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Devisen: Weitere Möglichkeiten für USD-Stärke

Ich möcht’ so gern Bill Dudley hör’n

Wenn Ihnen diese Überschrift was sagt, spricht das nicht für Ihren Musikgeschmack, liebe Leser. Aber Sie brauchen’s ja niemandem verraten…

Wie dem auch sei, Bill Dudley, früherer Präsident der New-York-Fed schrieb gestern eine interessante Kolumne für einen Nachrichtendienst. Seine Message war: Obwohl der Markt in den letzten Wochen seine Fed-Sicht schon erheblich in Richtung “falkenhaft” verschoben hat, mag das noch längst nicht ausreichen. Die Fed müsse “a lot more hawkish” werden.

Der Punkt dabei ist: Am Freitag hatte ich an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die raschen Zinserhöhungen (seit neuestem im Gespräch: ab März) nur noch gebremst USD-positiv wirken. Weil sie zwar schneller kommen könnten, als noch kürzlich erwartet (Abbildung). Aber sie wurden bislang halt nicht als langfristige Rückkehr zu aktiver Geldpolitik verstanden. Denn die US-Inflationserwartungen des Marktes liegen weiterhin über den langfristigen Fed-Leitzinserwartungen. Ein wenig normaler, aber nicht wie vor 2008: Das war bislang die Marktsicht auf Inflation und Zinsen. Anders gesagt: ein bisschen weniger “Lowflation”, aber nicht dessen Ende.

Solche Äußerungen wie die von Dudley sind freilich geeignet, diese Sicht in Zweifel zu ziehen. Noch ist das sicherlich nicht Marktkonsens. Daher werden Eruptionen von USD-Stärke (gestern zum Beispiel EUR-USD kurzfrisitg unter 1,13) auch schnell wieder korrigiert. Doch könnte sich das ändern.

Wie Sie vielleicht wissen, ist unser EUR-USD-Ziel für dieses Jahr die Marke von 1,08. Bisher haben wir darauf gesetzt, dass dieses Niveau zustande kommt, wenn die Fed trotzt deutlich fallender Inflation ihren Zinszyklus durchzieht. Jetzt sehe ich eine weitere Möglichkeit für USD-Stärke (die für Niveaus signifikant unter 1,10 gut wäre): wenn der Markt beginnt, für die Fed langfristig eine wirklich aktive Geldpolitik (das heißt Leitzinsen über Inflationsniveaus) anzunehmen. Daher sind Dudley’s Worte Musik in meinen Ohren.

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Aussicht auf weitere BoE-Zinserhöhungen hat das Pfund beflügelt

Die Omikron-Welle rollt über Großbritannien und auch der Brexit, besser gesagt das Nordirland-Protokoll, ist mal wieder Thema. Allerdings nicht am Devisenmarkt. Das britische Pfund legte in den letzten Wochen sowohl zum EUR als auch zum USD zu. Klar, der Blick richtet sich vor allem auf die Geldpolitik, und die überraschende Zinserhöhung der Bank of England im Dezember hat dem Pfund Rückenwind verliehen.

Der Brexit ist ohnehin schon seit geraumer Zeit kein großes Thema für den Devisenmarkt mehr. Und bei der Omikron-Welle kommt es vor allem darauf an, wie sich die Corona-Einschränkungen auf die Konjunkturerholung auswirken werden. Aktuell scheinen sich viele einig, dass sich die negativen Auswirkungen auf die Konjunktur einigermaßen in Grenzen halten werden und schnell abgeschüttelt werden können. Dies würde dann aber auch heißen, dass eine weitere Zinserhöhung der BoE im Februar durchaus wahrscheinlich ist.

Datenseitig steht erst Ende der Woche mit den monatlichen BIP-Daten eine interessante Veröffentlichung an. Bis dahin dürfte die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen durch die BoE das Pfund tendenziell unterstützen, wenngleich wohl schon einiges eingepreist sein dürfte und somit die GBP-Rallye langsam an Fahrt verlieren könnte.

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Erhöht die Norges Bank schon im Januar?

Die norwegischen Inflationsdaten für Dezember überraschten einmal mehr nach oben. Mit 5,3% lag der Anstieg bei den Verbraucherpreisen etwas über der Schätzung der Norges Bank (5,0%). Noch deutlicher fiel die Überraschung bei der Kerninflation (CPI-ATE) aus (1,8% gegenüber Norges Bank Projektion von 1,4%).

Damit dürften die Spekulationen am Markt zunehmen, dass die Norges Bank das Tempo bei den Zinserhöhungen anzieht. Im Dezember erhöhte sie ihren Leitzins erwartungsgemäß um 25 Basispunkte auf 0,50% und signalisierte einen nächsten Zinsschritt für März. Die überraschend hohe Inflation könnte die Norges Bank zu einem früheren Handeln veranlassen.

Andererseits ist die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Pandemie nach wie vor recht hoch. In ihrem Statement im Dezember machte die Norges Bank entsprechend deutlich, dass neue Corona-Maßnahmen, welche die Konjunkturerholung dämpfen könnten, die Norges Bank dazu veranlassen könnten, Zinserhöhungen zu verschieben. Auf der anderen Seite könnte ein stärkerer Anstieg bei den Preisen eine schnellere Zinserhöhung notwendig machen.

Die gestrige Inflationsentwicklung liefert ein Argument für eine Zinserhöhung bereits auf der Sitzung nächste Woche. Die Omikron-Welle liefert dagegen ein Argument für eine etwas vorsichtigere Haltung. Morgen werden die monatlichen BIP-Daten veröffentlicht. Möglicherweise bringen sie etwas mehr Licht ins Dunkel. Sollten diese gut ausfallen, dürften die Spekulationen über eine Januar-Zinserhöhung anhalten, was die NOK erstmal weiter stützen sollte.

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CAD: Starker Arbeitsmarkt schürt Zinserhöhungserwartungen

Die am Freitag in Kanada veröffentlichen Arbeitsmarktdaten für Dezember fielen deutlich besser als erwartet aus, wovon der Loonie spürbar profitierte. USD-CAD konnte sich aber nur kurzzeitig unter der Marke von 1,265 halten.

Im Dezember wurden knapp 55.000 neue Stellen geschaffen, damit hatte kaum einer der von Bloomberg befragten Analysten gerechnet; die Konsens-Erwartung lag bei knapp der Hälfte (25.000). Die Arbeitslosenquote sank leicht von 6% auf 5,9%.

Nachdem die Bank of Canada ihre Anleihenkäufe im vergangenen Jahr eingestellt und einen möglichen lift-off, also eine erste Zinserhöhung für April signalisiert hatte, schürt das überraschend kräftige Plus bei der Beschäftigung am Markt die Erwartungen, dass die Notenbank ihren Leitzins schon früher erhöhen könnte. Dies zeigen die OIS-basierten Markterwartungen.

Manche Marktteilnehmer wie auch einzelne der von Bloomberg befragten Analysten rechnen offenbar bereits für die Januar-Sitzung mit einem lift-off. Der Konsens erwartet aber bislang weiterhin einen unveränderten Leitzins von 0,25%, wovon auch wir ausgehen.

Gegen eine Zinserhöhung bereits auf der kommenden Sitzung spricht aus unserer Sicht vor allem die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante und die hohe Unsicherheit, in welchem Ausmaß die jüngste Erholung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt gebremst wird.

Aus unserer Sicht dürfte es der CAD zunächst weiter schwer haben, nachhaltig gegenüber dem USD Boden wettzumachen, denn auch die Fed wird wohl schon bald ihren Leitzins anheben. Die OIS-basierten Markterwartungen signalisieren, dass die Zinserhöhungserwartungen für die Fed spürbar zugelegt haben (siehe oben). Alles in allem sollten CAD-Investoren daher vorerst mit erhöhter Volatilität in den Wechselkursen rechnen.

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Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!