Währung

Devisenmärkte: Neues Jahr, neuer Lockdown

Harter Lockdown beendet verhaltene Pfund-Rallye

Der ganz harte Brexit konnte verhindert werden, der ganz harte Lockdown nicht. Premierminister Boris Johnson sah sich gestern gezwungen, England angesichts explodierender Corona-Infektionen bis Mitte Februar in den Hausarrest zu schicken, was der verhaltenen Pfund-Rallye nach der Einigung auf ein post-Brexit-Handelsabkommen endgültig ein Ende bereitete. Dabei steht England natürlich nicht alleine da. Auch andere europäische Länder erwägen ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Welle zu verschärfen. Für Deutschland wird heute eine Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen erwartet.

Dennoch wertete das Pfund deutlich gegenüber dem Euro ab. Grund dafür sind die anhaltenden Spekulationen, dass die Bank of England ihren Leitzins doch noch in den negativen Bereich senken könnte. Diese werden auch dadurch relevanter, dass die Brexit-Unsicherheit nun erst einmal aus dem Weg geschafft ist und die BoE sich ganz auf die heimische Wirtschaft konzentrieren kan. Sie muss kein geldpolitisches Pulver mehr vorhalten, um die Folgen eines eventuellen no-deal Brexit abzupuffern. Anders als im Falle der EZB geht der Devisenmarkt also nicht davon aus, dass die BoE bereits ihre effektive Zinsuntergrenze erreicht hat. In unseren Augen ist der Leitzins (von Devisenmarktinterventionen einmal abgesehen) das geldpolitische Instrument mit der stärksten unmittelbaren Auswirkung auf den Wechselkurs. Entsprechend sehen wir durchaus weiteres GBP-Abwertungspotenzial, sollten sich die Anzeichen für eine weitere BoE-Zinssenkung verdichten, während der EZB zumindest zinstechisch die Hände gebunden sind.

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Schicksalswahl in Georgia mit Folgen für den USD-Ausblick

Die heutige Senats-Stichwahl im US-Bundesstaat Georgia ist absolut richtungsweisend für den Dollar. Aktuelle Umfragen (falls man denen überhaupt noch Beachtung schenken möchte) deuten ein Kopf-an-Kopf-Rennen an. Mein Chef Ulrich Leuchtmann hat gestern bereits erklärt, dass wir mit einem schwächeren Dollar rechnen, falls die beide demokratischen Bewerber gewinnen und damit mittels einer ultra-knappen Senatsmehrheit für die Demokraten weitere umfangreiche Fiskalpakete wahrscheinlicher werden lassen.

Doch auch ein Sieg der Republikaner hat entscheidende Implikationen für den Dollar. Denn ohne eine Senatsmehrheit ist es höchst wahrscheinlich, dass einem zukünftigen US-Präsident Joe Biden zumindest fiskalpolitisch die Hände gebunden sind. Aus Sicht der Fed wären jedoch weitere Konjunkturpakete der Regierung sehr hilfreich, um die wirtschaftliche Erholung weiter voran zu treiben. Ohne weitere fiskalpolitische Ausgaben hängt es an der Fed die bestmöglichen Rahmenbedingungen für eine fortgesetzte Erholung zu schaffen, obwohl die Geldpolitik die Folgen der Corona-Krise niemals so gezielt und effektiv bekämpfen kann wie die Finanzpolitik.

Sämtliche Diskussionen darüber, unter welchen Bedingungen die Fed ihre QE-Käufe zurückfahren wird, könnten sich schnell als verfrüht erweisen, wenn eine republikanische Senatsmehrheit notwendige Ausgaben zur Bekämpfung der Pandemie-Folgen verhindert. Eine länger abwartende Fed ist aus USD-Sicht zwar kein Game-Changer, da laut der neuen geldpolitischen Strategie der Fed eine Reduktion der Anleihekäufe eh kein Signal dafür ist, dass bald Zinserhöhungen ins Auge gefasst werden. Doch eine sich länger hinziehende Erholung bedeutet auf eine weniger stark steigende Inflation, die entsprechend den Dollar auch weniger belastet. Die heutige Stichwahl ist für den Devisenmarkt also keine Wahl zwischen USD-Stärke und Schwäche sondern zwischen langsamerer und schnellerer USD-Abwertung.

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Schweizer Inflation spielt für den Franken keine Rolle

EUR-CHF-Niveaus um 1,08 scheinen die Schweizerische Nationalbank im aktuellen Umfeld zufriedenzustellen. Zumindest scheint sie, gemessen an den wöchentlich gemeldeten Sichteinlagen, zum Jahresende 2020 nicht mehr nennenswert am Devisenmarkt interveniert zu haben, um den Franken zu schwächen. Grundsätzlich sieht sie den Franken jedoch weiterhin als hoch bewertet an und ist daher auch weiterhin zu Interventionen bereit, wie sie im Rahmen ihrer geldpolitischen Sitzung im Dezember betonte. Ausschlaggebend dafür ist natürlich vor allem die allgemeine Risikostimmung an den Finanzmärkten, denn als sichere Hafenwährung wertet der Franken auf, wenn an den Märkten Angst und Schrecken herrscht.

Doch zumindest offiziell spielt natürlich auch die Inflation eine entscheidende Rolle, wenn die Schweizerische Nationalbank die “gesamte Währungssituation” bewertet und über Interventionen entscheidet. Ihre ultralockere Geldpolitik und die Fremdwährungskäufe zur Schwächung des Franken sind nur so lange problemlos tragbar, wie die Inflation nicht nennenswert anzieht. Da die heutigen Daten für Dezember zeigen, dass die Preisentwicklung deutlich im deflationären Bereich verharrt, sind von dieser Seite bis auf Weiteres jedoch auch weiterhin keine Impulse zu erwarten. Schweiz-spezifische Faktoren spielen für den Franken auf absehbare Zeit keine Rolle, stattdessen bleibt er ein Spielball der Märkte. Wenn im Laufe des Jahres die Corona-Krise aufgrund der Impffortschritte abflaut, rechnen wir daher auch mit langsam steigenden EUR-CHF-Notierungen.

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Jahresausblick: 20 Trends für 2021

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