Währung

Devisenmarkt: Euphorische Impfstoffreaktion übertrieben?

Euphorische Impfstoffreaktion übertrieben?

Die Nachricht über einen vielsprechenden Impfstoff schlug gestern ein wie eine Bombe und es gab ein regelrechtes Kursfeuerwerk an den Aktienmärkten. Auch am Devisenmarkt legten Währungen wie der AUD, NOK, SEK sowie EM-Währungen deutlich zu, während CHF und JPY kräftig nachgaben. Erst der Wahlsieg von Joe Biden und dann die Nachricht über einen möglichen Impfstoff. Das dürfte für die Märkte wie Weihnachten und Ostern zusammen gewesen sein.

Nach so einer euphorischen Marktreaktion stellt sich natürlich die Frage, ob diese gerechtfertigt war oder möglicherweise übertrieben. Klar, die neuen Corona-Beschränkungen und teilweisen Lockdowns haben die dringende Notwendigkeit eines Impfstoffs einmal mehr vor Augen geführt. Es bestand die Sorge, dass ohne Impfstoff ein Lockdown dem anderen folgen wird. Insofern verständlich, dass die Märkte derart auf die gestrige Nachricht reagiert haben. Zudem stimmte das Zwischenergebnis der klinischen Studie für den Impfstoff positiv, denn die Wirksamkeit mit 90% übertraf die Erwartungen. Möglicherweise wird in den USA bald eine Zulassung erfolgen, in Europa könnte das nach Medienberichten etwas länger dauern, eventuell erfolgt sie aber noch dieses Jahr.

Bis es dann aber zu tatsächlichen Impfungen kommt und hinreichend viele Menschen geimpft wurden, wird es aber noch eine ganze Weile dauern. Auch ist noch nicht bekannt, wie lange die Impfwirkung anhält. Auch sind nach so einer kurzen Testphase Rückschläge nicht auszuschließen. Das Virus wird nicht plötzlich aus der Welt verschwinden und die Corona-Beschränkungen werden wohl noch länger bestehen bleiben und dauerhafte Folgen in der Weltwirtschaft hinterlassen. Auch wenn die Nachricht vom Impfstoff ein Game Changer sein könnte, ist Vorsicht angebracht und auf die extreme Euphorie könnte zumindest ein gewißes Maß an Ernüchterung folgen.

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EUR-USD: Obacht

EUR-USD konnte von der Impfstoffnachricht nicht profitieren. Im Laufe des gestrigen Nachmittages gab das Währungspaar nach. Allerdings hatte der EUR in den vergangenen Tagen bereits deutlich aufgewertet und näherte sich der 1,19-Marke. Wie gestern erwähnt, dürften die verbalen Interventionen der EZB eine Aufwertung des EUR begrenzen. Schließlich steht uns noch die Dezembersitzung bevor, auf der die EZB ihren Leitzins senken könnte. Ob die Nachricht über den Impfstoff die Sorgen der EZB verflüchtigen kann, ist fraglich. Immerhin dürften die aktuellen Corona-Maßnahmen deutliche Spuren in der Wirtschaft hinterlassen. Und dass die Corona-Beschränkungen alle aufgehoben werden können, ist noch Zukunftsmusik. Insofern bleibt es für den EUR nach wie vor schwierig, in Richtung der 1,20er Marke vorzustoßen.

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NOK: Inflation dürfte in den kommenden Monaten wieder fallen

Die norwegische Inflation dürfte im Oktober unverändert bei 1,6% gelegen haben und die Kernrate dürfte mit 3,4% nach wie vor deutlich über dem Inflationsziel der Norges Bank von 2% liegen. Den Grund für den Anstieg der Inflation in den letzten Monaten sieht die Norges Bank vor allem in der Abwertung der Krone im Frühjahr. Mit der Erholung der Krone im Jahresverlauf dürfte dieser Effekt aber zunehmend abklingen, weshalb die Norges Bank davon ausgeht, dass die Inflation in den kommenden Monaten zurückgehen und im Laufe des nächsten Jahres wieder unter die 2%-Marke fallen wird. Vor diesem Hintergrund richtet sich der Fokus der Norges Bank vor allem auf die konjunkturelle Entwicklung und die Abwärtsrisiken. Zwar ist Norwegen von der zweiten Corona-Welle nicht so stark betroffen, dass aber die meisten anderen europäischen Länder Lockdown-Maßnahmen beschlossen haben, dürfte sich in Norwegens Exportwirtschaft bemerkbar machen und könnte die konjunkturelle Erholung des Landes bremsen. Vor diesem Hintergrund scheint die Inflation, anders als die Zahlen suggerieren, tatsächlich keinen Grund zur Sorge zu liefern. Mit Blick auf die konjunkturellen Risiken könnte die Notenbank im Dezember sogar den Zinspfad runternehmen, also eine erste Zinserhöhung, die sie bislang für Ende 2022 erwartet, nach hinten schieben. Weitere expansive Maßnahmen erwarten wir dagegen nicht, insbesondere eine Zinssenkung in den negativen Bereich halten wir für wenig wahrscheinlich. Unterstützung bekommt die Wirtschaft schließlich auch von der Fiskalpolitik. Heute wird die Regierung wohl weitere Maßnahmen verkünden. Für die Krone wäre dies positiv, vor dem Hintergrund der aktuell guten Stimmung am Markt hat die Krone allerdings ohnehin Oberwasser.

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CJ4VMLCallEUR/NOKHebel: 8,8
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CNY: Starker Autoabsatz, starke Währung

Im Oktober stieg in China der Pkw-Absatz um 8% zum Vorjahr auf 2,02 Mio. Stück. Nach dem starken Einbruch im 1. Quartal auf dem Höhepunkt der Pandemie ist dies nun der vierte monatliche Zuwachs in Folge. Im bisherigen Jahresverlauf ist der Autoabsatz aber noch immer um über 12% zum Vorjahr rückläufig und die Passenger Car Association (PCA) erwartet in diesem Jahr einen Rückgang um rund 7%. Das ist jedoch besser als der im Juli prognostizierte Rückgang um 11%. Gleichzeitig blieb der Preisdruck im Oktober wie erwartet verhalten. Die Verbraucherpreisinflation gab auf nur noch 0,5% zum Vorjahr nach, was auf die niedrigeren Schweinefleischpreise zurückzuführen war. Die Kerninflation, die Nahrungsmittel und Energie ausschließt, stieg um 0,5% und befindet sich bereits seit vier Monaten auf diesem Niveau. Zum neunten Monat in Folge setzte sich die Deflation der Produzentenpreise fort, die um 2,1% zum Vorjahr rückläufig waren.

Am Devisenmarkt wurde das heutige Mittelpunkt-Fixing für USD-CNY auf ein Rekordtief von 6,5897 festgelegt und ist nicht weit von der Prognose unseres Modells entfernt. Unser Modell entsprach dem täglichen Fixing zuletzt recht genau, was nahelegt, dass die chinesische Zentralbank kaum eingreift. Einige Beobachter mögen dies als Signal auslegen, dass die Behörden mit einem stärkeren CNY einverstanden sind, was den Weg für weitere Gewinne ebnet. In letzter Zeit trugen einige Faktoren zu den CNY-Gewinnen bei, auf die wir in der gestrigen TagesInfo Devisen eingingen. Gleichzeitig wären wir angesichts der unermüdlichen CNY-Rally seit Juni um fast 8% gegenüber dem USD vorsichtig, einseitig auf den CNY zu setzen. Genau dies möchten die Behörden nämlich gerne vermeiden. Sie mögen zwar keinen bestimmten Kurs im Auge haben, lehnen jedoch eine zu stark Aufwertung oder zu hohe Zuflüsse ab, falls dadurch die Erholung gefährdet werden könnte.

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CU9PUBCallEUR/CNHHebel: 6,9
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