seinen Fehler korrigieren.

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CU91AJCallEUR/SEKHebel: 7,5
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Für die NOK läuft’s

Für die norwegische Krone läuft’s seit November einfach fantastisch. Wer hätte das gedacht, vor allem, da sie im März letzten Jahres in der ersten Welle der Pandemie als Risiko sensitive Währung so richtig Federn lassen musste. Natürlich bleibt auch Norwegen von der Pandemie nicht verschont. Aber die Zeichen stehen dennoch gut für die NOK. Zum einen ist da selbstverständlich der Ölpreis, der in den vergangenen Wochen ordentlich Auftrieb bekam und entsprechend die Aussichten für die Wirtschaftsleistung – insbesondere des norwegischen Öl- und Gassektors (nebst Sekundäraktivitäten) – aufhellt. Außerdem überraschte das BIP im dritten Quartal diese Woche positiv, da es deutlich weniger kontrahierte als vom Markt befürchtet. Trotz der europaweiten Lockdowns zeigen sich die Märkte zudem insgesamt weiterhin recht freundlich gestimmt, sodass die Risikostimmung am Markt die NOK zusätzlich stützt. Und schlussendlich hat die Norges Bank auf ihrer Zinssitzung im Dezember signalisiert, dass sie schon in der zweiten Jahreshälfte 2022 ihren Leitzins anheben könnte, womit sie in den Reihen der G10-Zentralbanken die erste wäre. Zwar bleibt die Kerninflation mit 3% noch deutlich über dem Inflationsziel von 2%, aber die Norges Bank zeigt sich zuversichtlich, dass sie allmählich sinken wird – nicht zuletzt aufgrund der stärkeren Krone. Die Aussicht auf einen steigenden Leitzins nächstes Jahr lässt auf zukünftig steigende Realzinsen hoffen. Selbst wenn zwischenzeitlich Rücksetzer und Korrekturbewegungen möglich sind: alles in allem bleibt die NOK für mich in den kommenden Quartalen der stille Outperformer.

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CJ4VMFCallEUR/NOKHebel: 8,2
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CNY: Aktuell gute Handelszahlen

Der chinesische Außenhandelssektor beendete das Jahr 2020 mit einer erfreulichen Note. Sowohl die Aus- als auch die Einfuhren fielen im Dezember 2020 überraschend hoch aus, während der Handelsüberschuss ein neues Monatshoch erreichte. Dank einer wirksamen Eindämmung des Virus ist in der chinesischen Wirtschaft insgesamt Normalität eingekehrt. Das rechtfertigt in gewisser Weise die unablässige Aufwertung des Renminbi (CNY) seit der zweiten Jahreshälfte 2020. Dennoch bleiben die Abwärtsrisiken für die Wirtschaft erhalten, da sich das Virus in China erneut ausbreitet und einige wenige Regionen wieder Lockdown-Maßnahmen verhängen. Vor allem aber bleiben die geopolitischen Spannungen zwischen China und den USA hoch. So sprachen die USA China überdeutlich auf die Menschenrechte und die nationale Sicherheit an. Eines sollte nicht vergessen werden: Einseitige Wetten im Währungsuniversum sind immer riskant, auch wenn der Markt gegenwärtig scheinbar auf den CNY setzt.

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CU97XBCallUSD/CNHHebel: 13,0
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Jahresausblick: 20 Trends für 2021

Nach dem ereignisreichen Jahr 2020 blicken Investoren gespannt auf 2021. Wird der Impfstoff gegen das Corona-Virus den gewünschten Erfolg bringen und sich die Rally an den internationalen Börsen fortsetzen? Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!