Rohstoffe

Deutlich eingetrübte Stimmung an den Rohstoffmärkten

Energie: Wieder mehr pessimistische Töne am Ölmarkt

Die US-Lagerdaten sorgten gestern Nachmittag trotz eines ungünstigen allgemeinen Umfelds – die Aktienmärkte verloren deutlich und der US-Dollar wertete auf – zunächst für Auftrieb beim Ölpreis und ließen Brentöl auf fast 56,5 USD je Barrel steigen. So sind die US-Rohölbestände in der letzten Woche laut DOE um fast 10 Mio. Barrel gefallen. Sie liegen mit 476,7 Mio. Barrel nur noch ca. 5% über dem 5-Jahresdurchschnitt für diese Zeit des Jahres. Gleichzeitig hat das DOE einen Rückgang der US-Ölproduktion berichtet, was angesichts der zuletzt deutlich höheren Preise und der gestiegenen Bohraktivität ebenfalls für Überraschung sorgte. Doch wie so oft lohnt sich bei den Daten der zweite Blick. Bei den Produktionsdaten dürfte es nur eine geringfügige Abweichung gewesen sein, wobei die Produktion (wenngleich langsamer als erhofft) mittelfristig wieder steigen wird. Und der massive Rückgang der Rohölbestände ist ausschließlich auf stark gefallene Importe und gleichzeitig kräftig gestiegene Exporte zurückzuführen, wodurch die Netto-Importe von Rohöl massiv um 2,1 Mio. auf lediglich 1,7 Mio. Barrel täglich gefallen sind. Die Benzinbestände sind dagegen in der Berichtswoche um 2,5 Mio. Barrel und damit stärker als erwartet angewachsen. Die erste Euphorie nach den Lagerdaten ist somit schnell wieder verflogen und die Preise notieren heute Morgen schon wieder rund 1 USD unter den gestrigen Hochs. Neben dem Anlegerpessimismus dürfte auch die Kehrtwende der US-Regierung in Bezug auf den Klimawandel zum Preisrückgang beigetragen haben. Es stellt sich immer mehr heraus, dass die Ausrichtung auf erneuerbare Energien und Klimaschutz nun ein Top-Thema der Sicherheits- und Außenpolitik der USA sein wird. Das dürfte nicht nur wie zuletzt erwähnt die Produktion von fossilen Energieträgern in den USA ausbremsen, sondern vor allem die Nachfrage nach diesen massiv belasten, da hier Subventionen gekürzt werden sollen. Die USA sind nach wie vor der mit Abstand größte Ölverbraucher weltweit.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Rückgang der Goldnachfrage trotz rekordhoher Investmentnachfrage

Gold profitiert nicht von der erhöhten Risikoaversion an den Finanzmärkten. Stattdessen fällt es am Morgen auf 1.835 USD je Feinunze und nähert sich damit dem gestern verzeichneten Tief. Die Fed hat gestern für keine Überraschung gesorgt und ihre ultralockere Geldpolitik samt der Höhe der Anleihekäufe bestätigt. Dennoch wertet der US-Dollar auf und sorgt damit für Gegenwind. Ein Teil davon ist auch Euro-Schwäche geschuldet, nachdem ein hochrangiger EZB-Offizieller die Möglichkeit einer nochmaligen Zinssenkung ins Spiel brachte. Gold zieht daraus bislang allerdings keinen Nutzen, sondern gibt sogar leicht auf 1.520 EUR je Feinunze nach. Der World Gold Council hat heute Daten zur Goldnachfrage im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Demnach fiel die Goldnachfrage im letzten Jahr um 14% auf ein 11-Jahrestief. Das vierte Quartal verzeichnete sogar einen doppelt so starken Rückgang. Die Schmucknachfrage brach 2020 um ein Drittel ein. Mit lediglich 1.411 Tonnen wurde sowenig Schmuck verkauft wie nie zuvor in einem Jahr. Auch die Zentralbanken hielten sich mit Käufen spürbar zurück. Diese lagen knapp 60% niedriger als im Vorjahr. Dem stand eine rekordhohe Investmentnachfrage in Höhe von 1.773 Tonnen gegenüber, womit die Anleger im letzten Jahr mehr Gold gekauft haben als die Schmuckkäufer. Auf die Gold-ETFs entfielen dabei 877 Tonnen, auf Münzen und Barren 896 Tonnen. Letztere konnten dank eines starken Schlussquartals die ETFs noch knapp überholen und das Jahr leicht im Plus abschließen. Bei den ETFs standen dagegen im vierten Quartal Abflüsse von 130 Tonnen zu Buche, die das noch immer rekordhohe Jahresergebnis leicht trübten. Regional betrachtet lässt sich 2020 eine Nachfrageverschiebung weg von den traditionellen Nachfrageländern in Asien (China, Indien) hin zu den Anlegern in den westlichen Ländern beobachten. Im vierten Quartal setzte allerdings eine Gegenbewegung ein, da die Schmucknachfrage die Investmentnachfrage wieder deutlich übertraf.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Stärkster Aufbau der LME-Zinkvorräte seit fast drei Jahren

Die Metallpreise stehen seit gestern deutlich unter Druck. Hierzu tragen der feste US-Dollar und die schwachen Aktienmärkte bei. Letztere drücken die höhere Risikoaversion der Marktteilnehmer aus. Offenbar überwiegen aktuell Sorgen, dass sich die globale Wirtschaft doch nicht so schnell erholt wie lange gehofft. Der Fed-Vorsitzende Powell hat diese Ansicht gestern Abend noch bestätigt, indem er auf der Pressekonferenz nach der Fed-Sitzung sagte, dass die US-Wirtschaft noch einen langen Weg bis zur vollständigen Erholung vor sich habe. Der LME-Industriemetallindex ist gestern um fast 2% gefallen. Auch heute Morgen setzt sich der Preisrückgang bei allen Metallen fort. Kupfer fällt unter 7.800 USD je Tonne auf den niedrigsten Wert in diesem Jahr. Zink fällt auf gut 2.560 USD je Tonne und damit den tiefsten Stand seit Anfang November. Es war gestern mit einem Minus von 2,8% der größte Verlierer unter den Industriemetallen. Gestern wurden fast 60 Tsd. Tonnen Zink (+25%) in die LME-Lagerhäuser eingeliefert. Dies war der größte Zufluss seit fast drei Jahren. Er fand vor allem in den asiatischen LME-Lagerhäusern statt. Schon am Tag zuvor gab es Einlieferungen von 45 Tsd. Tonnen. Die LME-Zinkbestände wurden dadurch auf den höchsten Stand seit Mitte 2017 katapultiert. Hohe bzw. steigende Lagerbestände deuten zumeist auf eine verhaltene Nachfrage hin. In der Tat war der globale Zinkmarkt gemäß Daten der International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) bis November deutlich überversorgt, was vor allem auf eine schwache Nachfrage zurückgeführt werden kann. Auch in diesem Jahr soll der Angebotsüberschuss fortbestehen; allerdings soll er schrumpfen, da die ILZSG eine merkliche Nachfrageerholung unterstellt. Wir führen den jüngsten Preisrückgang daher auch auf Gewinnmitnahmen nach dem starken Anstieg in den Monaten zuvor zurück.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!