Währung

Devisenmärkte: Verhandlungen in Washington und Brüssel/London kommen voran

Verhandlungen in Washington und Brüssel/London kommen voran

Es geht voran! Sowohl der US-Kongress als auch die EU und Großbritannien scheinen einer Einigung näherzukommen. Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi stimmte die Märkte nach ihrem Gespräch mit Treasury Secretary Steven Mnuchin auf einen möglichen Deal noch diese Woche und damit noch vor den US-Wahlen ein. Und wie gestern von mir gemutmaßt, geriet der US-Dollar als Reaktion auf die Nachricht auf breiter Basis unter Druck. Dass wir hier eine allgemeine USD-Schwäche sehen und nicht einfach nur “Risk-On”, zeigt sich daran, dass der US-Dollar selbst gegenüber dem Yen deutlich nachgibt. Treiber sind vielmehr, wie gestern erläutert, die US-Inflationserwartungen, die mittlerweile ihre Vor-Pandemie-Niveaus überschritten haben und durch die Aussicht auf weitere fiskalische Hilfen weiter nach oben drängen.

Doch noch ist das Rückschlagspotenzial groß. Auch wenn sich Pelosi und Mnuchin optimistisch geben, aus dem US-Senat sind noch immer genügend kritische Stimmen zu hören, insbesondere vonseiten der Republikaner, die dort die Mehrheit haben. Diese stören sich nach wie an der Höhe des vorgeschlagenen Fiskalpaketes. Noch bleibt somit das Risiko groß, dass die Verhandlungen in den nächsten Tagen scheitern und der US-Dollar ein Comeback feiert.

Derweil wird wohl in Brüssel an einem Weg gearbeitet, Boris Johnson als “Gewinner” dastehen zu lassen und ihn so zurück an den Verhandlungstisch zu bringen. Dieser hatte nach dem EU-Gipfel verkündet, dass es keinen Deal geben würde, wenn die EU nicht beginnen würde, Zugeständnisse zu machen. Die Verhandlungen wurden im Hintergrund zwar fortgesetzt. Doch am Ende wird es nun einmal die Zustimmung des Regierungsführers brauchen, um ein Abkommen unter Dach und Fach zu bringen. Mir würde es ja als GBP-Investor zu Denken geben, wenn Wohl und Wehe des UK an dem Ego einer Person hängen würde, aber gut. Zugegeben gibt es vermutlich noch einige andere Stolpersteine bis zu einem Deal zu überwältigen. Und somit dürfte das Aufwertungspotenzial des GBP kurzfristig ohnehin begrenzt bleiben.

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EZB-Äußerungen vor der Schweigephase

Diese Woche haben die EZB-Ratsmitglieder noch eine letzte Chance, sich vor ihrer Sitzung kommende Woche zu äußern und den Markt auf mögliche Schritte vorzubereiten, bevor ihre Schweigephase beginnt. Heute melden sich sogar noch mal die Schwergewichte Präsidentin Christine Lagarde und Chefvolkswirt Philip Lane zu Wort. Die beiden waren sich mit ihren Äußerungen in den letzten Wochen durchaus mal in die Quere geraten, beispielsweise beim Thema Euro-Wechselkurs. Fragt sich, ob sie heute eine einheitlichere Kommunikation an den Tag legen.

Der Markt setzt derweil weiterhin auf die Chance einer Zinssenkung, nicht zwingend in der nächsten Sitzung, aber eben in absehbarer Zeit. Angesichts dessen und in Anbetracht einer zweiten Viruswelle in Europa zeigt sich die Gemeinschaftswährung überaus robust. Hier ist nun Vorsicht geboten. Denn mit einem stärkeren Euro steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB dem einen Riegel vorschieben will – so wie es Lane mit seiner verbalen Intervention – offiziell abgesprochen oder nicht – vergangenen Monat schon einmal tat. Und immerhin: Seitdem hat sich EUR-USD nicht mehr an die 1,20-Marke rangetraut. Allerdings kann es gut sein, dass Lane noch einmal nachlegen muss, damit der Wechselkurs weiterhin gedeckelt bleibt. Und noch wichtiger: Sind es die Zinssenkungsspekulationen, die den Euro derzeit im Zaum halten, so muss die EZB auch an dieser Front liefern, damit dies so bleibt. Allerdings ist alles andere als sicher, ob sie wirklich dazu bereit ist, beim Einlagensatz noch weiter in negatives Territorium vorzustoßen – insbesondere, da sie sich unsicher sein dürfte, wo die “Reversal Rate” liegt, d.h. der Zins, bei dem die Geldpolitik restriktiv wird. Deshalb, und weil wir mit einem weiteren Schwung an USD-Schwäche rechnen, sollte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis wir wieder Niveaus über 1,20 in EUR-USD sehen.

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CNY-Index steigt

Vor dem Hintergrund der US-Dollar-Schwäche setzt sich das starke USD-CNY-Momentum fort und USD-CNYder Kurs bewegt sich im Moment auf den Stand von 6,60 zu. Es fällt auf, dass der offizielle CNY-Index in der Nähe des Jahreshöchststands notiert, was andeutet, dass der CNY während der letzten Monate aufgrund der Erholung nach der Covid-Krise eine Outperformance erzielte. Derweil gab es zuletzt nur wenige Schlagzeilen über den Konflikt zwischen den USA und China, was den Optimismus gegenüber der chinesischen Währung zu fördern scheint. Auch die chinesische Zentralbank scheint sich im Augenblick zurückzuhalten, weil die USD-CNY-Referenzkurse seit einer Weile größtenteils im Rahmen der Fixing-Regel lagen. Für die chinesischen Behörden mag es sinnvoll sein, vor den US-Wahlen keine spezifische Ausrichtung erkennen zu lassen. Kurzfristig dürfte daher der Momentum-Handel weiter dominieren, solange es keine eindeutigen Rückschläge aus Richtung der Wirtschaft oder der Geopolitik gibt. Die Vergangenheit lehrt uns jedoch, dass die geopolitischen Spannungen irgendwann zurückkehren werden.

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CU97XBCallUSD/CNHHebel: 9,0
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