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Devisenmarkt: Fiskalpaket der US-Regierung weiter im Fokus

Fiskalpaket der US-Regierung weiter im Fokus

Gestern war ein eher nachrichten- und datenarmer Tag. Insgesamt war die Stimmung an den Finanzmärkten freundlich, allerdings war es kein typischer Risk-on Tag, denn nicht alle EM-Währungen konnten zulegen. Auch die schwedische Krone konnte von der positiven Stimmung nicht profitieren, wobei hier die morgige Sitzung der Riksbank möglicherweise bereits ihre Schatten vorauswirft. Der JPY dagegen, eher als Safe Haven Währung bekannt, wertete auf. Ebenso aufwerten konnten Währungen wie der AUD, CAD, NOK und RUB, die von dem Preisanstieg an den Rohstoffmärkten profitierten.

Das Thema, welches die Märkte weiterhin beschäftigt, ist das Hilfspaket der neuen US-Regierung. Die Chancen, dass das Paket verabschiedet wird, sind zuletzt gestiegen. Die Meinungen darüber, welche Auswirkungen das Paket auf die US-Wirtschaft haben wird, gehen allerdings auseinander. Während noch bis vor kurzem die Aussicht auf die fiskalischen Hilfen an den Märkten für positive Reaktionen sorgte, scheint sich der Markt mittlerweile nicht mehr so sicher zu sein. Kommentare des US-Ökonomen Larry Summers, dass das Paket zu groß sei und Inflationsdruck erzeugen könnte, wirken nach. Das niedrige globale Zinsumfeld unterstützt EM-Währungen. Steigende Inflationserwartungen für die USA und steigende US-Renditen sind dagegen negativ. Auf der einen Seite löst die Aussicht auf das Konjunkturpaket Hoffnung auf eine zügige Erholung der US-Wirtschaft aus, was positiv für risikoreiche Assets ist, auf der anderen Seite drückt die Sorge vor Inflation und steigenden US-Zinsen die Stimmung im EM-Universum. Dies könnte die gestern insgesamt eher gemischte Reaktion von EM-Währungen trotz Risk-on erklären. Dabei besteht nicht nur Unsicherheit darüber, ob das Paket die Gefahr einer Überhitzung der US-Wirtschaft birgt, sondern auch darüber, wie die US-Fed reagiert. Würde sie rechtzeitig gegensteuern oder zu lange an ihrer neuen Haltung festhalten, die Inflation für eine gewisse Zeit überschiessen zu lassen? Auch für den USD ist diese Frage wichtig, denn während eine hohe Inflation den Dollar belastet, würde eine proaktiv handelnde Notenbank den USD unterstützen. Eine schnelle Antwort auf diese Fragen werden wir nicht bekommen. Auf steigende EM-Währungen oder einen steigenden USD zu setzen, wenn sich zunehmend herauskristallisiert, dass das Hilfspaket der US-Regierung tatsächlich kommt, scheint allerdings nicht mehr das Gebot der Stunde zu sein.

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