Währung

Devisenmarkt: Gibt’s ein weißes Kaninchen aus dem Hut?

Kaninchen aus dem Hut?

Noch vor ein paar Tagen hätte ich nur wenig darauf gewettet, dass der EU-Gipfel dies Wochenende stichhaltige Ergebnisse liefern wird. Jetzt bin ich mir nicht mehr ganz so sicher. Denn die Reise- und Gesprächsfreudigkeit der Staats- und Regierungschefs, an denen es zum größten Teil hängt (Deutschland, Niederlande, Österreich, Frankreich, Spanien, Italien), hat jüngst erheblich zugenommen. Offensichtlich werden hinter den Kulissen schon wichtige Gespräche im Vorfeld des Gipfels geführt. Ich schließe deshalb nicht mehr aus, dass Frau Merkel am Samstagabend ein weißes Kaninchen aus dem Hut zaubert und dem Markt einen Kompromiss zum EU-Wiederaufbauplan liefert. Wie auch immer dieser aussehen und wie auch immer man diesen dann bewerten mag – den Markt wird’s so oder so freuen. Denn ihn interessieren weniger die Details, sondern lediglich, dass sich die EU nicht mehr zerrissen, sondern wieder geschlossen zeigt. Ein EU-interner Streitfaktor und damit ein erheblicher Unsicherheitsfaktor verschwände mit einer Einigung. Damit könnte schon eher, als ich letzte Woche dachte, der Grundstein für eine Stabilisierung und Stärkung des Euro gelegt werden – zumal die USA derzeit nicht bei der Pandemie-Bekämpfung glänzen (siehe unten). Sollte ein Wurf (dessen genaues Ausmaß erst einmal zweitrangig wäre) auf dem Gipfel gelingen, könnte das sogar der Game Changer sein, der EUR-USD doch nachhaltig über der 1,14-Marke halten könnte. Kommt aber nichts bei raus, gäbe es erst mal lange Gesichter und einen Knick in der Euro-Performance.

Keiner mag mehr den Dollar

Jetzt mag irgendwie keiner mehr den Dollar. Denn bei der Bewältigung der Pandemie können es sich die USA diesmal wahrlich nicht auf die Fahnen schreiben, es besser hinzubekommen als die Europäer. Und was ein Markt so gar nicht mag, sind Krisenherde oder Unsicherheitsfaktoren, die außer Kontrolle scheinen. Genau das spiegeln die Infektionszahlen in den USA derzeit aber wider. Da bringt es auch nichts, darauf zu hoffen, dass in einigen Monaten die USA vielleicht doch wirtschaftlich besser aus der Krise kommen könnten als Europa. Wobei das übrigens auch nicht sicher ist, vor allem angesichts der Infektionszahlen und des Ausmaßes der Maßnahmen, die jetzt doch in einigen US Bundesstaaten ergriffen werden müssen (u.a. ein Lockdown in Kalifornien). Das Virus kostet den Dollar mittlerweile seine Funktion als sicherer Hafen, denn die Krise ist im Herzen der USA angekommen. Zunehmender Ärger mit China hilft da jetzt auch nicht wirklich weiter. Und so könnte EUR-USD von zwei Faktoren gleichzeitig nach oben gedrückt werden: von einem stabileren Euro (siehe oben) und einem gleichzeitig schwächeren Dollar.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU2XLRLongEUR/USDFaktor: 5
CU54YQShortEUR/USDFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Aber auch das Pfund ist unbeliebt

Auch das Pfund ist im Moment unbeliebt. Es wird von mehreren Seiten in die Zange genommen. Britische Wissenschaftler warnen in einer Studie vor einer zweiten, desaströsen Viruswelle in Kombination mit der alljährlichen Grippewelle im Herbst/Winter, die das ohnehin schon an die Grenzen gekommene Gesundheitssystem zum Kollaps führen könnte. Zudem sind offensichtlich nur wenige Briten und britische Firmen auf den Brexit vorbereitet, weshalb Boris Johnson sogar eine Aufklärungskampagne (“Let’s get going”) ins Rollen gebracht hat. Die Verhandlungen mit der EU verlaufen weiterhin zäh und ein harter Brexit oder ein simples Schmalspurabkommen kurz vor Toreschluss scheinen immer wahrscheinlicher, welches zahlreiche britischen Firmen, die Umfragen zufolge nur zu 25% auf so ein Szenario zum Jahresende vorbereitet sind, in die Bredouille bringen könnte. Als hätten sie mit den Folgen der Pandemie nicht schon genug zu tun. Der Streit mit China um Hongkong und um den Ausbau des G5-Netzes ist ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor, denn er dürfte ein Handelsabkommen mit China nach dem endgültigen Brexit nicht einfacher machen. Und schließlich sind die aktuellen Konjunkturdaten schlecht, unter anderem auch das BIP für den Monat Mai, das gestern veröffentlicht wurde. Da fällt es unterm Strich wirklich schwer, dem Pfund etwas Positives abzugewinnen. Kurzfristig dürfte sich daran auch nichts ändern.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU2XL5LongEUR/GBPFaktor: 5
CU54Y6ShortEUR/GBPFaktor: -5
CU2XK5LongGBP/USDFaktor: 5
CU54X7ShortGBP/USDFaktor: -5
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Heutige Zinsentscheidung in Kanada dürfte CAD kaum bewegen

Die Entscheidung der Bank of Canada (BoC) über den Leitzins an sich dürfte heute kaum jemanden hinter dem Ofen hervorlocken. Der Leitzins dürfte bei 0,25% unverändert bleiben. Denn schließlich mehren sich Anzeichen, dass das Schlimmste im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Kanada überstanden ist. So überraschten am Freitag die Daten zum Arbeitsmarkt mit einem deutlich höheren Stellenaufbau als erwartet. Andererseits ist die Corona-Krise noch nicht überwunden, das Risiko einer zweiten Welle besteht und in einigen Ländern, so auch im Nachbarland USA, breitet sich das Virus immer noch schnell aus. Entsprechend gespannt dürfte der Markt vor allem auf den Ausblick sein, den die BoC heute im Rahmen der Veröffentlichung ihres Geldpolitischen Reports liefern wird. Im Fokus wird auch die Pressekonferenz stehen, da diese die erste unter dem neuen BoC-Gouverneur Tiff Macklem sein wird. Alles in allem dürfte die heutige Sitzung den CAD nicht nennenswert bewegen. Die BoC wird wohl kaum in Aussicht stellen, dass der Leitzins in absehbarer Zeit wieder steigen wird. Höchstens könnten Spekulationen über negative Zinsen einen weiteren Dämpfer erhalten. Auch könnte die BoC in Aussicht stellen, dass sie das Ausmaß ihrer quantitativen Lockerungsmaßnahmen weiter reduzieren wird. Dies könnte dem CAD kurzfristig Auftrieb verleihen. Einen langanhalten Impuls dürfte die Sitzung aber heute wohl eher nicht liefern.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CU2XLVLongEUR/CADFaktor: 5
CU54YVShortEUR/CADFaktor: -5
CU2XLLLongUSD/CADFaktor: 5
CU54YBShortUSD/CADFaktor: -5
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USD-CNY liegt wieder unter 7

Der Markt ignorierte die negativen Schlagzeilen bezüglich der Beziehungen zwischen den USA und China und so setzte sich die Risikobereitschaft auch während der asiatischen Handelsstunden fort. USD-CNY ist erneut unter den Stand von 7 gefallen, was die insgesamt positive Stimmung und die Hoffnung auf eine Fortsetzung der chinesischen Konjunkturerholung widerspiegelt. Chinas BIP-Bericht für das 2. Quartal wird morgen veröffentlicht und uns eine Einschätzung der Konjunkturerholung ermöglichen. Die Daten könnten zwar positiv überraschen, wir beurteilen die chinesischen Wachstumsaussichten aber weiterhin vorsichtig, insbesondere da die Spannungen mit den USA wahrscheinlich länger andauern werden und sich noch ausweiten könnten. Wegen der Sorgen um die bereits hohe Verschuldung scheint sich Peking in der Zwischenzeit mit einer weiteren geldpolitischen Lockerung zurückzuhalten. Während der letzten Tage warnten die chinesischen Aufsichtsbehörden wiederholt vor der Unternehmensverschuldung und vor notleidenden Krediten. Darüber hinaus wurde in einigen beliebten Städten die Immobilienpolitik restriktiver gestaltet. China möchte ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Schulden finden. Daher ist es am Devisenmarkt nicht sehr sinnvoll, einer CNY-Rally hinterherzulaufen, falls es eine solche geben sollte.

WKNTypBasiswertMerkmale
CJ6TABCallEUR/CNHHebel: 7,5
CJ469ZPutEUR/CNHHebel: 7,6
CJ6WTFCallUSD/CNHHebel: 7,7
CJ1E4GPutUSD/CNHHebel: 7,8
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