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Devisenmärkte: Durchbruch vor der US-Wahl?

Durchbruch vor der US-Wahl?

Bis heute Abend entscheidet es sich, ob der US-Kongress noch vor der US-Wahl ein zweites Fiskalpaket verabschieden wird oder nicht. Der Rückgang der US-Aktienkurse lässt mich vermuten, dass mittlerweile die wenigstens noch auf einen Durchbruch hoffen. Umso größer dürfte die Marktreaktion ausfallen, sollten sich Republikaner und Demokraten doch noch zusammenraffen können. Der US-Dollar würde dann aber wohl nicht zu den Gewinnern zählen, auch wenn das zunächst verwunderlich erscheinen mag. Die meisten würden dies mit einer typischen “Risk-On”-Bewegung erklären. Soll heißen, der US-Dollar ist sicherer Hafen und würde aufgrund der besseren Konjunkturaussichten und des damit einhergehenden steigenden Risikoappetits unter Druck geraten. Ich glaube hingegen an eine andere Erklärung: Die besseren Konjunkturaussichten treiben die US-Inflationserwartungen nach oben und das wäre negativ für den US-Dollar. Schließlich heißt eine höhere US-Inflation mittlerweile nicht mehr, dass auch die Chancen auf höhere US-Zinsen steigen. Die Fed verfolgt seit ihrer Strategieänderung ein anderes Ziel, und zwar, dass eines zeitweisen Überschießens des Inflationsziels. Zuletzt war dies weniger eine Belastung für die US-Dollar-Wechselkurse, da angesichts der Pandemie nicht an ein Überschießen der Inflation zu denken ist. Die Notenbanker weltweit sorgen sich aufgrund einer gedämpften Nachfrage vielmehr über deflationäre Gefahren. Aber auch diese Krise dürfte irgendwann überstanden sein – und dann würde ich als USD-Investor die Inflationserwartungen ganz genau im Auge behalten.

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Brexit: Zugeständnisse, die keine sind?

Auch nach der gestrigen Gesprächsrunde gab es zwar keinen Durchbruch bei den Verhandlungen zwischen der EU und der britischen Führung zu vermelden. Doch es gab von beiden Seiten immerhin Annäherungsversuche, was von den Pfund-Bullen direkt dankend angenommen wurde. Zum einen wurde in den Medien berichtet (auf Berufung anonymer Quellen), dass die britische Führung einer Änderung des kontroversen Binnenmarktgesetzes zugunsten der EU zustimmen wolle. Das Gesetz wird seit gestern im britischen Parlament diskutiert und es wird erwartet, dass das Oberhaus die kritische Klausel, die die Nordirland-Zollbestimmungen betrifft und gegen das Austrittsabkommen mit der EU verstößt, streichen wird. Bisher hatte die britische Regierung, die das Gesetz vorgelegt hatte, sich gegen eine solche Änderung gewehrt. Doch wird in den Medien gemutmaßt, dass das Gesetz ohnehin nur zu einer von vielen strategischen Feldzügen Londons zählte, um Druck auf die EU auszuüben und niemals wirklich ernsthaft verabschiedet werden sollte. Stimmt die Regierung einer Abänderung des Gesetzes nun zu, könnte sie dies der EU als ein Entgegenkommen verkaufen. Und zum anderen hat auch die EU ihrerseits nun in einem ersten Punkt nachgegeben. So sei sie laut Chef-Unterhändler Michel Barnier bereit, damit zu beginnen, den Rechtstext für das Handelsabkommen zu schreiben – etwas, was die britische Seite seit Monaten fordert.

Auch wenn beide Seiten damit auf den ersten Blick Zugeständnisse gemacht haben, waren es doch, wenn wir mal ehrlich sind, ziemlich schwache bzw. im Falle Großbritanniens noch nicht mal ein wirkliches Zugeständnis, wenn man bedenkt, dass die britische Regierung mit ihrem Gesetz gegen internationales Gesetz verstößt. Ein wirklicher Durchbruch wäre die Nachricht, dass sie sich beim Thema Fischereirechte geeinigt hätten. Das würde für mich schon eher eine kräftige Pfund-Aufwertung rechtfertigen, da dies einer der wirklichen Knackpunkte in den Verhandlungen darstellt. Bis dahin würde ich mich als Pfund-Bulle eher weiterhin zurückhalten.

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Die norwegische Krone und der Brexit

Aber nicht nur Pfund-Bullen sollten sich angesichts der ermutigenden Brexit-Nachrichtenlage nicht zu früh freuen. Gestern profitierten zahlreiche europäische Währungen von der optimistischeren Stimmung, allen voran die norwegische Krone. Das macht Sinn. Großbritannien ist neben Schweden schließlich der wichtigste Handelspartner Norwegens (gemessen am Gesamt-Handelsvolumen). Ein harter Brexit, mit entsprechend erheblichen negativen realwirtschaftlichen Folgen für das UK, würde auch die norwegische Wirtschaft empfindlich treffen. Letztere hat ohnehin schon seit einigen Jahren mit einem schmelzenden Handelsbilanzüberschuss zu kämpfen. Norwegen mag aufgrund seiner hohen Reserven, insbesondere in Form eines üppigen staatlichen Rentenfonds, welcher in den letzten Jahren ordentliche Gewinne eingefahren hat, nach wie vor ein wohlhabenes Land sein. Entsprechend konnte die Regierung ein großzügiges Fiskalpaket in dieser Krise springen lassen, was die realwirtschaftlichen Folgen der Pandemie deutlich abgefedert hat. Doch erscheint das Konzept, sich als Volkswirtschaft nur noch von Kapitalerträgen und nicht realwirtschaftlichen Zuwächsen langfristig zu finanzieren, wenig nachhaltig. Das scheinen auch die Investoren so zu sehen, was die schwache Performance der Krone angesichts zahlreicher Risiken für den norwegischen Außenhandel in diesem Jahr erklärt.

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