Währung

Devisenmarkt: Blockade allerorten

Blockade!

Wieso sollte es in der Europäischen Union anders laufen als in den USA. Hier wie dort wird blockiert. Der scheidende US-Präsident blockiert die reibungslose Übergabe der Amtsgeschäfte in einer für die USA äußert schwierigen Zeit. Außerdem war in den USA schon vor dem Wahlergebnis klar, dass ein mehrheitliche republikanischer Senat das Fiskalpaket vom demokratischen Präsidenten blockieren würde. Das kristallisiert sich immer deutlicher heraus. Grundsätzlich wären das eigentlich positive Neuigkeiten für den Dollar, da die Fiskalpolitik zukünftig eben nicht so stark expansiv wird, wie es unter einem demokratischen Präsidenten, der im Kongress über eine Mehrheit verfügt, der Fall wäre. Aber ich schließe nicht aus, dass angesichts der hohen Infektionszahlen in den USA und drohender regionaler Lockdowns die Tatsache, dass nicht so große und so schnell finanzielle Hilfe kommt wie erwartet, da wieder einmal lange Verhandlungen um ein Paket drohen, der Dollar erst einmal unter Druck bleibt. Zumal bis dahin in erster Linie die Fed als Backup bereitsteht, wie Fed Chef Jerome Powell verlauten ließ. Die Entwicklung der Infektionsraten stelle ein deutliches Abwärtsrisiko für die US Wirtschaft dar, die noch einen langen Weg aus der Pandemie vor sich habe. Die Fed stünde bereit, alle ihre Mittel einzusetzen, so Powell.

Doch auch Europa bleibt nicht von Blockaden verschont. Der Markt sieht es aber entspannt, dass Polen und Ungarn erst einmal ihr Veto beim EU Haushalt eingelegt haben. Kann er auch, denn ob die Hilfsgelder einen Monat früher oder später fließen, ist angesichts der Geldpolitik der EZB, die im Dezember wohl noch einmal expansiver werden wird, zweitrangig – schließlich ist die Aussicht auf eine Impfung laut EZB Chefin Christine Lagarde kein “Game Changer” für die EZB Prognosen. Und dass sich Polen und Ungarn auf Dauer quer stellen, wo sie doch große Profiteure der Zahlungen aus Brüssel sind, ist schlecht vorstellbar. Vermutlich wird im Dezember, wenn wieder ein Gipfel mit physischer Präsenz geplant ist, die EU Kompromisse machen, was die Verfahren bei Rechtsstaatlichkeitsverstößen anbelangt, sodass letzten Endes beide Länder gesichtswahrend dem EU-Haushalt und damit auch dem Wiederaufbaufonds zustimmen können. Ende gut, alles gut – und damit auch kein Grund, den Euro zu verkaufen. Das wäre für mich nur vonnöten, wenn die Verhandlungen wirklich in eine komplette Sackgasse liefen, was ich mir aber bei der kompromissbereiten EU und den pekuniären Interessen der Blockierer nur schwer vorstellen kann.

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Brexit: Was soll man denn noch glauben?

Einigen Berichten zufolge ist ein Brexit-Deal nahezu eingetütet, andere sprechen von weiterhin starken Differenzen bei den altbekannten Knackpunkten. Wem oder was soll man da noch glauben? Am Freitag möchte Chefunterhändler Michel Barnier mit den 27 EU Ländern sprechen, um ihnen den Stand der Verhandlungen mitzuteilen. Ich warte lieber mal ab, was er sagt. Die Frist bis zum Jahresende wird allmählich knapp, denn eine mögliche Einigung muss ja noch durch die Parlamente der einzelnen EU Länder. Es bleibt also spannend und es könnten hektische Weihnachtstage für einige Parlamentarier werden. Doch auch eine Übergangsfrist nach der Übergangsfrist ist ja nicht vollkommen auszuschließen. Trotzdem bleibe ich angesichts der Pfund-Gewinne skeptisch. Denn kein Abkommen kann einen vollen Zugang zum Binnenmarkt ersetzen. Erleichterung, dass endlich ein Deal auf dem Tisch liegen und dass das Thema endlich durch sein könnte – ok, das kann ich nachvollziehen. Aber dass die britische Wirtschaft dadurch einen fulminanten Aufschwung erleben wird – allein mir fehlt der Glaube.

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CHF: Das war wirklich viel!

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist in der Covid-Welle im Frühjahr wirklich in die Vollen gegangen. Sie intervenierte deutlich mehr am Devisenmarkt, als sie dies beispielsweise im Jahr 2015 tat, als sie letztlich die Untergrenze in EUR-CHF aufgeben musste. Allein in der ersten Jahreshälfte 2020 intervenierte sie für mehr als 90 Mrd. CHF laut SNB-Vize Fritz Zurbrügg. Kein Wunder, schließlich hat die SNB im Frühjahr nicht an der Zinsschraube gedreht, sondern in erster Linie wie andere Zentralbanken auch dem Finanzsystem und der Wirtschaft zusätzliche Liquidität bereitgestellt, weshalb sie über einen längeren Zeitraum im Frühjahr ordentlich intervenieren musste, um EUR-CHF über der 1,05-Marke zu halten. Nach wie vor verteidigt die SNB ihre Strategie und ist bereit, weiterhin mit Negativzinsen und Devisenmarktinterventionen zu arbeiten, trotz der Risiken für die eigene Bilanz, die sich daraus ergeben. Zum Glück für die SNB hat die Aussicht auf eine Impfung schon zum Jahresende den Aufwärtsdruck auf den Franken deutlich gemildert. Vermutlich hat die SNB noch einmal ein bisschen nachgeholfen, als EUR-CHF letzte Woche über die 1,08-Marke katapultiert wurde, um das Währungspaar in einer etwas höheren Spanne zu etablieren. Dennoch wird die SNB weiter wachsam bleiben. Denn solange die Krise nicht überwunden ist und sie mit einem Leitzins von -0,75% schon an der Untergrenze operiert, bleibt ihr auch kaum ein anderes Mittel als Interventionen, um die Wirtschaft von der Währungsseite her zu entlasten.

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RBA zurzeit nicht besorgt um den AUD

Richtig besorgt zeigt sich die Reserve Bank of Australia (RBA) zurzeit nicht, was den Wert des Aussie anbelangt. Laut Vize Christopher Kent sei der AUD nahe an seinem fairen Wert, zuletzt habe er wegen der Hoffnung auf eine Impfung zugelegt, und die sei letztendlich ja auch gut für die australische Wirtschaft. Anfang November hat die RBA den Leitzins aber unter anderem deshalb auf 0,1% gesenkt, weil weltweit das Zinsniveau gesunken sei und der AUD ansonsten aufgewertet hätte, was dann die Schaffung neuer Jobs erschwert hätte, so Notenbankchef Philip Lowe. Und genau darum geht es der RBA letzten Endes: dass die Arbeitslosenquote schnell fällt. Die Beschäftigung ist ihrer Meinung nach “nationale Priorität”. Das heißt, dass sie durchaus noch einmal aktiv werden kann, sollte sich die Lage am Arbeitsmarkt zu langsam verbessern oder gar verschlechtern. Lowe schließt mittlerweile sogar Negativzinsen nicht mehr aus, doch ich denke, dass die Hürde hierfür recht hoch sein dürfte und der Fokus erst einmal weiterhin auf Anleihekäufen und Forward Guidance liegen wird. Sollte AUD-USD aber deutlich über 0,75 oder gar in Richtung 0,80 steigen, dürfte das der RBA mit Blick auf den Arbeitsmarkt zu viel sein und sie könnte schlussendlich doch erwägen, mittels der Signalwirkung eines Negativzinses eine ungewollte Aufwertung des AUD zu dämpfen. Deshalb lohnt sich kommende Nacht und in den nächsten Monaten unbedingt der Blick auf die Arbeitsmarktberichte.

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