Währung

Devisenmärkte: Starker US-Dollar lässt andere Notenbanken aufatmen

Starker US-Dollar lässt andere Notenbanken aufatmen

Die steigenden US-Renditen verliehen dem Dollar auch gestern Auftrieb, was so einige Zentralbanker dieser Tage besser schlafen lassen dürfte. Beispielsweise bei der Reserve Bank of Australia, der Bank of Japan oder auch der EZB. Schließlich hatte der zuvor schwache Dollar dort für ziemliches Unbehagen gesorgt. Denn ein schwacher Dollar heißt natürlich, dass auf der anderen Seite AUD, JPY und EUR aufgewertet haben, was in der aktuell fragilen Konjunkturlage überaus ungelegen kommt. Natürlich: Eine schwache Währung kann allein nicht für einen Konjunkturaufschwung sorgen. Doch da aktuell vor allem die Industrie das Wachstum stützt, da sie im Vergleich zum Dienstleistungsgewerbe weniger stark von den Lockdowns getroffen wird, ist jeglicher Gegenwind hier, beispielsweise durch eine starke Währung, schwer zu schlucken. Von der RBA ist man verbale Interventionen ja bereits gewöhnt. Nicht jedoch von der EZB und Bank of Japan, da sich die G7 klar darauf geeinigt haben, von jeglicher Einflussnahme auf Wechselkurse abzusehen. Die, wenn auch moderaten, verbalen Interventionen der Notenbanker sind daher bereits als starkes Signal zu verstehen. Vor allem aber sind sie Ausdruck der teilweisen Hilflosigkeit der Notenbanken. Denn in früheren Zeiten mussten sie sich nicht über einen zu starken Wechselkurs beschweren, sondern konnten mittels expansiver Schritte direkt gegen diesen vorgehen. Nur, ihr effektivstes Instrument, Zinssenkungen, haben sie mittlerweile nun einmal ausgeschöpft – EZB und BoJ, die in der aktuellen Krise sogar gänzlich von Zinssenkungen abgesehen haben, sogar wohl noch mehr als andere.

Fragt sich nur, wie die Fed mit einer weiteren Aufwertung des US-Dollar umgehen würde. Denn auch sie hat zweifellos eine Schmerzgrenze. Im Jahre 2014 hatte sie beispielsweise eine Normalisierung ihrer Zinsen aufgeschoben, nachdem der Dollar ihrer Ansicht nach zu stark aufgewertet und sich damit bereits deutlich restriktiv auf die Wirtschaft ausgewirkt hatte. Und konjunkturell sieht es auch in den USA aktuell nicht allzu rosig aus, wie der jüngste Arbeitsmarktbericht gezeigt hatte, in dem die neusten Coronabedingten Einschränkungen stärkere Spuren hinterlassen hatte als erwartet wurde.

Ein Blick auf den US-Dollar-Index der ICE zeigt: Noch scheint eigentlich genügend Luft nach oben, nachdem die US-Währung im letzten Jahr immerhin rund 10% gegenüber den anderen Hauptwährungen abgewertet hat. Das muss aber natürlich noch nichts heißen. Auch die BoJ zeigt sich über die niedrigen USD-JPY-Notierungen besorgt, obwohl der JPY – bis auf eine kurze Phase im Frühjahr – auf handelsgewichteter Basis in diesem Jahr nahezu stabil gehandelt hat. Zuletzt zeigten sich die Fed-Obersten jedoch recht entspannt bezüglich des Konjunkturausblicks, nicht zuletzt aufgrund der Aussicht auf weitere fiskalische Unterstützung seitens der Regierung. Einige, Atlanta-Fed-Präsident Raphael Bostic z.B., sprechen sogar bereits über ein mögliches Zurückfahren der Anleihekäufe noch in diesem Jahr. Bostic sieht darüber hinaus sogar die Möglichkeit, dass schon in der zweiten Hälfte 2022 über Zinserhöhungen nachgedacht werden könnte. Sollten sich weitere FOMC-Mitglieder ähnlich optimistisch äußern, dürfte dies den US-Renditen und damit auch US-Dollar weiteren Auftrieb verleihen.

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Gute Stimmung in Kanada bereits wieder vorbei?

Laut der letzten Umfrage der Bank of Canada blickten die Unternehmen in Kanada wieder deutlich optimistischer in die Zukunft, was sich nicht zuletzt auf die Aussicht auf einen Covid-19-Impfstoff zurückführen ließ. Fraglich ist jedoch, ob die Ergebnisse nicht bereits wieder hinfällig sind, da seit der Befragung auch in Kanada Coronabedingte Einschränkungen wieder verschärft werden mussten. In einigen Regionen wird derzeit sogar über die Notwendigkeit eines härteren Lockdowns – ähnlich dem im Frühjahr – diskutiert. Kurzfristig bleiben die Konjunkturrisiken damit deutlich erhöht, zumal der Arbeitsmarkt bereits unter dem bisher relativ weichen Lockdown deutlich zu leiden hat, wie der entsprechende Bericht für Dezember gezeigt hat, wonach doppelt so viele Stellen verloren gingen als erwartet wurde. Der CAD konnte von dem positiven Umfrageergebnis entsprechend nicht profitieren. Stattdessen zählt die Währung derzeit zu den schwächsten innerhalb des G10-Universums, was sich, sofern sich das Infektionsgeschehen in Kanada nicht deutlich verlangsamt, so schnell wohl auch nicht ändern wird.

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GBP tut sich schwer

Das britische Pfund zeigt sich seit Jahresanfang recht stabil. Eine deutliche Rallye seit ein No-Deal-Brexit verhindert wurde, bleibt weiterhin aus. Ein Grund dürfte natürlich der Lockdown sein, der den kurzfristigen Konjunkturausblick deutlich eingetrübt hat und Spekulationen über weitere expansive Schritte seitens der Bank of England antreibt. So merkte MPC-Mitglied Silvana Tenreyro erst gestern an, dass sich die wirtschaftliche Lage auf kurze Sicht stärker verschlechtert habe als von der Notenbank erwartet. Unklar bleibt jedoch, ob die BoE auch eine Zinssenkung in Erwägung ziehen könnte. Laut Tenreyro seien sie noch dabei, einen solchen Schritt zu prüfen, was nicht gerade dafür spricht, dass dieser unmittelbar bevorsteht. Doch solange die BoE das Thema Negativzins nicht vollkommen vom Tisch nimmt, dürfte es dem Pfund weiter schwerfallen, an Boden zu gewinnen.

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CNY: Die Renditedifferenzen

Ein Argument, das in den vergangenen Quartalen für einen starken CNY sprach, war, dass die chinesische Währung gegenüber dem Greenback eine viel höhere Rendite aufwies. Die steigenden Dollar-Renditen der letzten Wochen haben jedoch begonnen, dieses Argument infrage zu stellen, was die CNY-Begeisterung etwas gedämpft hat. In der Zwischenzeit ist eine viel gestellte Frage, ob die CNY-Zinsen den steigenden Dollar-Renditen in den kommenden Quartalen folgen könnten. Meiner Meinung nach wird der allgemeine Zinsausblick für den CNY weitgehend von der wirtschaftlichen Dynamik abhängen. Die chinesische Wirtschaft scheint zwar auf dem Weg zu einer weiteren Erholung zu sein, aber aus mittelfristiger Sicht gibt es immer noch viel Gegenwind, einschließlich demografischer und geopolitischer Herausforderungen. Darüber hinaus besteht ein kurzfristiges Risiko darin, dass das jüngste Wiederaufflammen von Viren in einigen chinesischen Städten die Wachstumsaussichten negativ beeinflussen könnte. Daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich die Renditeunterschiede zwischen China und den USA im Laufe der Zeit verringern, was sich wiederum negativ auf den CNY auswirken wird.

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