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Deutsche Inflationsrate bei 10 Prozent

Im September war die Inflationsrate in Deutschland zum ersten Mal seit 70 Jahren mit 10% wieder zweistellig. Haupttreiber bleiben die Energie- und Nahrungsmittelpreise, aber auch in den meisten anderen Gütergruppen steigen die Preise immer schneller. Eine Entspannung ist nicht in Sicht, und auch im kommenden Jahr dürfte die Inflationsrate nur deshalb fallen, weil die Energiepreise auch wegen Eingriffen des Staates kaum noch einmal so stark zulegen werden wie in diesem Jahr. Der unterliegende Preisdruck dürfte aber stark bleiben.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Eine große Überraschung war es nicht mehr: Im September ist die deutsche Inflationsrate von 7,9 Prozent auf 10,0 Prozent gesprungen und ist damit zum ersten Mal seit der Zeit des Korea-Kriegs Anfang der 50er Jahre wieder zweistellig (Chart 1). Hauptgrund des Sprungs war das Auslaufen des Tankrabatts und des “9-Euro-Tickets”. Aber auch ohne diesen Effekt wäre die Inflationsrate merklich gestiegen, unter anderem weil die Nahrungsmittelpreise erneut kräftig zulegten und nun im Durchschnitt knapp 19 Prozent höher sind als vor einem Jahr.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Aber auch wenn man die beiden selbst in normalen Zeiten volatilen Preisgruppen der Energie- und Nahrungsmittelpreise herausrechnet, hat sich der Preisanstieg weiter verstärkt. Die Teuerungsrate ohne diese beiden Gruppen ist nach unserer Schätzung auf Basis der Länderergebnisse von 3,5 auf etwa 5 Prozent gestiegen, was mehr ist als der reine Effekt der Abschaffung des “9-Euro-Tickets”. Blickt man auf die einzelnen Gütergruppen, lag die Inflationsrate im September nach unserer Schätzung neben der Kommunikation nur noch bei den beiden stark regulierten Gruppen Gesundheit und Bildung unter 2 Prozent (Chart 2). Sogar die sich immer sehr träge entwickelnden Kosten fürs Wohnen (ohne Haushaltsenergie) liegt mit 2,6 Prozent inzwischen über dieser Marke.

Da der massive Anstieg der Energiepreise bei weitem noch nicht vollständig bei den privaten Haushalten angekommen ist und viele Unternehmen ihre höheren Energiekosten noch nicht vollständig an ihre Kunden weitergegeben haben, dürften die Preise in den kommenden Monaten weiter kräftig zulegen und die Inflationsrate um die 10 Prozent schwanken. Im Verlauf des kommenden Jahres dürfte aber – insbesondere auch wegen staatlicher Eingriffe wie die derzeit diskutierten “Deckel” für die Preise von Strom und Erdgas – die Dynamik bei den Energiepreisen merklich nachlassen und die Inflationsrate fallen. Die unterliegende Teuerung wird aber voraussichtlich weiter deutlich über 2% bleiben, auch weil die Löhne wohl merklich anziehen werden.

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