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Deutschland – Erzeugerpreise machen trotz Allzeit-Rekord etwas Hoffnung

Die Erzeugerpreise in Deutschland waren im Juli 37,2% höher als ein Jahr zuvor, womit bei der Vorjahresrate ein neuer Allzeit-Rekord aufgestellt wurde. Allerdings ist dieser neuerliche Anstieg der Vorjahresrate alleine auf einen weiteren Schub bei den Energiepreisen zurückzuführen. Rechnet man diese heraus, ist die Vorjahresrate etwas gefallen. Der unterliegende Preisdruck bei den Erzeugerpreisen scheint sich also allmählich abzuschwächen, ohne dass damit allerdings ein Ende der Zeit hoher Inflationsraten eingeläutet wäre.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Dies ist ein neuer (trauriger) Rekord: Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland waren im Juli 37,2% höher als ein Jahr zuvor. Einen solch starken Anstieg hat es seit Beginn der Statistik im Jahr 1949 nicht gegeben.

Ein Blick auf die Details zeigt allerdings, dass dies alleine auf einen neuerlichen Schub bei den Energiepreisen zurückzuführen ist, die gegenüber dem Vormonat um fast 15% zulegten und damit mehr als doppelt so hoch waren wie vor einem Jahr. Ohne Energie haben die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt nur vergleichsweise moderat um 0,4% zugelegt, womit sich der im Juni begonnene Abwärtstrend bei der unterliegenden Dynamik fortgesetzt hat (Chart 1).

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Niedrigere Rohstoffpreise bremsen Preise von Vorleistunsggütern

Dabei hat insbesondere bei den Vorleistungsgütern der Preisanstieg an Dynamik verloren. So ist hier die Vorjahresrate von 22,3% auf 19,1% gefallen (Chart 2), gegenüber dem Vormonat haben sich diese Güter sogar etwas verbilligt. Hier machen sich offensichtlich zunehmend die Rückgänge einiger Rohstoffpreise bemerkbar. Hingegen ist die Vorjahresrate bei den Investitionsgüterpreisen und den Konsumgüterpreisen weiter gestiegen. Angesichts des üblichen Vorlaufs der Vorleistungsgüterpreise dürfte der Hochpunkt aber auch hier nicht mehr allzu fern sein.

Teuerung lässt nach, bleibt aber hoch

Somit stehen die heutigen Erzeugerpreiszahlen durchaus im Einklang mit der Erwartung, dass auch bei den Verbraucherpreisen bald der Hochpunkt bei der Inflationsrate erreicht wird und diese im Verlauf des kommenden Jahres zurückgehen wird. Denn die Erzeugerpreise für Konsumgüter haben einen Vorlauf vor den Verbraucherpreisen für Waren. Zudem dürften die Energiepreise – trotz des jüngsten Schubs – nicht weiter mit der gleichen Dynamik zulegen.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass die Inflationsrate bei den Verbraucherpreisen dann auch nachhaltig wieder auf 2% oder geringere Werte fallen wird. So ist die unterliegende Dynamik bei den Erzeugerpreisen immer noch höher als im Durchschnitt der vergangenen Jahre (siehe Chart 1). Zudem dürften die Löhne in Deutschland im kommenden Jahr merklich anziehen, und diese Kosten dürften die Unternehmen an ihre Abnehmer weitergeben. Schließlich sprechen einige langfristige Trends wie die ungünstige Demographie, die Kosten des Kampfs gegen den Klimawandel und der weltweit zunehmende Protektionismus für eine höhere Teuerungsrate.

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