Währung

Devisen: Alles spricht gegen den Euro und für den US Dollar

Diametrale Sichtweise

Solange sich die Nachrichtenlage dies- und jenseits des Atlantiks praktisch diametral auseinanderentwickelt, spricht mehr oder weniger alles gegen den Euro und alles für den US Dollar. Die Eurozone hat nahezu nur Negatives zu bieten, was die Pandemie anbelangt: neue, harte Lockdowns während der Osterfeiertage wegen steigender Infektionszahlen, quälend langsame Impffortschritte und Abwärtsrevisionen für die Wachstumsprognosen. Da hilft auch nicht, dass sich die Industrie weiterhin einer guten Entwicklung erfreut. Gleichzeitig betont EZB Chefin Christine Lagarde erneut, der Markt könne die EZB ruhig solange er wolle testen [heißt die Renditen weiter hoch treiben], sie verfüge angesichts der außergewöhnlichen Umstände über eine ganze Batterie an Instrumenten und würde diese auch falls notwendig nutzen – im Zweifelsfall wird die EZB bei weiter steigenden Renditen also noch expansiver.

In den USA hingegen schreiten die Impfungen immer schneller voran und die Wachstumsaussichten werden durch ein weiteres Stimulierungspaket von Biden zusätzlich aufgehellt: es handelt sich um ein 8-Jahres-Inftrastrukturplan über 2,25 Bio. USD, finanziert über 15 Jahre durch höhere Steuern. Zusätzliche Ausgaben für Bildung, Gesundheitswesen und Kinderbetreuung über 1 Bio. USD sollen in den nächsten Wochen folgen, sodass alles in allem über 3 Bio. USD geplant sind. Entsprechend steigen die US Renditen weiter und peilen die 1,80-Marke an. Die Datenlage spricht ihr übriges, wie der US ISM Index heute untermauern dürfte. Und auch der US Arbeitsmarktbericht für März dürfte morgen gerade wegen der Impffortschritte und der erfreulichen Wirtschaftsaktivität der letzten Wochen einen signifikanten Stellenzuwachs aufzeigen, den stärksten seit Monaten. Der ADP Index gab gestern mit über 500.000 bereits einen ersten Vorgeschmack, auch wenn er etwas hinter den Erwartungen zurückblieb.

Die diametral auseinanderdriftende Sichtweise des Markts – alles gut in den USA, alles doof in der Eurozone – mag insbesondere auf mittlere Sicht zu einfach sein, wie wir an dieser Stelle schon oft erläutert haben. So wird Bidens Paket diesmal wohl auf Widerstand im Kongress treffen, außerdem steigt in den USA das Haushaltsdefizit damit weiter an, um nur zwei Gründe zu nennen.

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AUD: Die RBA wird vorsichtig bleiben

Der australische Arbeitsmarktbericht für Februar überraschte Anfang März deutlich nach oben: es wurden signifikant mehr Stellen geschaffen als erwartet und die Arbeitslosenquote sank überraschend von zuvor 6,3% auf 5,8%. Doch Vorsicht: die Unterstützungsprogramme, um Beschäftigte in den Firmen zu halten, sind Ende März ausgelaufen, sodass in den kommenden Monaten wieder mit steigenden Arbeitslosenzahlen zu rechnen ist, vor allem, wenn der fiskalische Stimulus seitens der Regierung allmählich generell zurückgefahren wird. Das Lohnwachstum und damit der Preisdruck dürften entsprechend verhalten bleiben. Zwar sorgt sich die RBA über den Anstieg der Häuserpreise, doch wird sie nicht mittels steigender Leitzinsen sondern mittels makroprudentieller Maßnahmen versuchen, Vorkehrungen vor einer Überhitzung zu treffen. Schließlich hat sie mit ihrer Forward Guidance schon die letzten Monate klargemacht, dass der Leitzins noch sehr lange bei 0,1% verharren wird. Trotz der erfreulichen wirtschaftlichen Erholung wird sie deshalb auf ihrer Sitzung am kommenden Dienstag Vorsicht walten lassen und ihre Geldpolitik unverändert beibehalten sowie erneut bekräftigen, dass diese auf absehbare Zeit weiterhin sehr expansiv bleiben wird.

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CNY: Schwacher privater Einkaufsmanagerindex

Nachdem Chinas privater Caixin-PMI für das verarbeitende Gewerbe überraschend unter dem Konsens lag, erhielt die Marktstimmung einen spürbaren Dämpfer. Tatsächlich hatte der Markt große Erwartungen in diese PMI-Zahl gesetzt – insbesondere nachdem die amtlichen PMI Chinas gestern äußerst stark ausfielen. Doch der heute veröffentlichte Caixin-PMI des verarbeitenden Gewerbes für März lag nur bei 50,6 Zählern und damit so tief wie seit Mai 2020 nicht mehr. Das war unter dem Marktkonsens von 51,4 und ebenfalls unter dem Februar-Wert von 50,9. Verglichen mit dem amtlichen PMI belegte der Caixin ebenfalls eine gewisse Aufhellung der Exportaufträge und einen erheblichen Anstieg der Faktorpreise, während Beschäftigung und Output wesentlich schlechter ausfielen. Insgesamt legt dieses uneinheitliche Signal den Schluss nahe, dass der Markt die Wirtschaftsdynamik in China sorgfältig beobachten muss. Mit Blick auf den Devisenmarkt wird sich der magere Caixin PMI wohl als neue Bremse für die chinesische Währung entpuppen.

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Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.