Rohstoffe

Deutlicher Anstieg der Gold- und Palladiumpreise

Energie: Beide Angebotsrisiken am Ölmarkt sind verschwunden

Die Ölpreise starten mit Abschlägen in die neue Handelswoche. Die zwei Gründe auf der Angebotsseite, die die Preise in der letzen Woche um 9% haben steigen lassen, sind verschwunden. In Norwegen haben sich die Ölproduzenten und die Ölgewerkschaft Lederne am Freitag auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, womit der 10 Tage währende Streik in der Ölindustrie beendet ist. Dieser hätte im Falle eines Scheiterns der Gespräche bis zu einem Viertel der norwegischen Öl- und Gasproduktion lahmlegen können. Zudem wird im Golf von Mexiko die Öl- und Gasproduktion allmählich wieder hochgefahren, nachdem Hurrikan Delta am Freitag an Land gegangen ist. Diese war kurz vor dem Eintreffen des Hurrikans nahezu vollständig geschlossen, was zuletzt vor 15 Jahren der Fall war. Über Schäden gibt es abgesehen von der Unterbrechung einer wichtigen Pipeline für Ölprodukte aufgrund eines Stromausfalls bislang keine Berichte. Auch die Rohölverarbeitung in den Raffinerien im betroffenen Küstenbereich sollte somit wieder anlaufen. Gleichzeitig erholt sich die Bohraktivität auf dem Land. Laut Zahlen von Baker Hughes stieg die Zahl der aktiven Ölbohrungen in den USA in der letzten Berichtswoche um vier auf 193 und damit auf den höchsten Stand seit Juni. All dies spricht dafür, dass die Ölpreise im Wochenverlauf weiter nachgeben. Es würde uns daher nicht überraschen, wenn die Gewinne von letzter Woche vollständig wieder abgegeben werden und Brent in den kommenden Tagen Richtung 40 USD abgleitet. Der Fokus dürfte sich außerdem wieder stärker auf die Nachfrageseite richten und hier gibt es angesichts der sich stärker ausbreitenden Corona-Pandemie Gegenwind. Es ist daher gut möglich, dass die IEA in ihrem Monatsbericht ihre Nachfrageprognose nach unten revidiert. Auch ist fraglich, ob die IEA in ihrem World Energy Outlook den Optimismus der OPEC hinsichtlich der langfristigen Nachfrageaussichten teilt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Deutlicher Anstieg der Gold- und Palladiumpreise

Unterstützt durch einen schwachen US-Dollar hat der Goldpreis am Freitag um fast 2% auf 1.930 USD je Feinunze zugelegt. Auf diesem Niveau handelt er auch zu Wochenbeginn. Der Anstieg am Freitag war zugleich das größte Tagesplus seit Mitte August. Hierbei spielte wohl die Unsicherheit hinsichtlich eines neuen Hilfspaktes für die US-Wirtschaft die Hauptrolle. Laut Ansicht der US-Notenbank Fed ist eine weitere konjunkturelle Unterstützung seitens der Fiskalpolitik dringend erforderlich. Während Gold vom Hin und Her in der US-Politik zwar profitierte, gibt es aber auch weiterhin Grund zur Zurückhaltung: Das indische Finanzministerium hat heute mit vorläufigen Daten die schwache Goldnachfrage im zweitgrößten Goldkonsumentenland im September weitgehend bestätigt. Demnach sind die Goldimporte auf 8,4 Tonnen gefallen. Im August wurden noch 35,5 Tonnen Gold eingeführt. Eine Regierungsquelle hatte bereits letzte Woche von einem deutlichen Rückgang der Goldimporte gesprochen. Die physische Goldnachfrage in Asien ist also weiter äußerst verhalten und gibt dem Goldpreis nach wie vor keine Unterstützung. Diese braucht er derzeit aber offenbar auch nicht. Diese Woche dürften die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU im Mittelpunkt des Marktinteresses stehen. Am Donnerstag endet die vom britischen Premierminister Johnson gesetzte Frist, bis zu der die Verhandlungen mit der EU erhebliche Fortschritte zeigen müssen. Andernfalls droht zum Jahresende ein „harter“ Brexit.

Palladium ist am Freitag auf ein 7-Monatshoch von 2.475 USD je Feinunze gestiegen. Neben einem verstärkten Investoreninteresse waren hier wohl auch gute (vorläufige) Fahrzeugverkaufszahlen aus China verantwortlich: Der Verband der chinesischen Automobilproduzenten hatte am Freitag für September einen Anstieg der Fahrzeugabsätze um 13,3% gegenüber Vorjahr gemeldet. Detaillierte Zahlen werden in den nächsten Tagen veröffentlicht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Metallmärkte vor ereignisreicher Woche

Nach ihren starken Anstiegen am Freitag legen die Metallpreise zum Start in die neue Handelswoche eine Verschnaufpause ein: Sie zeigen sich weitgehend unverändert. Am Freitag war der LME-Industriemetallindex um 1,8% gestiegen. Angeführt wurde er dabei von Nickel und Zink (+3,8% bzw. +2,9%). Dies war zum einen auf den schwachen US-Dollar zurückzuführen. Zum anderen spielte maßgeblich die gute Marktstimmung eine Rolle, die sich wohl aus der Hoffnung speiste, dass sich die Parteien in den USA doch kurzfristig auf ein neues Hilfsprogramm für die US-Wirtschaft einigen könnten. Ein weiterer Einigungsversuch ist allerdings am Wochenende gescheitert. Die Gespräche sollen diese Woche fortgesetzt werden. Nach der starken Aufwertung des Chinesischen Yuan seit Ende Mai, die den Metallpreisen in den letzten Monaten Auftrieb gab, steuert jetzt die chinesische Zentralbank gegen: Sie hat seit heute die Reserveauflagen für USD-Käufe am Derivatemarkt (20%) aufgehoben. Sie möchte damit die CNY-Aufwertung zumindest verlangsamen, wodurch die Metallpreise etwas Unterstützung verlieren könnten. Morgen früh werden allerdings die ersten chinesischen Handelsdaten für September zeigen, dass China wohl auch im letzten Monat noch große Mengen Rohstoffe importiert hat (wenn auch kleinere als in den Vormonaten) – unter anderem Kupfer und Eisenerz. Noch spannender werden die virtuellen Herbsttagungen der International Study Groups sein, die diese Woche beginnen. Die Frühjahrstagungen waren coronabedingt ausgefallen. Neben aktualisierten Schätzungen für dieses Jahr wird vor allem interessant, wie die International Study Groups die Marktlage im nächsten Jahr einschätzen. Für 2021 werden erstmals Prognosen veröffentlicht.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5NLongCopper FutureFaktor: 3
SB3T9GShortCopper FutureFaktor: -3
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