Währung

Devisenmärkte: Besser, aber nicht gut

Es wird besser, aber gut ist es noch lange nicht

Offensichtlich ist es allmählich am Devisenmarkt auch bis zum letzten durchgesickert, dass wir alle noch länger mit dem Virus und seinen Folgen zu tun haben werden, als anfangs gedacht. Das dürfte auf absehbare Zeit dem Optimismus, der wohl in der menschlichen Natur liegt und immer wieder auftreten wird, Grenzen setzen. Die neuesten Stresstests der Fed zeigen, dass je nach Szenario für die Pandemie die US Banken möglicherweise in Richtung des Minimums der Kapitalanforderungen rutschen könnten. Die Fed schaut sich deshalb die Situation der Banken und die möglichen Risiken für sie genauer an und untersagt den größten Institutionen für die nächsten Monate Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhungen, um ein stabiles Finanzsystem zu garantieren. Einige Staaten in den USA kämpfen gegen weiter steigende Infektionszahlen und haben die nächste Phase des Lockerungsprozesses verschoben. Dazu kommen Aussagen von Zentralbankern beidseits des Atlantiks, dass der Effekt der Geldpolitik begrenzt sein könnte. Dies erschüttert die Markterwartungen, dass die Stimuli ein Selbstläufer sind, da immer wieder nachgelegt wird, und deshalb schon am Ende alles gut werden wird. Trotz teils besser als erwarteter Konjunkturdaten und positiver Meldungen dies- und jenseits des Atlantiks wird immer deutlicher: es wird zwar besser, aber gut ist es noch lange nicht. Vor allem nicht gut genug, um für dauerhaften Optimismus zu sorgen. Deshalb sind EUR-USD nach oben Grenzen gesetzt, aber kräftig nach unten geht’s erstmal auch nicht, doch die Volatilität bleibt entsprechend erhöht.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ4VQWCallEUR/USDHebel: 7,5
CJ4U1XPutEUR/USDHebel: 7,5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Überraschende Erkenntnisse

Zum Wochenschluss zeigt sich kein klares Bild an den Devisenmärkten. Der Dollar ist angesichts der in sich zusammengefallenen Euphorie, die zu Wochenbeginn vorherrschte, generell eher wieder gefragt, ebenso der Franken als sicherer Hafen, wohingegen der Yen diesmal nicht punkten kann. Wie verhält es sich eigentlich mit den als eher riskant eingestuften Währungen? Die Erkenntnisse haben mich überrascht. Denn ich hätte erwartet, dass sich die Covid-19-Angst am allerersten in den Währungen des asiatisch-pazifischen Raums widerspiegelt, also in AUD und NZD. Die Entwicklung seit Jahresbeginn gegenüber dem USD verrät jedoch, dass diese beiden trotz der engen wirtschaftlichen Beziehungen zu China keinen Vorlauf zeigten. Erst, als die Pandemie an den Finanzmärkten Anfang März als globales Risiko erkannt wurde, werteten die beiden im Gleichklang mit den Skandies ab.

Interessant ist dabei, dass die schwedische Krone zunächst sogar noch gegenüber dem USD aufwerten konnte. Schweden war von Anfang an einen Sonderweg ohne allgemeine und scharfe Restriktionen gegangen und schürte damit Hoffnungen, dass die Wirtschaft weniger stark getroffen werden könnte als anderswo. Durch den engen Verbund mit den europäischen Handelspartnern hat sich dies zwar nicht bestätigt, aber der Markt steht der SEK, die sonst sehr sensibel auf steigende Risikoaversion reagiert, nach wie vor milde gegenüber, sodass sie in Phasen besserer Stimmung überproportional reagieren kann. Sie ist der Outperformer gegenüber dem USD, vermutlich auch, weil die Riksbank bislang Zinssenkungen vermieden hat und eher auf unkonventionelle Maßnahmen setzt. Die Performance der norwegischen Krone hingegen ist enttäuschend. Sie wurde doppelt hart getroffen, vom generellen Wirtschaftseinbruch und vom Ölpreiskollaps. Entsprechend ungnädig behandelt der Markt die NOK auch immer noch, obwohl Notenbank und Regierung mit Zinssenkungen und Hilfspaketen gegen den Einbruch gesteuert haben. Damit sie sich in Relation zu den anderen Währungen besser entwickelt, müsste der Ölpreis mindestens auf Vorkrisenniveaus steigen. Solange Sorgen um die Weltwirtschaft vorherrschen, ist das aber nicht absehbar. Deshalb wird die NOK wohl weiterhin der Underperformer bleiben. Vor allem in Zeiten, in denen alle Welt den Dollar als sicheren Hafen wieder nachfragt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU2XLRLongEUR/USDFaktor: 5
CU54YQShortEUR/USDFaktor: -5
CU2XMDLongEUR/JPYFaktor: 5
CU54ZEShortEUR/JPYFaktor: -5
CU2XL0LongEUR/CHFFaktor: 5
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CU2XMMLongEUR/SEKFaktor: 5
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CU2XMHLongEUR/NOKFaktor: 5
CU54ZKShortEUR/NOKFaktor: -5
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